(lifepr) Bad Windsheim, 17.03.2011 – Elektroautos haben auf dem Weg in die Massenmärkte noch einen langen Weg vor sich. Dies ergab eine aktuelle Umfrage der Deloitte & Touche Wirtschafts-prüfungsgesellschaft bei 4760 Verbrauchern in sieben Ländern. Demnach ist mit 31 Prozent etwa ein Drittel der Befragten generell eher nicht an Fahrzeugen mit Elektroantrieb interessiert, 53 Prozent schließen eine Anschaffung nicht von vornherein aus, und 16 Prozent könnten sich sogar eine Vorreiterrolle als Käufer vorstellen. Letztere finden sich vor allem unter den 18- bis 34-Jährigen. In dieser Gruppe spielen neben ökonomischen und umweltbedingten Aspekten auch Lifestyle-Gründe eine Rolle.
Weitere Ergebnisse der Studie zeigen, dass praktische Fragen für potenzielle Nutzer eine große Rolle spielen – etwa die Betriebs- und die Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge.Mehr als die Hälfte der Interessenten würde insgesamt nicht mehr als 15 000 Euro ausgeben, einschließlich erwarteter Steuervorteile oder Subventionen. Nur ein Viertel wäre bereit, einen Aufschlag von 1500 Euro gegenüber einem vergleichbaren konventionellen Auto zu akzeptieren.Die „Schmerzgrenze“ liegt bei einem Benzinpreis von 2 Euro pro Liter – ab diesem Punkt wäre ein Elektroauto für deutlich mehr Verbraucher interessant. Würden andererseits herkömmliche Fahrzeuge einen Verbrauch von drei Litern pro 100 km nicht überschreiten, nähme das Interesse an Elektroautos laut Studie drastisch ab.
Weitere wichtige Fragen, auf die Verbraucher eine überzeugende Antwort haben wollen, sind: Wie oft muss nachgeladen werden? Wie lange dauert das? Was kostet der Strom für das Auto? Rund 80 Prozent der Befragten mit positiver Einstellung nannten diese Kriterien als ausschlaggebend für Kauf oder Leasing. Auch die Leistungsfähigkeit der Batterien sowie die Kosten des Wechsels spielen eine wesentliche Rolle. Für ein Viertel der Befragten sollte eine Batterieladung für mindestens 480 Kilometer Wegstrecke reichen, und zwei Drittel fordern, dass der Aufladeprozess nicht länger als zwei Stunden dauern dürfe. Eine flächendeckende Versorgung mit Elektrotankstellen wird ohnedies vorausgesetzt.
