Zeitumstellung erhöht Gefahr von Wildunfällen

(lifepr) Bad Windsheim, 30.03.2011 – Der ARCD warnt vor erhöhter Wildgefahr auf den Straßen durch die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit und bezieht sich dabei auf den Deutschen Jagdschutzverband (DJV) in Bonn. Durch die Zeitverschiebung dauere die Dämmerung im morgendlichen Berufsverkehr länger. Besonders das Rehwild sei in den frühen Morgenstunden verstärkt auf Futtersuche und quere Straßen und Autobahnen. Allein im Jagdjahr 2009/2010 kamen rund 215 000 dieser Tiere bei Wildunfällen ums Leben. Das sind pro Kalendertag fast 600 Rehe – sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Aber auch Wildschweine, Hirsche und kleinere Tiere werden jedes Jahr zu Tausenden überfahren. Die meisten Wildunfälle passieren laut Angaben der Jäger in den Monaten März und April.

Sollte es zu einem Crash kommen, raten Jagdschutzverband und ARCD, Ruhe zu bewahren, die Warnblinker einzuschalten und die Unfallstelle abzusichern. Autofahrer müssen einen Wildunfall unverzüglich der nächsten Polizei- oder Forstdienststelle melden. Selbst wenn am Fahrzeug kein sichtbarer Schaden entstanden und das Tier geflohen ist, bittet der DJV darum, in jedem Fall den zuständigen Jagdverantwortlichen zu benachrichtigen. Mit einem speziell ausgebildeten Hund könne verletztes Wild aufgefunden werden, um es von seinen Qualen zu erlösen. Ein Zusammenstoß kann auch für den Autofahrer fatale Folgen haben: Schon bei 50 km/h entwickelt ein 20 Kilogramm leichtes Reh ein Aufprallgewicht von knapp einer halben Tonne – das entspricht dem Gewicht eines Pferdes. Ungefähr alle zehn Tage stirbt in Deutschland bei Wildunfällen im Straßenverkehr ein Mensch.