Aus dem Unglück gelernt

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Wenn die Wintersaison wieder losgeht, beginnt die schönste Zeit des Jahres. Am Wochenende gehe ich mit meinen Kumpels gerne Skifahren und im Frühjahr machen wir meistens einen einwöchigen Urlaub auf einer Hütte. Wir bilden dann Fahrgemeinschaften und wechseln uns mit dem Fahren ab.

Auf der letzten Fahrt bin ich bei meinem Kumpel Moritz mitgefahren und wir hatten eine ziemlich gefährliche Panne. Auf dem letzten Stück nach Oberaudorf ist Moritz ganz übel auf der Fahrbahn abgerutscht. Die Reifen sind durchgedreht und wir sind nach hinten gerutscht. Das war auch noch in einer Kurve. Es ging richtig steil den Berg hoch und neben uns war der Abhang. Wenn wir noch unglücklicher gerutscht wären, hätten wir ohne jeden Zweifel mit dem Wagen den Abhang abrutschen können.

Zum Glück hatten wir auch keinen PKW direkt hinter uns, sonst wären wir vielleicht noch in ihn reingerutscht. Der nächste Wagen hatte genug Abstand um rechtzeitig zu halten. Unser Auto hat sich wieder gefangen und wir sind noch grade so eben mit einem Schrecken davon gekommen. Mit einem gehörigen Schrecken! Moritz war auf der weiteren Fahrt richtig zitterig. Als wir angekommen sind und uns den Wagen angeschaut haben, haben wir festgestellt, dass wir auch keine Beule oder so etwas am Wagen hatten. Offenbar lag das Problem in den Reifen begründet. Das Profil der Reifen war ganz ausgefüllt von hartem Eisschnee. Es war nicht so, dass man auf der Strecke schon Schneeketten gebraucht hätte, die hatte keiner. Es lag einfach daran, dass Moritz schlechte Traktionsreifen hatte. Die Reifen waren schon etwas abgefahren aber im Prinzip hatten sie ein zulässiges Profil. Es waren billige, markenlose Reifen und zurück in München hat er die Winterreifen auch gleich gegen gute Qualitätsreifen auswechseln lassen. Ich habe mir aus diesem Grund in diesem Jahr auch neue Traktionsreifen angeschafft. der Schrecken saß immer noch tief.

Es ist jedem Wintersportler klar, dass es in Skigebieten wichtig ist, gute Winterreifen, sprich Traktionsreifen, zu haben. Nirgendwo ist die Beanspruchung für Reifen so groß wie hier. Aber es ist trotzdem erschreckend, wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass eine schlechte Bereifung einem wirklich fast das Leben kosten kann. Mein Bewusstsein für die Notwendigkeit guter Autoreifen ist durch dieses Beinahe-Unglück sehr gestiegen. Ich denke allerdings, dass Gefahren auch im normalen Stadtverkehr oder auf der Autobahn auftreten können. Ich habe mit meiner neuen Bereifung vorgesorgt und hoffe, das andere Autofahrer es auch tun. Sie gefährden mit schlechten Reifen ja nicht nur sich selbst, sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmer.

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