Dein Weg zum Basketballprofi – Tipps von Basketball-Experte Sebastian Finis

Ein Interview mit Basketball-Autor Sebastian Finis.

In diesem Interview verrät uns Basketball-Experte Sebastian Finis, warum der „Sport mit dem orangen Leder“ zurecht die 2. beliebteste Sportart ist und was ihn dazu inspiriert hat, einen spannenden Leitfaden wie Dein Weg zum Basketballprofi zu schreiben. 

Denn – das verraten wir vorab – Sebastian Finis selbst ist nicht in die Fußstapfen der großen Basketball-Legenden getreten. Und doch kann er jungen Basketball-Talenten als erfahrener Athletiktrainer in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) sowie beim Berliner Basketball Verband und Deutschen Basketball Bund die entscheidenen Tipps für eine Basketball Karriere geben. Schließlich arbeitet er neben der Training auch als Journalist für das Basketball-Fachmagazin FIVE aktiv und unterhält die Fans von ALBA BERLIN in seinem Podcast „Vogelfunk“, wodurch er im ständigen Kontakt mit den Stars wie Patrick Femerling steht.

Herr Finis, wie sind Sie zum orangen Leder gekommen?

In der fünften Klasse bin ich über eine Schul-AG das erste Mal mit Basketball in Berührung gekommen. Die Komplexität der Sportart und die große Herausforderung, die Technik zu erlernen, haben mich von Beginn an begeistert. Bei den Olympischen Spiele 1992 sah ich Basketball das erste Mal im Fernsehen. Es hätte keine bessere Werbung für die Sportart geben können, als dem US Dream Team beim Zaubern zuzusehen. Seitdem war ich im Bann des Basketballs gefangen, zockte fast jeden Nachmittag auf dem Freiplatz bis es dunkel wurde, nahm an Streetball-Turnieren teil, saugte jede Zeile der im Handel erhältlichen Basketball-Magazine auf, tapezierte mein Zimmer mit NBA-Postern und sammelte NBA Trading Cards. Ebenso verpasste ich kaum ein Heimspiel von ALBA Berlin und „jump run“ auf Sat.1 mit Lou Richter gehörte zum festen Termin. Ich war verrückt nach Basketball.

Hatten Sie selbst einmal den Traum, ein Basketball-Profi zu werden?

Natürlich hatte ich wie jeder Junge in meinem Alter diesen Traum. Doch schloss ich mich erst in der B-Jugend dem organisierten Vereinssport an. Die basketballtechnische Förderung kam zu spät, um schließlich an der Spitze mitzumischen. Zudem hatte ich mit nur 1,89 m nicht die optimalen körperlichen Voraussetzungen, um als Flügelspieler ganz oben anzukommen.

Welche Begegnung im Basketball hat Sie am meisten inspiriert?

Ich würde gerne drei hervorheben. Das für mich erste herausragende Erlebnis war 1998 im Rahmen meines Highschool-Jahres in Minnesota, als ich Michael Jordan live spielen gesehen habe. Meine Gasteltern hatten Saisontickets für die Minnesota Timberwolves und nahmen mich mit zu den Spielen – so auch gegen die Chicago Bulls. Die Bulls gewannen, Jordan machte über 40 Punkte und ich war happy. Ich weiß noch, wie ich damals mit meiner großen Videokamera von einem Sicherheitsmann erwischt wurde, weil ich alles auf Tape festhalten wollte.

Das zweite für mich sehr beeindruckende Erlebnis war 2007 als ich im Staples Center von Los Angeles die Lakers gegen die Seattle Supersonics sah. Es war die Saison, in der Kobe Bryant in zehn Spielen 50 oder mehr Punkte erzielte. Ich hatte das Glück, eines davon live mitzuerleben. Unglaublich!

Das dritte inspirierende Erlebnis war die Europameisterschaft 2011 in Litauen und damit verbunden die persönlichen Aufeinandertreffen mit Dirk Nowitzki bei Interviews und PKs. Ich verfolgte vor Ort das gesamte Turnier und jeden Schritt des großen Blonden. Es war der Sommer, nachdem Dirk Nowitzki die NBA-Meisterschaft gewonnen hatte.

Welchen Anlass gab es für Sie, „Dein Weg zum Basketballprofi“ zu schreiben?

Es gab keinen konkreten Anlass, eher ein generelles Interesse für die Thematik. Als ich jung war, hätte ich mir einen Ratgeber wie diesen gewünscht. Mich wunderte, dass es dazu keine Literatur gab, die für jeden verfügbar war. Lediglich extra geförderte Talente konnten auf Verbandsebene in der Landesauswahl oder bei Nachwuchscamps des Deutschen Basketball Bundes von wertvollen Tipps der Coaches profitieren. Allen anderen blieben diese Tipps meist verwehrt. All die nützlichen Informationen als gebündeltes Werk für die breite Masse wiederzugeben, war meine Herausforderung. Die Idee hatte ich bereits 2011. Es dauerte schließlich fast sechs Jahre, dieses Projekt bis zur Veröffentlichung umzusetzen.

Wie ist es Ihnen gelungen, ein solches Buch zu schreiben, obwohl Sie nie die Erfahrungen gemacht haben, auf einem hohen Niveau zu spielen?

Diese Frage ist absolut berechtigt. Wie ich auch in der Einleitung meines Buches geschrieben habe, war meine Grundlage der Erfahrungsschatz und die Einschätzung von Profitrainern und -spielern, die tagtäglich mit der Materie zu tun haben, wie zum Beispiel Dirk Nowitzki, Dirk Bauermann oder Holger Geschwindner. Sie wissen, wie man Profi wird, weil sie es entweder selbst erlebt oder Talente dahin begleitet haben. Das, was ich von ihnen erfahren habe, habe ich zu Papier gebracht und daraus ist dieses Buch entstanden. Mein eigener Erfahrungsschatz als langjähriger Vereinsbasketballspieler, Basketballjournalist und Basketballathletiktrainer von Landesauswahlmannschaften, in der Nachwuchs Basketball Bundesliga und Kadern beim Deutschen Basketball Bund fließt natürlich ebenfalls mit in das Buch ein.

Cover des Buchs "Dein Weg zum Basketballprofi"

 

Alles zum Buch von Sebastian Finis:

Dein Weg zum Basketballprofi

ISBN: 978-3-8403-7507-1

19,95 €

 

Hier geht es zur Leseprobe.

 

© Fotos Sebastian Finis