Ein korrekt abgesetzter Notruf sorgt für schnelle Hilfe

Rettungseinsätze zum Jahresende

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Ruhig und besonnen handeln: Ein richtig abgesetzter Notruf sorgt dafür, dass schnell Hilfe kommt.

Ein richtig abgesetzter Notruf kann Leben retten, auch und gerade zum Jahreswechsel. Darauf weist die Björn Steiger Stiftung, die sich bundesweit für eine bessere Notfallhilfe einsetzt, mit Blick auf die Silvesternacht hin. „Gerade zur Jahreswende steigt das Risiko von Unfällen und Notfällen“, sagt Ulrich Schreiner, Geschäftsführer im Bereich Rettungsdienst der Björn Steiger Stiftung. Ursachen seien unter anderem der Umgang mit Feuerwerkskörpern, der erhöhte Alkoholkonsum und dass Feiernde in großen Menschenmengen aufeinandertreffen. Kommt es dann zu einem Notfall, ist richtiges Handeln gefragt. „Jetzt gilt es Ruhe zu bewahren, besonnen zu handeln und die 112 zu wählen“, rät Schreiner. „Im Ernstfall spart ein schnell und korrekt abgesetzter Notruf wertvolle Zeit.“

Durch die 112 wird der Kontakt zum Disponenten der nächsten Leitstelle hergestellt, der alle Rettungseinsätze koordiniert. Dann sollte der Anrufer die folgenden Fragen möglichst präzise beantworten: Wo ist der Notfall passiert? Was ist geschehen? Wie viele Personen sind verletzt? Welche Verletzungen haben die Betroffenen? „Wichtig ist noch auf weitere Fragen oder Anweisungen zu warten statt sofort aufzulegen“, sagt Schreiner. Der Disponent könnte noch Nachfragen zum Notfall haben, die die Rettung erleichtern.

Anhand dieses Fragenkatalogs versucht der Disponent die Lage einzuschätzen, um die notwendige Hilfe in die Wege zu leiten. Dafür muss der Notfallort möglichst exakt angegeben werden. Es geht darum, den anrückenden Helfern markante Orientierungspunkte zu liefern, sodass sie den Notfallpatienten möglichst schnell finden. Falls weitere Personen am Unfallort sind, können sie als Einweiser unterstützen und die Retter bis zum Ziel weiterlotsen.

Sind die Rettungskräfte an Silvester aber generell überlastet? „Nein“, sagt Ulrich Schreiner, „denn zum Jahreswechsel werden die sogenannten rettungsdienstlichen Vorhaltungen angepasst.“ Das bedeutet: Die Rettungsdienste bereiten sich auf eine größere Zahl von Einsätzen vor und teilen daher in ihren Leitstellen und im Einsatzdienst mehr Personal und Rettungsmittel wie Rettungswagen zur Arbeit ein. In Kombination mit richtig abgesetzten Notrufen kann so auch in der Silvesternacht bestmögliche Notfallhilfe geleistet werden.

Der Notruf ist seit jeher ein wichtiges Thema der Björn Steiger Stiftung. Ein zentrales Anliegen war die bundesweite, flächendeckende Einführung der Notrufnummern 110 und 112. Eine Klage gegen das Land Baden-Württemberg im Juli 1973 verschaffte dem Anliegen der Stiftung große Aufmerksamkeit. Den Prozess verlor die Björn Steiger Stiftung zwar, aber der Druck der Öffentlichkeit zwang die Politik zum Handeln. Im September 1973 wurde dann die bundesweite Einführung beschlossen.

Björn Steiger Stiftung

Auf dem Heimweg vom Schwimmbad wurde der achtjährige Björn Steiger von einem Auto erfasst. Es dauerte fast eine Stunde bis der Krankenwagen eintraf. Björn starb am 3. Mai 1969 nicht an seinen Verletzungen, er starb am Schock. Seine Eltern Ute und Siegfried Steiger gründeten daraufhin am 7. Juli 1969 die Björn Steiger Stiftung als gemeinnützige Organisation mit dem Ziel die deutsche Notfallhilfe zu verbessern. Meilensteine dieses Engagements sind z. B. die Einführung der bundesweit kostenfreien Notrufnummer 110/112, der Aufbau der Notruftelefonnetze an deutschen Straßen, die Einführung des Sprechfunks im Krankenwagen, Aufbau der Luftrettung oder die Einführung der kostenlosen Handyortung bei Notruf. Aktuelle Initiativen widmen sich insbesondere dem Kampf gegen den Herztod, der Breitenausbildung in Wiederbelebung, der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für den Notfall und dem Frühgeborenentransport.

Kontakt
Björn Steiger Stiftung
Tobias Langenbach
Max-Eyth-Straße 7
71364 Winnenden
+49 7195-30 55-215
t.langenbach@steiger-stiftung.de
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