Plastikkarten mit Chip haben viele Vorteile gegenüber anderen Kartensystemen wie beispielsweise den Prägekarten (Kreditkarte) oder Magnetstreifenkarten (Euroscheckkarte). Auch gegenüber Plastikkarten mit optischen Datenträgern (Drexsler- und Hologrammkarten) haben Plastikkarten mit Chip einige herausstechende Qualitätsmerkmale. So verfügen Plastikkarten mit Chip über einen vergleichsweise großen Speicherraum, der wiederbeschrieben werden kann (bis zu 256 kB). Zudem kann bei den Plastikkarten mit Chip die Fälschungssicherheit als sehr hoch eingestuft werden.
Außerdem sind auf den Plastikkarten mit Chip multifunktionale Anwendungen möglich, was im Umkehrschluss bedeutet, dass unterschiedliche Anwendungen mit einer Karte in die Tat umgesetzt werden können. Außerdem können die Daten der Speicherkarten mit Chip nicht durch Magnetfelder in Mitleidenschaft gezogen werden.
Ferner sind die Plastikkarten mit Chip auch für die Zukunft gerüstet, da man nur die Chipkarten ersetzen muss, wenn neue Kartenchips auf den Markt kommen. Unverändert bleibt nämlich das restliche System. Zudem ist es unkompliziert realisierbar, neue Algorithmen und Protokolle einzuführen, weil man dann lediglich die Software der Plastikkarten mit Chips und der Schreib-/Lesegeräte substituieren muss.
Um die Plastikkarten herzustellen, benötigt man natürlich auch entsprechende Kartendrucker. Diese Kartendrucker wiederum arbeiten mit unterschiedlichen Drucktechnologien. Hier kommen drei Optionen zum Einsatz, um die Plastikkarten herzustellen. Da wäre zum einen der Thermotransferdruck, der der Thermosublimationsdruck und der Re-Transferdruck. So erhitzt man beim Thermotransferdruck eine monochrome Spezial-Farbfolie unter dem thermischen Druckkopf des Kartendruckers. Der Druckkopf besitzt hier eine Auflösung von 300 dpi. Die Farbstoffschicht der Farbfolie schmilzt, wenn das Farbband erhitzt wird. Im Anschluss daran überträgt sich die Farbschicht dann auf die Oberfläche der Plastikkarten.
Ähnlich wie der Thermotransferdruck geht auch Thermosublimationsdruck von statten. Allerdings wird das Farbband bei dieser Druckvariante derart großer Hitze ausgesetzt, dass die Farbschicht für einen kleinen Moment einen gasförmigen Aggregatzustand einnimmt. Dieser Farbdampf setzt sich dann auf die Oberfläche der Plastikkarten ab. Beim Re-Transferdruck hingegen erfolgt der Druck nicht sofort auf die Plastikkarten, sondern auf einen so genannten Re-Transferfilm. Anschließend wird diese transparente Polyesterfolie dann auf die Karte gebracht.
