Kulturstaatsminister Bernd Neumann: Museum Folkwang ist großartiges Beispiel für Mäzenatentum

Berlin (pressrelations) –

Kulturstaatsminister Bernd Neumann: Museum Folkwang ist großartiges Beispiel für Mäzenatentum

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat heute den Neubau des Museum Folkwang in Essen eröffnet. In seiner Rede betonte der Staatsminister:

„Der Stadt Essen und allen Besuchern des Folkwang Museums wurde mit diesem einzigartigen Neubau ein großartiges Haus für die Kunst geschenkt. Dies haben wir heute wie bereits bei der Gründung des Museums eindrucksvollem mäzenatischen Wirken zu verdanken. Professor Berthold Beitz, auf dessen Initiative die Finanzierung des gesamten Neubaus durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung erfolgte, ist herzlich Dank zu sagen. Privates Engagement wie das dieser Stiftung ist jedoch in der Kultur nicht beliebig wiederholbar, und es darf auf keinen Fall dazu führen, dass sich die öffentliche Hand aus der Förderung zurückzieht. Denn gerade Museen haben eine große politische, gesellschaftliche und auch eminent wirtschaftliche Bedeutung.“ Der Kulturstaatsminister verwies auch auf den besonderen Stellenwert von Kultur für den Strukturwandel des Ruhrgebiets: „Dass das Motto der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 `Wandel durch Kultur Kultur durch Wandel` vom Gründer des Folkwang Museums, Karl Ernst Osthaus, stammt, ist ein besonderes Zeichen für die kreative Kraft, die das Ruhrgebiet aus seiner Vergangenheit für die Gestaltung der Zukunft ziehen kann.“

Das Folkwang Museum wurde 1902 als erstes Museum für zeitgenössische Kunst in Europa in Hagen gegründet. Mit der Verlegung des Museums im Jahr 1922 nach Essen schloss der Museumsverein mit der Stadt einen Vertrag und übertrug ihr die Hälfte am Eigentum der Sammlung. Zum Folkwang Museum, das heute zu den bedeutendsten Kunstmuseen in Deutschland zählt, gehören herausragende Sammlungen zur Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts, der Klassischen Moderne und der Kunst nach 1945. Daneben wurde 1979 die Fotografische Sammlung eingerichtet, die heute als eine der wichtigsten ihrer Art in Europa gilt. Das Deutsche Plakat Museum wurde dem Museum als neue Abteilung angegliedert. Ab 2010 wird darüber hinaus die Abteilung für Bildung und Vermittlung hinzukommen.

Der Neubau des Museum Folkwang wurde von David Chipperfield konzipiert und mit einem Betrag von 55 Millionen Euro durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung als alleiniger Förderin finanziert. Der Bau ergänzt den bestehenden, denkmalgeschützten Altbau um ein Ensemble von sechs Baukörpern und vier Innenhöfen, Gärten und Wandelhallen. Auf insgesamt 7.000 m² Ausstellungsfläche ermöglicht das Museum die Auseinandersetzung mit den verschiedensten Formen der Kunst.

Weitere Informationen unter: www.museum-folkwang.de/

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GRÜNE fordern stärkeren Einsatz für Breitbandausbau

Wiesbaden (pressrelations) –

GRÜNE fordern stärkeren Einsatz für Breitbandausbau

Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kritisiert, dass die Förderung des Ausbaus eines leistungsfähigen Breitbandnetzes in Hessen jahrelang vernachlässigt wurde. „Bis zum Jahr 2007 hat sich die HessenAgentur trotz zahlreicher Initiativen betroffener Kommunen darauf beschränkt, Informationsveranstaltungen durchzuführen und ansonsten auf die Kräfte des Marktes zu vertrauen. Das reicht nicht aus“, stellt der für Landesplanung zuständige Abgeordnete der GRÜNEN, Kai Klose, fest.

„Der Aufbau eines leistungsfähigen Breitbandnetzes ist heute Teil der Daseinsvorsorge. Er bringt wichtige ökonomische Impulse und ist eine zentrale Voraussetzung für zukünftige Prosperität. Wir müssen aber feststellen, dass gerade in diesem Bereich das marktradikale Mantra, der Profitanreiz regele das vorhandene Defizit schon privatwirtschaftlich, nicht greift. Das liegt schlicht und einfach daran, dass mit der Breitbandversorgung dünn besiedelter Gebiete – wenn überhaupt – nur auf lange Sicht Profite erzielt werden können, gleichzeitig aber große Risiken verbunden sind.“

DIE GRÜNEN fordern Wirtschaftsminister Posch (FDP) auf, die 30 Millionen Euro, die vor allem die CDU einem vollkommen überdimensionierten Wolkenkuckucksresort Beberbeck hinterherwerfen wolle, beispielsweise in den Breitbandausbau zu stecken. „Sie täten der Bevölkerung und der wirtschaftlichen Entwicklung in Nordhessen einen weitaus größeren Gefallen“, ist sich Kai Klose sicher.

Pressestelle der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Hessischen Landtag
Pressesprecherin: Elke Cezanne

Schlossplatz 1-3; 65183 Wiesbaden
Fon: 0611/350597; Fax: 0611/350601
Mail: gruene@ltg.hessen.de
Web: http://www.gruene-fraktion-hessen.de

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Jetzt Pickerlwechsel in Österreich, der Schweiz und Tschechien

München (pressrelations) –

Jetzt Pickerlwechsel in Österreich, der Schweiz und Tschechien

  • Maut
  • ADAC: Ab 1. Februar an neue Jahresvignette denken

Wer in den nächsten Tagen nach Österreich, in die Schweiz oder nach Tschechien fährt, sollte eine gültige Vignette besitzen. Die Jahresvignetten 2009 laufen am 31. Januar ab. Wer ab dem 1. Februar mit der alten Vignette in eine Kontrolle gerät, riskiert eine empfindliche Geldbuße.

Die österreichische Jahresvignette für Pkw kostet 76,20 Euro. Der Preis für eine Zwei-Monatsvignette beträgt 22,90. Für das Zehn-Tagespickerl muss man 7,90 Euro zahlen. Motorradfahrer erhalten die Jahresvignette 2010 für 30,40 Euro, die Zwei-Monatsvignette für 11,50 Euro und die Zehn-Tagesvignette für 4,50 Euro.
Bei Motorrädern ist die Vignette sichtbar an einem nicht oder nur schwer zu entfernenden Teil des Motorrads anzubringen. Im Pkw muss die Vignette an die Innenseite der Windschutzscheibe, etwa am linken Rand, oder hinter den Rückspiegel geklebt werden. Das Anbringen auf einer nicht versenkbaren, linken vorderen Seitenscheibe ist laut Mautordnung nicht gestattet. Wer auf der Autobahn oder mautpflichtigen Schnellstraße ohne Vignette unterwegs ist, muss im Extremfall mit einer Geldstrafe von 3000 Euro rechnen. Nur Pickerlsünder, die an Ort und Stelle eine Ersatzmaut von 120 Euro entrichten, bleiben straffrei.
Auto- und Motorradfahrer, die die Schweizer Autobahnen und Schnellstrassen benutzen möchten, zahlen für eine Jahresvignette 27,50 Euro. Ohne gültige Vignette droht eine Geldbuße von 65 Euro.
Die tschechische Jahresvignette für Pkw bis zu 3,5 Tonnen kostet 47 Euro, die Monatsvignette 14 Euro und die Zehn-Tagesvignette, die erstmalig die Sieben-Tagesvignette ablöst, zehn Euro. Wer ohne gültige Vignette unterwegs ist, zahlt umgerechnet rund 200 Euro Strafe.
Motorräder sind nicht vignettenpflichtig.

Vignetten für Österreich, Tschechien und der Schweiz sind in allen ADAC-Geschäftsstellen, ADAC-Vertretungen und im Internet unter www.adac/shop.de erhältlich.

Rückfragen:
Regina Ammel
089/7676-3475

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Abkassieren mit den Autobahnen

München (pressrelations) –

Abkassieren mit den Autobahnen

  • Pkw-Maut
  • ADAC: Betriebskosten verschlingen 20 Prozent der Maut-Einnahmen

Der ADAC erteilt den wiederholten Vorstößen aus Politik und Wirtschaft nach Einführung einer Pkw-Maut in Deutschland eine entschiedene Absage. „Maut-Befürworter wie der Präsident des Verkehrsgerichtstages Kay Nehm irren gewaltig, wenn sie für eine Straßennutzungsgebühr eintreten“, so ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar. „Es ist ein billiges Argument, mit einer Maut auch ausländische Pkw-Fahrer abkassieren zu wollen, denn sie werden es längst. Was immer vergessen wird: Eine Pkw-Maut in Deutschland träfe vor allem die deutschen Autofahrer, denn sie würden finanziell noch stärker belastet, als dies heute schon der Fall ist. Der ADAC wird alles in seiner Macht stehende tun, diese Ungerechtigkeit zu verhindern“, so Becker weiter. Nach Informationen des Clubs wird über eine Maut nicht nur auf dem Verkehrsgerichtstag diskutiert, auch eine Kommission der Bundesregierung befasst sich seit geraumer Zeit mit möglichen Modellen eines künftigen Wegezolls. Zudem will Baden-Württembergs designierter Ministerpräsident Mappus mit aller Macht eine Maut-Initiative auf den Weg bringen.
Laut ADAC gibt es jedoch kein einziges Argument, das eine Maut rechtfertigt ? im Gegenteil. So zielt das unter Maut-Befürwortern beliebte Argument, ausländische Pkw-Fahrer für die Nutzung der Autobahnen zur Kasse zu bitten, ins Leere. Ausländer bezahlen über die beim Tanken in Deutschland anfallende Mineralölsteuer doppelt so viel wie sie an Kosten verursachen. Somit zählt diese Nutzergruppe bereits heute zu den Nettozahlern in den deutschen Bundeshaushalt. Nicht realisierbar ist zudem die Zusage der Maut-Anhänger, wonach ausländische Pkw-Fahrer 20 Prozent der Maut-Einnahmen erbringen können, da ihr Anteil an der Gesamtfahrleistung auf deutschen Autobahnen lediglich bei fünf Prozent liegt.
Die im Zusammenhang mit einer Maut-Einführung diskutierte finanzielle Entlastung der Autofahrer an anderer Stelle ist nach Ansicht des ADAC unrealistisch. Vielmehr geht es dem Staat darum, angesichts gähnender Leere in den Kassen eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschließen. Auch in puncto Effizienz ist die jetzige finanzielle Beteiligung der Autofahrer über Mineralöl- und Kfz-Steuer einer Nutzungsgebühr klar überlegen. Während etwa die Erhebung der Mineralölsteuer den Staat praktisch kein Geld kostet, müssten von den möglichen Maut-Einnahmen rund ein Fünftel für Betrieb und Unterhalt eines Erfassungssystems aufgewendet werden.
Fatale Folgen hätte eine Autobahngebühr für die Sicherheit auf Deutschlands Straßen. Würde nur jeder fünfte Autofahrer statt der Autobahn die Landstraße benutzen, wären jährlich 350 Verkehrstote und 13 000 Verletzte zusätzlich zu beklagen.

Rückfragen:
Andreas Hölzel
089/7676-5387

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