Kardio-CT mit Risiken

Strahlenbelastung begünstigt zusätzliche Krebsfälle

sup.- Wie hoch das Risiko für Patienten ist, einen Herzinfarkt zu erleiden, lässt sich durch eine Koronarkalkmessung bestimmen. Als Untersuchungsmethode wird hierzu zunehmend die Computer-Tomographie (Kardio-CT) eingesetzt. Die Kardio-CT ist für den Patienten wesentlich angenehmer als eine invasive Herzkatheter-Untersuchung, birgt aber durch die Strahlenbelastung auch Risiken. Darauf weisen Dr. Kwang Pyo Kim vom amerikanischen National Cancer Institute in Bethesda und seine Kollegen in den “Archives of Internal Medicine” hin. Für ihre Studie gingen die Autoren von einer Kardio-CT alle fünf Jahre mit einer mittleren Strahlenbelastung von 2,3 mSv aus. Bei Männern im Alter zwischen 45 und 75 Jahren müsste man dann mit 42 zusätzlichen Krebsfällen pro 100.000 Teilnehmern rechnen. Bei Frauen zwischen 55 und 75 Jahren sind sogar 62 weitere Krebserkrankungen zu erwarten.
Ein einmaliges Herzscreening von 50 Mio. Menschen könnte zwar bei ausgeprägten Kalkträgern, eine anschließende perfekte Medikamenteneinstellung vorausgesetzt, 24.000 Todesfälle und außerdem noch 96.000 andere Herzereignisse verhindern. Aber als Preis für diesen Gewinn fürs Herz würden etwa 5.600 Patienten ein strahlenbedingtes Krebsleiden entwickeln, so die US-Forscher. Anders sieht dies bei einem Herzcheck mit einer kontrastverstärkten Magnetresonanz-Tomographie (Kardio-MRT) aus. Bei dieser modernen Untersuchungsmethode wird nicht mit Strahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen gearbeitet, die für den Patienten unbedenklich sind. Eine Kardio-MRT ist allerdings auch deutlich teurer als eine Kardio-CT und kommt deshalb seltener zum Einsatz.
Bildzeile: Mit einer kontrastverstärkten Kardio-MRT können sehr aussagefähige Schnittbilder vom Herzen erzeugt werden.

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