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Kinderfreundliches Deutschland Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft

Kinderfreundliches Deutschland Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft

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Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert zu Jahresbeginn nachdrücklich an die nächste Bundesregierung, wirksame Maßnahmen für ein kinderfreundliches Deutschland auf den Weg zu bringen. Dazu spricht sich der Verband für Änderungen des Grundgesetzes, eine aktive Politik zur Überwindung der Kinderarmut, eine konsequente Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auch für geflüchtete Kinder sowie eine deutliche Stärkung des Bildungssektors in Deutschland aus.

„Wirksame Maßnahmen für ein kinderfreundliches Deutschland gehören auf der politischen Agenda ganz nach oben, sonst riskieren wir nichts weniger als die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Obwohl Kinderfreundlichkeit in Sonntagsreden immer wieder beschworen wird, kommt der Kinder- und Jugendpolitik nicht der Stellenwert zu, den dieses Zukunftsthema verdient. Kinderfreundlichkeit muss in der kommenden Legislaturperiode zu einer Leitlinie von Politik werden, um unsere Gesellschaft zukunftsweisend und nachhaltig zu gestalten. Die Politik hat entscheidenden Anteil und Verantwortung für die Gestaltung einer kinderfreundlichen, und damit zukunftsfähigen Gesellschaft, denn sie setzt die Rahmenbedingungen für das Aufwachsen von Kindern. Deshalb erwarten wir von der nächsten Bundesregierung deutliche Akzente zur vollständigen Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland“, betont Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert, baldmöglichst das Grundgesetz entsprechend dem in der UN-Kinderrechtskonvention verankerten Kernprinzip des Kindeswohls zu ändern. Dazu gehört die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz, eine Absenkung des Wahlalters bei Bundestags- und Europawahlen auf 16 Jahre und die Abschaffung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Ländern im allgemeinen Bildungsbereich. Zur Überwindung der Kinderarmut in Deutschland spricht sich das Deutsche Kinderhilfswerk für einen Bundesweiten Aktionsplan aus, der mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist und ressortübergreifend an allen gesellschaftlichen Handlungsfeldern ansetzt. Um die Situation von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu verbessern, fordert das Deutsche Kinderhilfswerk, den Vorrang des Kindeswohls auch für Flüchtlingskinder konsequent umzusetzen. Dazu sollte nicht zuletzt ein gesetzlicher Anspruch auf familiäres Zusammenleben für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge anerkannt werden.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 45 Jahren als Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland bundesweit für die Rechte der Kinder und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

Kontakt
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hkk-Studie: Männer leiden unter dem Spagat zwischen Beruf und Vaterrolle

(Mynewsdesk) Nur jeder dritte Vater geht in Elternzeit – und das trotz staatlicher finanzieller Anreize. Die Mehrheit davon entscheidet sich dann auch nur für die „Sparvariante“, das Minimum von zwei Monaten. Das ist das Ergebnis einer bundesweit repräsentativen Untersuchung der hkk Krankenkasse. Studienleiter Dr. Bernard Braun vom Bremer Institut für Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung (BIAG): „Kein Wunder, dass sich Väter auch heutzutage in Sachen Elternzeit in Zurückhaltung üben. Denn um eine aktive Vaterrolle leben zu können, fehlt häufig die Unterstützung durch den Arbeitgeber.“

Positiver Wandel der Vaterrolle

Väter sind der Meinung, dass sich ihre Rolle zum Positiven geändert hat. Im Vergleich zu ihren eigenen Vätern verbringen sie mehr Zeit mit ihren Kindern und übernehmen dabei mehr Verantwortung. Dennoch gaben über 80 Prozent der Befragten an, dass sie sich noch mehr Zeit mit den Kindern wünschen. Tatsächlich ist es so, dass Väter immer noch mehr als die Hälfte des Tages an ihrem Arbeitsplatz verbringen und nur 14 Prozent des Tages aktiv mit ihrem Kind. Mütter wenden hingegen mehr als die Hälfte des Tages für die Versorgung ihres Nachwuchses auf. Weit weniger Zeit (31 Prozent) verbringen die Mütter, nach Einschätzung der Väter, in ihrem Beruf. Fragt man Väter, wie sie ihre Rolle im Vergleich zur Mutter einschätzen, messen sie ihrer Partnerin als Vertrauensperson und Erzieherin für die Kinder immer noch eine größere Bedeutung bei. Als Versorger und Spielkamerad sehen sie sich hingegen auf Augenhöhe mit den Müttern.

Männer gehen nicht in Elternzeit, weil die Mutter zu wenig verdient

Die Tatsache, dass Frauen tendenziell weniger verdienen, führt dazu, dass Männer sich gegen oder nur für eine sehr kurze Elternzeit entscheiden. Dr. Braun: „Hinzu kommt, dass Frauen häufiger in Teilzeit beschäftigt sind und deshalb nicht alleine für das Familieneinkommen sorgen können.“ Familienpolitisch müssten die beruflichen Rahmenbedingungen für Mütter stärker in den Fokus gerückt und verbessert werden. Erst dann könnten Väter ihre Rolle stärker leben. „Der Wunsch ist da, die Rahmenbedingungen noch nicht“, so Dr. Braun.

Väter mit kleinen Kindern sind extrem gestresst

Dass die Rahmenbedingungen für junge Väter nicht optimal sind, zeigt sich auch bei der Messung des Stresslevels. Knapp die Hälfte aller Väter, deren jüngstes Kind unter sechs Jahre alt ist, zeigt ein signifikant höheres Stressniveau als Väter, deren jüngstes Kind bereits sieben Jahre und älter ist. Zeit zum Stressabbau finden junge Väter wohl auch nur selten. Etwa 49 Prozent der Väter mit ganz kleinen Kindern (0 bis 3 Jahre) treibt während der Woche keinen Sport. hkk-Bereichsleiter Versorgungsmanagement Dr. Christoph Vauth: „Sieben von zehn aller befragten Väter bewegen sich weniger als zwei Stunden in der Woche. Das ist aus gesundheitlicher Sicht sehr bedenklich. Eine regelmäßige und moderate sportliche Aktivität reguliert nicht nur Stress, sondern hat auch eine schützende Wirkung gegen eine Vielzahl von Erkrankungen, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Übergewicht.“ Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Erwachsene wöchentlich mindestens 2,5 Stunden körperlich aktiv sein. hkk-Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Ritter: „Körperliche Aktivität ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Wirksamer Gesundheitsschutz setzt sich einerseits zusammen aus Verhaltensprävention, wie etwa Sport und Entspannungskursen, sowie andererseits aus Verhältnisprävention am Arbeitsplatz. Betriebe können Väter unterstützen, indem sie beispielsweise, dort wo es möglich ist, Arbeitszeitmodelle anbieten, die speziell auf die Bedürfnisse junger Väter abgestimmt sind. „Diese müssen zwar individuell und sehr sorgfältig geplant werden, damit betriebliche Abläufe nicht ins Stocken geraten, aber sie sind weitaus besser kalkulierbar als beispielsweise Ausfälle wegen Krankheit“, so Ritter.

Elternzeit nicht in allen Branchen gleichermaßen akzeptiert

Im Branchenvergleich hinsichtlich der Akzeptanz von Elternzeit zeigen sich gravierende Unterschiede. Hohe Anerkennung und weite Verbreitung der Elternzeit finden sich im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der IT- und Telekommunikationsbranche. Im Handel und im Baugewerbe ist das Verständnis hingegen besonders gering. Die Betreuung eines Kindes oder die Pflege eines kranken Kindes werden in diesem Arbeitsumfeld kaum gebilligt. Dr. Braun: „Nach wie vor fehlt in vielen Betrieben das Verständnis für Väter, die ihr krankes Kind pflegen oder sich während der Ferienzeit aktiv um ihre Kindern kümmern möchten. Dabei besteht dringender Nachholbedarf.“ So wünschen sich 41 Prozent der Väter vom Arbeitgeber mehr Unterstützung; beispielsweise in Form von flexibleren Arbeitszeiten und besseren Möglichkeiten zur Kinderbetreuung. hkk-Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Ritter fordert deshalb die Abkehr vom alten Rollenverständnis in Unternehmen: „Dabei sind Führungskräfte besonders gefragt. Sie müssen mit gutem Beispiel vorangehen und ihrerseits Eltern- sowie Erziehungszeiten in Anspruch nehmen.“ Voraussetzung dafür sei eine Betriebskultur, die es erlaubt, Arbeitszeitmodelle wie etwa Home-Office und Teilzeit offen zu diskutieren. Dies wäre insbesondere in Branchen, in denen Elternzeit für Väter bislang keine große Rolle spielt, ein wichtiger Schritt.

hkk-Studie

Im Auftrag der hkk wurden 924 gesetzlich krankenversicherte und erwerbstätige Väter im Alter zwischen 25 und 55 Jahren zu ihrer Vaterschaft befragt. Die Ausgangsthese des aktuelle hkk-Gesundheitsreports „Junge Väter im Erwerbsleben“ war, dass junge Väter ein deutlich moderneres Vaterbild haben und leben als ihre älteren Kollegen. Dabei wurde unter anderem untersucht, ob Väter ihre Rolle wirklich aktiver ausleben und tendenziell mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Zudem prüften die Wissenschaftler, welche Auswirkungen gesellschaftliche und betriebliche Rahmenbedingungen in diesem Zusammenhang haben.

Fehlzeitenreport 2017: Krankenstand bleibt auf gleichem Niveau

Der Fehlzeitenreport wertet auch den Krankenstand der erwerbstätigen hkk-Mitglieder aus. Insgesamt lag die Betroffenenquote im Jahr 2016 bei 50,9 Prozent. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte aller Beschäftigten waren 2016 mindestens einmal krankgeschrieben. Der Krankenstand blieb mit 3,7 Prozent unverändert gegenüber dem Jahr 2015. Damit waren an jedem Tag des Jahres durchschnittlich 37 von 1.000 Erwerbstätigen krankgeschrieben. Die meisten Ausfalltage gingen auf das Konto der sogenannten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise Rückenschmerzen (319 Tage je 100 Versicherte). Psychische Erkrankungen sind auf Platz zwei. Mit rund 214 Fehltagen je 100 Versicherte sind die Seelenleiden 2016 um 47 Prozentpunkte gestiegen (2015: 167 Tage je 100 Versicherte). Auf Platz drei liegen Krankheiten des Atmungssystems. Hier sanken die Ausfalltage gegenüber dem Vorjahr von 213 auf 203 Tage je 100 Versicherte. Insgesamt dauerte eine Krankschreibung im Jahr 2016 im Schnitt 11,6 Tage – einen halben Tag länger als im Vorjahr.

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Über die hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse): Die hkk zählt mit mehr als 550.000 Versicherten (davon mehr als 420.000 beitragszahlende Mitglieder), 27 Geschäftsstellen und 2.000 Servicepunkten zu den großen gesetzlichen Krankenkassen. 2016 betrug ihr Wachstum mehr als 100.000 Kunden. Ihr stabiler Zusatzbeitrag von 0,59 Prozent (Gesamtbeitrag 15,19 Prozent) macht sie seit Jahren zur günstigsten deutschlandweit wählbaren Krankenkasse. hkk-Kunden können im Vergleich zum Kassendurchschnitt abhängig von ihrem Einkommen bis zu 266 Euro jährlich sparen; gegenüber einer Kasse mit 1,7 Prozent Zusatzbeitrag sogar bis zu 579 Euro. Auch die Extraleistungen übertreffen den Branchendurchschnitt: Unter anderem erstattet die hkk zusätzliche Leistungen im Wert von über 1.000 Euro je Versicherten und Jahr in den Bereichen Naturmedizin, Vorsorge und bei Schwangerschaft. Ergänzend fördert das hkk-Bonusprogramm Gesundheitsaktivitäten mit bis zu 250 Euro jährlich. Für einen weiterführenden Gesundheitsschutz erhalten hkk-Kunden private Zusatzangebote der LVM-Versicherung zu Sonderkonditionen. Die Verwaltungskosten der hkk liegen etwa 20 Prozent unter dem Branchendurchschnitt. Rund 900 Mitarbeiter(innen) betreuen ein Ausgabenvolumen von mehr als 1,3 Mrd. Euro.

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„Bedürfnisse der Männer wieder sichtbar machen“

Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter fordert Ende der Diskriminierung
und Neustart in der Geschlechter- und Familienpolitik/Anhörungsrecht für Männerlobby/Skandal um wissenschaftlich nicht belastbare PETRA-Studie: Bundesfamilienministeri

"Bedürfnisse der Männer wieder sichtbar machen"

Für einen Neustart in der Geschlechter- und Familienpolitik kämpft die IG Jungen, Männer und Väter. (Bildquelle: @Foto: Josef König für IG JMV)

BERLIN – Einen Neustart in der Geschlechter- und Familienpolitik hat die bundesweite Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter (IG JMV) gefordert. „Wir brauchen neue politische Strukturen und einen neu ausgerichteten geschlechterpolitischen Diskurs in Deutschland: Die Bedürfnisse der Männer müssen wieder sichtbar werden“, betonte Sprecher Gerd Riedmeier bei einem Pressegespräch am Freitag (30.09.16) im Haus der Bundespressekonferenz n Berlin (www.ig-jungen-männer-väter.de).
Der alleinige Blick auf ein Geschlecht ist laut Riedmeier historisch überholt. Frauen und Männer sollten in ihren jeweils unterschiedlichen, aber auch gemeinsamen Bedürfnissen wahrgenommen werden. In der Familienpolitik sollten Mütter und Väter Riedmeier zufolge gleichberechtigt behandelt werden, ein Kind das Recht auf Betreuung durch beide Eltern haben, sagt der 59-jährige zertifizierte Mediator aus dem bayerischen Wasserburg. Rund 200.000 Kinder sind bundesweit jährlich neu von Scheidung oder Trennung ihrer Eltern betroffen.
Die IG JMV fordert die Abkehr vom Leitbild der 1950er Jahre: Demnach gehörte das Kind nach der Trennung zur Mutter, der Vater zahlte. Junge Familien organisieren laut Riedmeier heute ganz selbstverständlich ihr Familienleben partnerschaftlich. Nach der Trennung finden sie sich jedoch in Strukturen wieder, die auf alte Zeiten zurückweisen. Hauptleidtragende seien oftmals die bundesweit 2,4 Mio. getrennt erziehenden Väter../.

Dem Bundesfamilienministerium fällt es laut Gerd Riedmeier schwer, die aufgelöste Paarbeziehung weiter als „System“ zu verstehen und anzuerkennen. „Dieser defizitäre Ansatz muss korrigiert werden“, fordert er. „Die Familie besteht aus dem Beziehungsgeflecht Vater – Mutter – Kind, unabhängig vom Bestehen einer Paarbeziehung.“
Ein offener Diskurs sei von der Politik nicht gewünscht. „Zeitgemäße und ganzheitliche Familienpolitik nimmt jedoch die Bedürfnisse von Müttern, Vätern und Kindern gleichermaßen ernst.“ Zu den Bereichen, in denen die Politik nachlegen muss, zählt Riedmeier gleiche Rechte und Pflichten für Mütter und Väter bei Kindesbetreuung und Barunterhalt, die steuerliche Anerkennung von Familien unabhängig vom Familienstand, eine angemessene Regelung des Scheinvater-Regresses bei „Kuckuckskindern“ sowie eine zeitgemäße Definition von Vaterschaft.
Doppelresidenz, Düsseldorfer Tabelle und Ehegattensplitting
So fordert die IG JMV das Recht der Eltern ein, gleichberechtigt getrennt zu erziehen (shared parenting). Kernforderung ist es, die Doppelresidenz als gesetzlichen Standard einzuführen. Damit soll es Familiengerichten ermöglicht werden, so Thomas Penttilä, 1. Vorsitzender von „Trennungsväter e. V.“ (Amberg/ www.trennungsvaeter.de ), die paritätische Betreuung – wie in anderen westlichen Ländern üblich – gegen den Willen von Elternteilen anzuordnen. Das bestehende Vetorecht desjenigen Elternteils, bei dem das Kind gemeldet ist, sei aufzuheben, so der 46-jährige selbstständige Handelsvertreter.
Die Düsseldorfer Tabelle, die auf Trennungen mit ausschließlicher Betreuung durch einen Elternteil und Barunterhalt durch den anderen abzielt, soll nach Ansicht von Andre Rossnagel, 2. Vorsitzender des Väter-Netzwerks (Stein bei Nürnberg/ www.vaeter-netzwerk.de ) durch ein „Rosenheimer Modell“ ersetzt werden. Dieses Modell setzt die zeitliche Betreuung und den Barunterhalt ins jeweilige Verhältnis. Rossnagel (46) fordert weiter, das Einkommensteuerrecht
für Familien unabhängig vom Ehestand zu ändern. Das Ehegattensplitting soll abgeschafft werden und durch Freibeträge ersetzt werden, so der dreifache Vater und Unternehmer.
Skandal um „PETRA“: Nur Mütter werden gehört
Jüngstes Beispiel für die Benachteiligung von Vätern sind die skandalösen Vorgänge um die PETRA-Studie „Kindeswohl und Umgangsrecht“ ( www.projekt-petra.de ), die seit 2015 formal das Wohl von Kindern nach Trennungen untersuchen sollte. Das Auftrag gebende Bundesfamilienministerium intervenierte im Sommer 2016 beim durchführenden Institut der Universität Bremen und erwirkte, dass getrennt erziehende Väter faktisch nicht mehr gehört werden dürfen. Die Ergebnisse der Studie werden so zwangsläufig und vorsätzlich verzerrt: „Kindes-entfremdende Mütter dürfen gehört werden, die entsprechenden Väter dagegen nicht“, kritisiert Hartmut Wolters, 1. Vorsitzender des Väteraufbruchs für Kinder, Kreisverein Köln e. V. und Düsseldorfer Kreis, die Studie.
Der tendenziöse Forschungsansatz wird nach Einschätzung von Thomas Penttilä durch den einseitigen Einfluss der Mitwirkenden noch gesteigert. In Internetforen und sozialen Medien würde dazu aufgerufen, an der Studie teilzunehmen, um negativ über Väter und die gleichberechtigte Betreuung zu berichten. „Diesem Aufruf wird zahlreich Folge geleistet“, hat der Vorsitzende von Trennungsväter e. V. beobachtet. Sein Fazit: „Die Einflussnahme des Bundesfamilienministeriums lässt im Ergebnis eine verzerrte Studie befürchten, die wissenschaftlich nicht belastbar sein wird.“
„Zeit der stillen Väter ist vorbei“
Die IG JMV fordert die Bundesregierung auf, Männer nicht länger zu diskriminieren und verlangt ein angemessenes Mitspracherecht in allen relevanten politischen Prozessen. „Ich fühle mich als Vater durch Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) nicht vertreten“, sagt Andre Rossnagel.
Im Gegenteil: Als Vater empfinde er sich „vollkommen diskriminiert“ und nicht von der Politik wahrgenommen. Das Bundesfamilienministerium widme sich gerne und zu Recht Minderheiten, 20 Mio. aktive Väter und ihre Belange blieben jedoch außen vor. „Das muss sich ändern. Die Zeit der Stille von Vätern ist vorbei!“, so Rossnagel.
Anhörungsrecht gefordert
Männer haben nach Ansicht von Gerd Riedmeier in der aktuellen Politik wenig Gelegenheit, ihre legitimen Interessen zu vertreten. Das zuständige Bundesministerium schließe Männer zwischen 20 und 65 Jahren bereits in seinem Namen aus: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Auch würden authentische Männervertreter weder durch das Bundesministerium noch durch die Ausschüsse des Deutschen Bundestages gehört. „Die Bedürfnisse der Männer werden unsichtbar gemacht.“ Deshalb fordert die IG, einen „Runden Tisch“ auf der Ebene des zuständigen Bundesfamilienministeriums einzurichten und einen kontinuierlichen und institutionalisierten Dialog zwischen dem Ministerium und der IG Jungen, Männer und Väter zu beginnen.
Politik für Chancengleichheit
Es bedarf laut Thomas Walter, 1. Vorsitzender von Manndat e. V. (Erlangen, www.manndat.de ) eines ganzheitlichen Ansatzes im geschlechterpolitischen Diskurs. Die IG JVM sieht zeitgemäße Geschlechterpolitik als „Politik für Chancengleichheit“. Diese Chancengleichheit werde bereits im Bildungssystem verletzt. Jungen gelten laut Walter derzeit als „Bildungsverlierer“. Ein Grund dafür sei u. a. das Fehlen von männlichen Lehrkräften im Vorschul- und Grundschulbereich. Weiter sei ein Männergesundheitsbericht in Ergänzung der zahlreichen Frauengesundheitsberichte nötig. Beim Thema häusliche Gewalt gelte es, so der 48-jährige Diplom-Informatiker, die bestehende einseitige Parteinahme aufzugeben und Hilfsangebote für beide Geschlechter zu institutionalisieren.

Bildtext:
Wollen sich bei Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) Gehör verschaffen: Gerd Riedmeier (von links), Sprecher der bundesweiten Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter, und seine Mitstreiter Thomas Walter (Manndat e. V./Erlangen), Andre Rossnagel (Väter-Netzwerk/Stein b. Nürnberg) und Thomas Penttilä (Trennungsväter, Auerbach/Opf.) kämpfen für einen Neustart in der Geschlechterpolitik.
(Foto: Josef König für IG JMV/honorarfrei)

-Über die IG Jungen, Männer und Väter
Die überparteilich agierende IG JMV vereint zahlreiche bundesweit aktive Männer- und Väterinitiativen mit über 1.000 Mitgliedern. Ein besonderes Anliegen ist die Vertretung der Interessen von rund 2,4 Millionen getrennt erziehenden Vätern. Zu den Gründern der Initiative gehören das Forum Soziale Inklusion e. V. (Wasserburg), Düsseldorfer Kreis/Väteraufbruch für Kinder e. V. Köln, Manndat e. V. (Stuttgart/Hamburg), Trennungsväter e. V. (Auerbach/Opf.) und das Väter-Netzwerk e. V. (Stein bei Nürnberg). Die IG JMV hat zwei Positionspapiere mit ihren Forderungen als Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2017 formuliert, die den Präsidien aller im Bundestag vertretenen Parteien vorliegen:
-Standpunkte „Familienpolitik“
-Standpunkte „Geschlechterpolitik“

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Deutschland erstickt am Fachkräftewahn. Wege aus der Bildungskrise!

Der Club of Deduction stellt ein neues Bildungssystem vor, dessen Umsetzung das BIP um 65% steigert.

Deutschland erstickt am Fachkräftewahn. Wege aus der Bildungskrise!

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Lineare Bildung sowie die häufig fälschlich gefordert wie geförderte Überspezialisierung führt mittelbar zur Vergrauung des Farbspektrums der Gesellschaft. Überdies trägt die Praxis der Vergesamtung und Generalisierung im Bildungswesen mit zu der seit über einer Dekade bekannten Minderung intellektueller Leistungsfähigkeit der Gesamtgesellschaft bei (der Durchschnitts-IQ/BQ sinkt).

Kurz, wir degenerieren, sind weniger belastbar, werden schneller und häufiger krank.

Bildlich gesprochen erhofft sich unsere Gesellschaft durch den Zulauf von Wasser in ein leckgeschlagenes Becken den Wasserpegel konstant zu halten oder diesen zu erhöhen. Jedoch das Flicken eines Beckens ist meist schwieriger als ein neues zu errichten.

Überschreitet diese Entwicklung ihren natürlichen Rubikon, erleidet das System insgesamt einen Kollaps (das Becken bärstet). Ein ähnliches Schicksal steht auch dem Rentensystem und der Familien- bzw. Sozialpolitik bevor (entsprechende Lösungen wird der Club of Deduction / CoD zeitnah vorstellen).

Fazit: „Falsche Bildung macht krank, ebenso wie gar keine!“.

Die Lösung: Bildung 2.0

Das Grundschulsystem soll künftig früher beginnen, individuelle Befähigungen herausarbeiten und in einer Orientierungsklasse münden. Ferner wird ein genereller BQ-Test (Brillianess Quotient, entwickelt vom CoD zum Erfassen der individueller Befähigung, Neigungen und Talente jedes Einzelnen / Persönlichkeitsstruktogramm) eingeführt. Des Weiteren lösen Neigungsklassen den konventionellen Unterricht ab. Zudem wird das Lehrpersonal fortlaufend in Pädagogik und Psychologie weiterqualifiziert. Darüber hinaus erfolgt die Einführung von praxisnahem Regelunterricht und Fachunterricht geleitet durch externe Referenten / Dozenten aus Industrie, Handel und Wirtschaft, etc.

Ziel ist u. a. die direkte Vermittlung von Schülern sprich Arbeitskräften in ihre Wunschberufe ohne unnötige Bewerbungsphase. Außerdem wird die Fachspezialisierung abgestellt und es werden stattdessen Universalkräfte ausgebildet, auch und besonders um der Entwicklung einer schrumpfenden Gesellschaft Rechnung zu tragen (ergänzende Pressemitteilung in Kürze).

Ferner ist die Festlegung auf einen spezifischen Beruf für die Dauer des gesamten Arbeitslebens schädlich. Auch im Hinblick auf Gesundheit und Lebenszeit! Monotone Abläufe reduzieren die Zellneubildung und verkürzen somit das Leben. Zudem begünstigt die Monotonie des Alltags Suchterkrankungen (Tabakkonsum, Alkohol, Religion, etc.).

Das Bildungssystem des Club of Deduction sieht daher und auch um mit der Geschwindigkeit der gesellschaftlichen bzw. technischen Entwicklung Schritt zu halten, die berufliche Festlegung auf eine Dekade vor, sowie nebenberufliche Weiterbildungsexkurse für den gleitenden Übergang in den nächsten Berufs- bzw. Lebensabschnitt. Bei vollständiger Umsetzung des vom CoD erarbeiteten Bildungssystems sehen wir eine Steigerung des Bruttoinlandproduktes von 60%-65% ausgehend vom gegenwärtigen Niveau, bei gleichzeitiger Erhöhung von Lebenszeit und -qualität.

Für nähere Information hinsichtlich unsere Bildungssystems wenden Sie sich gerne an uns: presse@clubofdeduction.com

Gerne stehen wir Ihnen als Experten im Bereich Bildung sowie für Stellungnahmen und Interviews zur Verfügung.

Der Club of Deduction ist eine internationale Vereinigung von Höchstbegabten & ein Thinkpool. Er fördert Talente, Erfinder und extrem begabte Menschen.

Bisherige Meilensteine sind die Entdeckung & Beschreibung der Sinnsucht, sowie der Kausalogi bzw. der Unikausalogie als neue Wissenschaft, diverse Publikationen zur Struktur & Aufbau von Materie, Antimaterie sowie Theorien zur Natur & Funktion des Ethium Meridians, einem universellen Raumcluster, welcher als höchste Oberstruktur nach Uni- & Polyversum zu sehen ist. Weitere in der Entwicklung befindliche Erfindungen, Ideen & Theorien sind unter anderem globale Projekte wie OMNIS2025 (ein orbitales Segelsolarkraftwerk), Deep Defence Shield (Asteroidenabwehr) & X-Engines (elektromagnetische Co2-neutrale Motorentechnik), an dessen Realisierung der CoD arbeitet.

Ferner verstehen wir uns als Wissensförderer und Vermittler kulturellen Austausch‘, als solcher beraten wir Politik, Wirtschaft & informieren die Öffentlichkeit.

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Führungskräfte begrüßen Elterngeld Plus: Teilzeit spielt Schlüsselrolle

Für eine Stärkung von Teilzeitmodellen spricht sich der Führungskräfteverband ULA aus.

(Mynewsdesk) Die im Führungskräfteverband ULA zusammengeschlossenen Führungskräfte begrüßen die Pläne der Bundesregierung für die Flexibilisierung der Elterngeldregelungen. In Reaktion auf die Vorlage eines Eckpunktepapiers zum „Elterngeld Plus“ durch Bundesfamilienministerin Michaela Schwesig urteilt ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme: „Eine bessere Nutzbarkeit von Teilzeitangeboten in den ersten Jahren nach der Geburt eines Kindes ist ein Schlüssel zu einer guten Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Karriere.“ Das geplante Elterngeld Plus schaffe neue Optionen bei der Kombination von Arbeit und Kindererziehung und stärke damit auch die Wahlfreiheit der Eltern.

Durch die zeitliche Streckung des Elterngelds für teilzeitarbeitende Eltern soll sichergestellt werden, dass eine Verringerung der Arbeitszeit sich im Vergleich zu einer vollständigen Freistellung nicht nachteilig auf den Anspruch auf Elterngeld ausübt. „Jetzt ist es an den Unternehmen, die vorhandenen Modelle voll auszuschöpfen, das Potenzial der tariflichen und betrieblichen Vereinbarungen über alternative Arbeitszeitmodelle und Teilzeitangebote zu nutzen“, fordert Ramme.

Das Bedürfnis der Arbeitgeber nach Planungssicherheit und Planbarkeit bei Wünschen von arbeitenden Eltern bei einer vorübergehenden Arbeitszeitänderung erkennt die ULA ausdrücklich an. Aus Sicht des Verbandes kann dies aber im Gesetz über angemessene Ankündigungsfristen gelöst werden. Letztlich liege es auch im Interesse der Unternehmen, betont ULA-Hauptgeschäftsführer Ramme, dass insbesondere die gut qualifizierten Frauen in dem von ihnen gewünschten Umfang berufstätig sein können.

Der Anfang des Jahres veröffentlichte Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept der Bundesregierung hat deutlich gemacht, dass bis heute viele Eltern ihre Arbeitszeit in größerem Umfang reduzieren müssen, als sie dies eigentlich wünschen. Daher ist es aus Sicht des Führungskräfteverbandes für den Erfolg des Elterngelds Plus verzichtbar, dass auch bei den Betreuungsangeboten weiterhin Fortschritte erzielt werden. Ludger Ramme erläutert: „Dies gilt sowohl für die Quantität und Qualität als auch die zeitliche Flexibilität.“

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Der Führungskräfteverband ULA ist das politische Sprachrohr aller Führungskräfte in Deutschland. In Berlin und Brüssel vertritt der Verband ihre Interessen in der Arbeits-, Steuer-, Sozial- und Bildungspolitik gegenüber Regierung und Parlament. Mit zwölf Mitgliedsverbänden und insgesamt über 50.000 Mitgliedern bildet die ULA als Dachverband den größten Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland.

ULA Deutscher Führungskräfteverband
Timur Slapke
Kaiserdamm 31
14057 Berlin
030 3069630
slapke@ula.de
www.ula.de

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Bundestagswahl: Elterngeld nicht mehr auf Hartz IV anrechnen

Unter www.caritas-waehlt.de bewerten Bundestagskandidaten aus Württemberg familienpolitische Themen

Stuttgart, 16. September – Sogar in Baden-Württemberg sind 40 Prozent der Alleinerziehenden und 20 Prozent der Familien mit mehr als drei Kinder armutsgefährdet. Daher fordert die Caritas Rottenburg-Stuttgart im Vorfeld der Bundestagswahl, Sozialleistungen für Familien wie das Eltern- oder Kindergeld künftig nicht mehr auf Hartz IV anzurechen. Dies ist eine von sechs familienpolitischen Forderungen, die der katholische Wohlfahrtsverband sämtlichen Bundestagskandidaten in Württemberg zur Bewertung vorlegte. Die Kandidaten waren aufgefordert, ihre Haltung zu diesen aktuellen Themen darzulegen.

Leistungen wie das Bundeserziehungsgeld waren früher einmal als Honorierung für die Erziehung der Kinder gedacht. An dessen Stelle ist 2007 das Elterngeld getreten, das von da an den Lohnausfall ersetzen sollte. „Es fand ein Paradigmenwechsel statt, der absolut zu Lasten von Familien mit geringem Einkommen ging“, erklärt Prälat Wolfgang Tripp, Caritasdirektor der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Das Elterngeld wird nach der Höhe des Einkommens berechnet, Eltern mit Sozialhilfe stand zunächst der Sockelbetrag von 300 Euro zu. Dieser Betrag wurde ab 2011 als Einkommen auf Hartz IV angerechnet. „Diejenigen, die sowieso am wenigsten hatten, erhielten dann gar nichts mehr“, so Tripp.

Seit 2012 wird auch das Landeserziehungsgeld in Baden-Württemberg auf das Einkommen angerechnet. Seitdem hat sich die Lage besonders für Alleinerziehende mit kleinen Kindern, Mehrkindfamilien und Eltern mit behinderten Kindern verschärft – für sie ist es aufgrund ihrer familiären Situation extrem schwer, eine Arbeit aufzunehmen. Das anrechnungsfreie Eltern- und Landeserziehungsgeld hatte sie davor unterstützt, den erhöhten Bedarf bei Anschaffungen oder bei Umzug in eine größere Wohnung nach der Geburt des Kindes abzudecken. „Der finanzielle Rahmen ist in diesen Familien nun extrem eng. Unsere Erfahrung aus den Beratungsstellen zeigt: die Gefahr, dass die Kinder daher in die Abwärtsspirale der Armut geraten, ist stark gestiegen“, so Tripp.

Unter www.caritas-waehlt.de kann jeder Bürger ersehen, welche Haltung die Bundestagskandidaten in seinem Wahlkreis zu aktuellen familienpolitischen Themen einnehmen. Mit der Umfrage wollte die Caritas wissen, inwiefern die Bundestagskandidaten in den Wahlkreisen der Diözese ihren zentralen familienpolitischen Forderungen zustimmen. Diese Forderungen der Caritas orientieren sich an einer Politik, die Armut bekämpft und das gesellschaftliche Umfeld für Familien förderlich gestaltet. 50 Prozent der 162 Bundestagskandidaten aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart haben sich an der Umfrage des Caritasverbandes beteiligt

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in der Diözese Rottenburg-Stuttgart über 1.700 Einrichtungen mit rund 82.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 31.500 Mitarbeiter/innen und 33.000 Ehrenamtliche tätig sind.

Kontakt:
Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
Eva-Maria Bolay
Strombergstr. 11
70188 Stuttgart
0711/2633-1288
bolay@caritas-dicvrs.de
http://www.caritas-rottenburg-stuttgart.de

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Bundestagskandidaten der einzelnen Wahlkreise bewerten familienpolitische Forderungen der Caritas

Großteil der Bundestagskandidaten in Württemberg wollen einheitliche Standards für Schulsystem

Stuttgart, 22. Juli 2013 – Unter www.caritas-waehlt.de kann jeder Bürger in Württemberg ersehen, wie die Bundestagskandidaten in seinem Wahlkreis zu aktuellen familienpolitischen Themen eingestellt sind. Grundlage dieser Internetseite ist eine Umfrage der Caritas Rottenburg-Stuttgart im Vorfeld der Bundestagswahl. Die Caritas wollte wissen, inwiefern die Bundestagskandidaten in den Wahlkreisen der Diözese ihren zentralen familienpolitischen Forderungen zustimmen und diese Ergebnisse für die Wähler sichtbar machen. Diese Forderungen der Caritas orientieren sich an einer Politik, die Armut bekämpft und das gesellschaftliche Umfeld für Familien förderlich gestaltet.

40 Prozent der 162 Bundestagskandidaten aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart haben sich an der Umfrage des Caritasverbandes beteiligt. 80 Prozent von ihnen stimmten der Aussage zu, dass viele Kinder und ihre Eltern sich in unserem komplexen Bildungssystem nicht mehr zurecht finden und die soziale Herkunft zunehmend über den Bildungserfolg bestimme.

Dass ein einheitliches, bundesweit gültiges Schulsystem Familien helfen könne, die häufig geforderte Erwerbsmobilität besser zu stemmen, ist bei diesen Bundestagskandidaten in Württemberg Konsens. 87 Prozent der Kandidaten, die auf die Umfrage geantwortet haben, sind überdies der Meinung, dass Menschen mit Demenz aufgrund dieser Erkrankung Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten sollen. Im Moment werden diese Leistungen vorrangig bei körperlichen Einschränkungen bezahlt.

Deutlich auseinander dagegen gehen die Antworten auf die Frage, ob junge arbeitslose Menschen unter 25 Jahren intensiver pädagogisch betreut und nicht mehr sanktioniert werden sollen: Die FDP-Kandidaten lehnen diese Forderung ab, während sie bei den Kandidaten von SPD, Grünen und Linken breite Zustimmung findet. Kandidaten der CDU sind unterschiedlicher Auffassung. Dasselbe Stimmungsbild zeichnet sich bei der Frage ab, ob der Bund wieder in einen staatlich geförderten Wohnungsbau einsteigen soll.

Im Jahr der Bundestagswahl macht die Caritas mit ihrem Jahresthema 2013 „Familie schaffen wir nur gemeinsam“ auf die Missstände in der deutschen Familienpolitik aufmerksam. Dahinter steht die Forderung nach einer solidarischen Politik, die auf sämtlichen politischen Ebenen zum Ausdruck bringt, dass die Unterstützung von Familien gewollt und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Es gilt vor allem, Familien mit wenig Einkommen zu fördern und eine gute Infrastruktur für alle Familien zu schaffen.

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in der Diözese Rottenburg-Stuttgart über 1.700 Einrichtungen mit rund 82.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 31.500 Mitarbeiter/innen und 33.000 Ehrenamtliche tätig sind.

Kontakt:
Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart
Eva-Maria Bolay
Strombergstr. 11
70188 Stuttgart
0711/2633-1288
bolay@caritas-dicvrs.de
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Pressemitteilungen

„Die Politik könnte verhindern, dass sich Armut in immer mehr Familien ausbreitet“

Jahresauftakt der Caritas in Baden-Württemberg: Caritas fordert mehr Akzente für Familienfreundlichkeit – 24. Caritas-Journalistenpreis vergeben

Stuttgart, 31. Januar – Eine Familie zu gründen kann heutzutage zum Armutsrisiko werden. Familie und Beruf sind immer noch schwer zu vereinbaren, Familien stehen zunehmend unter Druck. Daher forderte die Caritas in Baden-Württemberg gestern bei ihrem Jahresauftakt unter dem Motto „Familie schaffen wir nur gemeinsam“ im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart mehr Zeit und eine bessere materielle Absicherung für Familien. Familienpolitik müsse zur Querschnittspolitik werden. Alle politischen Entscheidungen seien daran zu messen, ob sie familienverträglich seien.

„Solange familiäre Fürsorge-Arbeit in Erziehung und Pflege weder im Familieneinkommen noch auf dem Rentenbescheid nennbare Spuren hinterlassen, genießt diese Arbeit lediglich in Sonntagsreden höchste gesellschaftliche Anerkennung“, erklärte Caritasdirektor Prälat Wolfgang Tripp (Stuttgart) vor rund 200 Gästen aus Politik, Medien, Kirche und Wissenschaft. Mit der Caritas-Jahreskampagne 2013 verband Tripp die Forderung nach einer solidarischen Politik, die klar zum Ausdruck bringe, dass die Unterstützung von Familien gewollt und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. „Sämtliche politischen Bereiche, von der Steuer- und Rentenpolitik bis hin zur Wohnungs-, Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik – sie alle müssen sich fragen, ob ihre Entscheidungen dem Kriterium der Familienverträglichkeit und Kinderfreundlichkeit stand halten.“

Den Reichen wird gegeben – den Armen wird genommen

Der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge ist überzeugt, dass Armut in dieser reichen Gesellschaft politisch erzeugt wird. „Ohne eine Umkehr in der Familienpolitik werden wir es in Zukunft mit immer mehr armen Müttern und damit armen Kindern zu tun haben.“ Gerade das Elterngeld bringe Gutverdienern ein zusätzliches Einkommen, Hartz-IV-beziehenden Müttern werde es aber auf die Transferleistung angerechnet. „Wird der Reichtum der Reichen nicht angetastet, werden wir die Armut nicht bekämpfen können“, so der Kölner Politologe im Haus der Katholischen Kirche. Für ihn sind ein gesetzlicher Mindestlohn, Ganztagesbetreuung, eine Gemeinschaftsschule und eine armutsfeste Grundsicherung die von der Politik zu setzenden Eckpfeiler, damit nicht noch mehr Familien in Armut abrutschen.

Der Zustand der Familie ist für Caritasdirektor Bernhard Appel (Freiburg) eng verwoben mit der Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft. „Wo Familien mit Kindern keine auskömmlichen Lebens- und Entfaltungsmöglichkeiten mehr haben, verdunkelt sich die Zukunftsperspektive einer Gesellschaft.“ Mit Blick auf den Journalistenpreis, der an diesem Abend zum 24. Mal vergeben wurde, lobte Appel die hohe Sensibilität, mit der sich Journalisten den sozialen Fragen unserer Gesellschaft zuwenden: „Mit ihren Veröffentlichungen schärfen sie den Blick für offene und versteckte Nöte ebenso wie für couragiertes, Beispiel gebendes Handeln.“

Caritas-Journalistenpreis würdigt herausragende publizistische Leistungen

Sie halten den Sinn für die sozialen Anliegen in der Gesellschaft wach – dafür wur-den drei Journalisten, ein Fotograf und eine Zeitungsredaktion mit dem 24. Caritas-Journalistenpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Den mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis des Wettbewerbs erhielt Edgar Rehberger von der Cannstatter Zeitung. In seiner elfteiligen Serie „Demenz – Kampf gegen das Vergessen“ beleuchtet er umfangreich und sachlich die Krankheit. Er stellt Betroffene und ihre Angehörigen auf sympathische Weise vor und schafft so ein breites Verständnis.

Den zweiten Preis mit einem Preisgeld von 1.000 Euro teilen sich die Zeitungsjournalistin Kathrin Haasis von der Stuttgarter Zeitung und der freie Fotograf Heinz Heiss. Mit dem Projekt „Frauen im Schatten“ haben die beiden 14 Bewohnerinnen der Frauenpension in Stuttgart-Bad Cannstatt in protokollartigen Lebensläufen und mit Bildern porträtiert. Diese Porträts gaben den Frauen die Gelegenheit, über sich und ihre erschütternden Schicksale zu reden.

Ebenfalls mit einem zweiten Preis ausgezeichnet wurde Christopher Paul für seinen Film „Zwischen Kosovo und Gomaringen. Ein Dorf kämpft für drei Flüchtlingskinder“. Hier erzählt der SWR-Filmemacher die Geschichte dreier Flüchtlingskinder aus dem Kosovo, die mit ihrer Familie in Gomaringen auf der Schwäbischen Alb Zuflucht fanden und wieder in ihre alte Heimat zurückkehren mussten. Das Thema Asyl und Abschiebung wird konkret und erhält Gesicht und Stimme.

Mit einer „Lobenden Erwähnung“ wurde die Ulmer Lokalredaktion der Südwestpresse für ihre 14-teilige Serie „Ehrenamt“ ausgezeichnet. Damit unterstreicht die Redaktion, dass Menschen nach wie vor bereit sind, sich für andere einzusetzen und das Ehrenamt alle Beteiligten als Gewinner hervorgehen lässt.

Der fünfköpfigen unabhängigen Jury aus Fachjournalisten lagen 52 Beiträge aus Presse, Hörfunk und Fernsehen vor.

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in Baden-Württemberg über 3.900 Einrichtungen mit mehr als 180.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 59.000 Mitarbeiter/innen tätig sind.

Kontakt:
Caritas in Baden-Württemberg
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Finanzen/Wirtschaft

Aktuelle Studie: Arbeits- und Lebensgestaltung in Zukunft

(ddp direct) München. Die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie steht für immer mehr Beschäftigte im Mittelpunkt. Die Umsetzung der so genannten Work-Life-Balance wird auch für Unternehmen zunehmend wichtig, um qualifiziertes Personal zu gewinnen. Diese Trends mit Anforderungen an Gesellschaft, Unternehmen und Politik hat die TU München im Auftrag der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung untersucht. Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer: „Nur 25 % der Männer und 10 % der Frauen sind nach der Studie mit ihrer derzeitigen Rollenverteilung einverstanden.

Die detaillierten Ergebnisse der Studie Arbeits- und Lebensgestaltung der Zukunft stellte am 7. Mai 2012 in München Prof. Dr. Isabell Welpe vom Lehrstuhl für Strategie und Organisation der TU München vor: Wir haben untersucht, wo Männer und Frauen in Bayern Handlungsbedarf hinsichtlich Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehen und welche Fördermaßnahmen von Politik und Wirtschaft anerkannt und welche abgelehnt werden. Dabei kommt sie zum Schluss, dass eine Vielzahl von Maßnahmen zwar vorhanden ist, dies jedoch in der Bevölkerung häufig nur unzureichend wahrgenommen wird. Für Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer steht der Mensch im Mittelpunkt einer modernen Arbeits- und Familienpolitik: Wir brauchen zukünftig bessere Chancen für modulare Lebensentwürfe durch eine Aufwertung der Lebensleistung jenseits der Erwerbstätigkeit.“ Alarmierend ist das Ergebnis, wonach nur 25 % der Männer und 10 % der Frauen mit ihrer derzeitigen Rollenverteilung einverstanden sind. Die bayerische Arbeitsmarkt- und Familienpolitik will Rahmenbedingungen schaffen, damit die Menschen ihre Vorstellung von Arbeit und Familie im Lebensverlauf ohne ungerechten Chancenverlust verwirklichen können. Nach Studienergebnissen wünschen sich 89 % der Frauen und 84 % der Männer flexiblere Arbeitszeiten. Interessant ist auch, dass die Faktoren Zeit und Infrastruktur für die Vereinbarkeit als wichtiger angesehen werden als monetäre Leistungen.

Unternehmen haben bereits auf das veränderte Anforderungsprofil Arbeit suchender reagiert. In Zeiten des Wettbewerbs um Talent ist die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ein zentrales Kriterium bei der Arbeitgeberwahl. Mit dem Projekt Werde Chef deines Lebens setzt die Deutsche Telekom genau an diesem Punkt an, erklärte Thomas Sattelberger, bis vor kurzem Vorstandsmitglied bei diesem DAX-Konzern.

Die vorliegende 78-seitige Studie spiegelt die Erwartungen und Wünsche der bayerischen Bevölkerung an Gesellschaft, Unternehmen und Politik über die Arbeits- und Lebensgestaltung der Zukunft wider. Befragt wurden 1.500 Männer und Frauen in Bayern nach ihrer persönlichen Einstellung in den Bereichen Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Finanziert wurde die Studie auch mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds in Bayern. Die gesamte Studie ist im Internet unter www.hss.de/publikationen/AA-61_Arbeit.pdf einsehbar.

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Gesellschaft/Politik

Jugendpolitik stärken – Gesprächskreis gibt jugendpolitische Impulse

(BSOZD.com-NEWS) Berlin. Anlässlich der Auftaktveranstaltung des Gesprächskreises Jugendpolitik am 26. November im Willy-Brandt-Haus erklärt Kerstin Griese MdB, Leiterin des Gesprächskreises und Mitglied des SPD-Parteivorstandes:

Die SPD nimmt die Jugendpolitik stärker in den Blick. Die Veranstaltung „Jugend im Mittelpunkt“ im Willy-Brandt-Haus war der Auftakt für eine neue jugendpolitische Debatte, die der Gesprächskreis Jugendpolitik beim SPD-Parteivorstand in Gang bringen möchte. Erste Impulse geben wir mit unserem Papier „Leben. Lernen. Zukunft.“, das die Interessen und Bedürfnisse Jugendlicher in den Mittelpunkt stellt. read more »