2010 arbeiteten, laut Turnusbericht des Bundesministeriums für Güterverkehr, 785.788 Beschäftigte in Deutschland als Kraftfahrzeugführer. Frauen sind dabei die Minderheit; Ausländer machen ebenfalls mit rund sieben Prozent nur einen geringen Anteil der in Deutschland angestellten Kraftfahrer aus. 2010 kann die Branche wieder einen leichten Zuwachs der Beschäftigten um 1,6 Prozent verzeichnen. Das reicht jedoch nicht um das Niveau der Vorkrisenjahre zu erreichen. Zu dem Problem der rückläufigen Beschäftigtenzahlen kommt die hohe Altersstruktur dieser Branche erschwerend hinzu. Je nach Fahrzeugtyp liegt der Altersdurchschnitt der Fahrer zwischen 40 und 43 Jahren.
Notorische Schwarzseher sprechen bereits vom Ausstreben dieses Berufszweigs in Deutschland. So absurd diese Unkenrufe sind, stecken in ihnen doch reelle Nachwuchssorgen, vor der die Verantwortlichen die Augen nicht verschließen können. Neben der angespannten Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituation, sind sicherlich auch der schlechte Ruf der Branche und die geringen Löhne dafür verantwortlich, dass sich immer weniger junge Deutsche für diesen Beruf entscheiden. Im Grunde ist diese Entwicklung wenig überraschend, bedenkt man die weitern Rahmenbedingungen, die dieser Job mit sich bringen kann. Termindruck, Stress, wenig Zeit für Familie und Freunde, häufig zu wenig Bewegung, unregelmäßige Arbeitszeiten und das alles bei einer oft mäßigen Bezahlung.
Interessiert? Nein?! Dabei der Güterkraftverkehr einen erheblichen Anteil an unserem gewohnten Gesellschafts- und Lebensstandard. Ohne den Kraftverkehr müssten wir auf wesentliche Dinge unseres Alltags, entweder verzichten oder ziemlich lange warten.
Transportportale, Branchenzeitungen und Angehörige der Transportbranche selbst, versuchen dem schlechten Image der Branche entgegen zu wirken. Ob diese Kampagnen Erfolg haben, wird sich in den nächsten Jahren an der Entwicklung der Transportbranche zeigen.
