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Reisen/Tourismus

Schneeschuhrennen im Hinterland des Lago Maggiore

Im beliebten Naturpark Alpe Veglia und Alpe Devero, gleich am Lago Maggiore, findet am 24. Februar das 14. Schneeschuhrennen „La Traccia Bianca“ statt und begeistert Sportler sowie Liebhaber einer weißen Wunderwelt – im Einklang mit der Natur

 

Nur einen Katzensprung in nordöstlicher Richtung vom Lago Maggiore gelegen, erstrecken sich die landschaftlich reizvollen Ossola-Täler. Obwohl leicht mit dem Auto zu erreichen, liegen sie doch abseits der üblichen Touristenströme und haben sich einen Charme erhalten. Hier finden sich typische kleine Dörfer und sozusagen die Hausberge des Sees. Hier glänzt ein besonderes Schmuckstück des Piemont, der Naturpark Alpe Veglia und Alpe Devero, am Rande der Hochalpen. Über 8500 ha wunderschöne Alpenlandschaft erwarten den Besucher und laden dazu ein, weitgehend unberührte Bergwelt zu genießen.

 

Im Gebiet der Alpe Devero, im oberen Antigoriotal, wird am 24. Februar des 14. Schneeschuhrennen „La Traccia Bianca“ veranstaltet. Diese abgelegene Gegend kann man ohne zu übertreiben als Bilderbuchlandschaft bezeichnen, reich an Lärchen, Kiefern, Tannen, Gebirgsbächen und klaren Alpenseen. Wer im Sommer die Ohren spitzt, kann das Pfeifen von Murmeltieren hören; und mit etwas Glück erblickt man einen Königsadler, der über der Landschaft seine Kreise zieht. Auch Steinböcke, Gämsen, Schneehasen und Hermeline sind hier heimisch. In dieser Idylle veranstaltete eine Gruppe von vier Freunden 2005 das erste Rennen auf Schneeschuhen, und die Idee traf sofort auf viel Begeisterung: ein nicht-kommerzieller Wettlauf a uf Schneeschuhen war geboren, um einen sportlichen Tag in diesem Winterwunderland zu verbringen.

 

Natürlich gibt es in dieser Region, die ca. sieben Monate im Jahr schneebedeckt ist, Abfahrtsski mitten durch die Wälder hindurch, und Loipen in romantischem Tal, im Mittelpunkt steht jedoch vor allem das Wintererlebnis. Und dafür eignen sich eben die Schneeschuhe ganz besonders. Über 8 km schlängelt sich der Parcours durch die zauberhafte Landschaft, 250 m Höhenunterschied sind zu überwinden. Das Rennen ist offen für jedermann, in den Kategorien Herren, Damen und Kinder starten alle gemeinsam. Den Siegern winken Sachpreise, die freundlicherweise von Örtlichen Sporthäusern und der Gastronomie zur Verfügung gestellt werden. Die Einschreibung erfolgt online noch bis zum 23. Februar gegen eine Gebühr von bis zu 20 €, inkl. Schneeschuhverleih.

 

Das Gehen auf den breiten, flachen Schneeschuhen ist anfangs vielleicht ungewohnt und darin zu laufen braucht etwas Übung. In den letzten Jahren wird dieser Sport immer populärer. Die Teilnehmerzahl der „Traccia Bianca“ ist auf 1000 beschränkt, denn es ist kein Massenerlebnis in dieser Märchenlandschaft sondern eines der Gefühle: Spaß und der Genuss an der beeindruckenden Naturschönheit stehen im Vordergrund. Atemberaubend ist auch der Streckenabschnitt, der über den zugefrorenen See Codelago führt und ein einmaliges Panorama auf das Ufer bietet. Um 10.30 Uhr geht es los, am Campingplatz Riio Buscagna, und ca. 70 freiwillige Helfer stellen den reibungslosen Ablauf des Rennens sicher, das Begeisterte dieser Sportart aus ganz Norditalien, aber auch immer mehr Ausländer, anlockt.

 

„La Traccia Bianca“ bedeutet übrigens „weiße Spur“. Die ist nicht von Dauer, und somit passt der Name des Events gut zur Idee der Naturverbundenheit, die die Initiatoren alle Jahre wieder voller Enthusiasmus auf den Plan ruft. Das Bewusstsein für das empfindliche Ökosystem drückt sich auch im Reglement des Schneeschuhrennens aus. Die Teilnehmer verpflichten sich ausdrücklich zu einem „respektvollen Verhalten gegenüber der Umwelt“.

 

Weitere Informationen unter www.distrettolaghi.it www.derlagomaggiore.de

 

Reisen/Tourismus Veranstaltungen/Events

Laternen am Lago Maggiore – Marcia dei Lanternitt

Ein Geheimtipp am Lago Maggiore? Das gibt es noch. Am 26. Januar findet in Cannobio der 51. Marcia dei Lanternitt statt. Ein bezaubernder Spaziergang durch die Nacht – mit gutem Essen

Abend in Cannobio © Distretto Turistico dei Laghi

Die Idee, so will es die Erzählung, stammt von einer Gruppe junger Männer des Kulturvereins Zabò, der es sich, grob gesagt, zum Ziel gesetzt hat, die Strukturen des ländlichen Hinterlandes um Cannobio zu pflegen. Nach der Prozession zu Ehren der Santissima Pietà di Cannobio am 8. Januar saßen sie bei einer Portion traditioneller Würste, den luganeghe, beisammen und beschlossen aus einer Laune heraus, einen stimmungsvollen Aufstieg mit Laternen nach Trarego zu unternehmen. Gesagt, getan. Das war im Januar 1969 und die begeisterten Nachtschwärmer ahnten wohl nicht, dass sie eine beeindruckende Tradition begründet hatten.

Laternenschein in Cannobio © Cannobio4You

Seitdem findet der Marcia dei Lanternitt stets am letzten Samstag im Januar statt, nun bereits zum 51. Male. Und auch wenn sie vielleicht eine der einfacheren Veranstaltungen rund um den renommierten Lago Maggiore ist, gehört sie doch zu den gefühlvollsten und liegt den Anwohnern besonders am Herzen. Der Treffpunkt ist ab 17.30 Uhr auf der Piazza Angelo Custode in dem bilderbuchmäßig schönen, mittelalterlichen Örtchen Cannobio. Örtliche Musikvereine spielen auf, und die Teilnehmer zünden ihre mitgebrachten Öllampen an. Dann zieht die Karawane gegen 18 Uhr los, immer bergauf Richtung Trarego.

Lanternitt © Cannobio4You

Jahr für Jahr sind es mehrere hundert Menschen, Jung und Alt, die den Abend auf dieser stillen Wanderung miteinander verbringen und ihr Licht hinauftragen. Es geht über einen alten Maultierpfad bergan, der Höhenunterschied beträgt ca. 560 m, und für die Wanderung benötigt man durchaus 2,5 Stunden. Das Schauspiel, das es dabei zu erleben gilt, sind in Wahrheit zwei: da ist zum einen das Erlebnis, in der heiteren Stille unter hunderten von Menschen im romantisch fackelnden Licht der Öllampen unterwegs zu sein. Und dann ist da die lange „Lichterkette“, die die Wanderer durch die Nacht ziehen, ein sich spektakulär dahinschlängelndes Feuerband, das weit über den See hinweg zu sehen ist. Das macht dem romantischen Lago Maggiore alle Ehre.
Oben angekommen wird der Wanderer von Musik und zahlreichen Ständen mit stärkenden Gerichten der italienischen Alpen begrüßt, meist delikate Polenta- oder Risottospezialitäten.

Laternenschein © Cannobio4You


Wer Trarego bei Nacht kennenlernt, dem sei empfohlen, auch bei Tag einen Abstecher hierher zu machen. Da ist zum Beispiel die im Ortsteil Viggiona gelegene romanische Kirche, die mit der barocken Pfarrkirche über einen Kreuzweg verbinden ist, der von Studenten der Kunstakademie Stuttgart entworfen wurde; ein sehenswertes Ensemble. Und in Cheglio kann man in die für die Bergdörfer dieser Gegend typischen Atmosphäre mit hohen Häusern und engen Gassen eintauchen. Und wer zu Ostern einen Besuch an den Lago macht, der sollte sich den sentiero d’arte nicht entgehen lassen, den Kunstpfad von Trarego: zahlreiche Künstler, viele aus Deutschland, haben in den alten piemontesischen Natursteinhäusern ein Domizil gefunden und organisieren hier seit 2008 zu Ostern kostenlose Ausstellungen ihrer eigenen Werke sowie der Werke weiterer internationaler Künstler. Dabei lassen sich Kunst und Landschaft und natürlich immer wieder das traumhafte Panorama auf den See genießen.

Laternenschein in Cannobio © Cannobio4You

Doch zurück zum Ursprung des Laternenmarsches: die herzhaften luganeghe. Nach Cannobio mit seiner malerischen Uferpromenade zieht es während der Karnevalszeit viele Besucher wegen dieser Schweinswürste. Die luganeghe werden in langen Ketten aufgereiht und gebrüht oder, besonders während der winterlichen Saison, als würzige Zutat zu Risotto oder Polenta genossen. Ursprünglich ein lombardisches Gericht, ist die luganega schon lange im piemontesischen Cannobio zu Hause. Eine leckere Grundlage für einen gelungenen Ausflug am Lago Maggiore.
Weitere Informationen sind zu finden unter www.distrettolaghi.it www.derlagomaggiore.de

Pressemitteilungen Veranstaltungen/Events

Verhext am Lago Maggiore

Am 6. Januar wird am Lago Maggiore das Fest der Befana gefeiert, der Hexe, die den Weihnachtsfeierlichkeiten ein Ende bereitet. Und das tut sie zu Wasser, zu Lande und in der Luft

Befana, Santa Maria Maggiore © Luigi Pellegrino

Wenn bei uns am 6. Januar der Dreikönigstag begangen wird, wird um diesen Tag herum am Lago Maggiore die Ankunft der folkloristischen Sagengestalt Befana auf vielfältige Art gefeiert. Ein stimmungsvolles Fest für Groß und Klein, das öffentlich begangen wird. Wie vielerorts in Italien wird die Befana als hässliche, meist gute alte Hexe dargestellt, die laut Legende in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar auf ihrem Besen von Haus zu Haus reitet und die Strümpfe der Kinder mit Geschenken füllt. Ihr Name leitet sich von Epiphanie her, wie der Feiertag offiziell heißt, und traditionell bringt sie den braven Kindern Süßes, den bösen jedoch ein Stück Kohle.

Selbstverständlich gibt es zahlreiche traditionelle und verführerische Weihnachtsmärkte rund um den Lago, so in Santa Maria Maggiore oder in Domodossola, um nur einige zu nennen. Die Panoramazüge der Vigezzina-Centovalli Bahn verkehren hier während der Weihnachtszeit mit geradezu romantischen Extratarifen. Und auch während des übrigen Jahres sind die blauen und grünen Züge der legendären Schmalspurbahn ein besonders beeindruckendes Transportmittel, um das Hinterland des Lago zu erleben. Lonely Planet kürte die italienisch-schweizerische Bahn erst kürzlich zur schönsten Bahn weltweit.

Centovalli Bahn © Vigezzina Centovalli

Ein besonderer Anziehungspunkt für Groß und Klein ist die Weihnachtmanngrotte in Ornavasso. In dem mittelalterlichen Städtchen unweit des Lago di Mergozzo hat sich der Babbo Natale, wie der Weihnachtsmann hier heißt, ein besonderes Zuhause geschaffen: im Stollen eines alten Steinbruchs, aus dem Baumaterial sogar für den Mailänder Dom gehauen wurde. Die Grotta di Babbo Natale hat sich mit einer Größe von 20.000 qm zum bedeutendsten Weihnachts-Erlebnispark Italiens entwickelt. In einer Höhlenatmosphäre, die Kinderherzen höher schlagen lässt, können die Werkstätten von Zwergen und die verwunschenen Renntierställe des Weihnachtsmanns auf kleinen Bummelbahnen bewundert werden, alles ganz authentisch. Und da Krippen in Italien eine besondere Tradition haben, sind hierfür allein 600 qm reserviert.

Weihnachtsmarkt, Santa Maria Maggiore © Santa Maria Maggiore

Doch noch einmal zurück zur Befana. Eine echte, traditionelle Befana ist nicht mit einer neumodischen Halloween-Gestalt zu verwechseln. Die Befana, die etwas auf sich hält, trägt das Haar nie offen sondern stets ein Kopftuch und sie reitet auch nicht unbedingt auf dem Besen sondern trägt ihn vor sich her. Dass sie alt ist, liegt der Überlieferung zufolge daran, dass sie das alte Jahr repräsentiert. In Cannobio, in Baveno und in Omegna kommt die Befana nachmittags malerisch vom See auf einem kleinen Boot angefahren und bringt Glühwein, heiße Schokolade und jede Menge mit Süßigkeiten prall gefüllte Strümpfe mit an Land. In Baceno, weiter nördlich in den Ossola-Tälern, beginnt es bereits am Abend des 5. Mit Fackelumzügen und der Segnung der Kinder auf dem Kirchplatz; die Befana trifft erst danach gegen Mitternacht ein. In Stresa trifft man sich an Gastroständen, um sich an Polenta, Käse und Tapelucco, einer Soße mit Eselhackfleisch, zu stärken. Anschließend werden von Laiendarstellern Szenen um die Geburt Jesu, Herodes und die Ankunft der drei heiligen Könige dargestellt, bevor die Befana ihre Süßigkeiten verteilt. In Santa Maria Maggiore kommt sie in manchen Jahren sogar an Seilkonstruktionen vom Kirchturm geflogen; hier kann man es sich bei stinchéet, einer leckeren Crêpes-Art gutgehen lassen.

 

Fliegende Befana, Baceno © Pro Loco Baceno

Wer nicht ganz so lange warten will, kann in der romantischen Bergwelt von Crodo vom 7. Dezember bis zum 6. Januar die presepi sull’acqua bestaunen: auf einem 15 km langen Parcours entlang von Wasserläufen sind 50 Krippen in die Landschaft eingefügt und warten darauf, vom Wanderer entdeckt zu werden, bevor die Befana es tut. Wie oft in Italien, sind Feiertage eine Gelegenheit, in der Gemeinschaft zusammenzukommen. So auch in Massino Visconti. Durch den mittelalterlichen Ortskern werden an drei Abenden, vom 3. bis zum 5. Januar die heiligen drei Könige feierlich hoch zu Pferde reiten, bevor am 5., gegen Mitternacht, die Befana hinterherzieht, und das alte Jahr endgültig zum Abschluss bringt.

Weitere Informationen sind zu finden unter

www.vigezzinacentovalli.com www.derlagomaggiore.de

Freizeit/Hobby Reisen/Tourismus

25 Jahre Nationalpark Val Grande am Lago Maggiore

Der italienische Nationalpark Val Grande in der Nähe des Lago Maggiore feiert sein 25. Jubiläum

Blick ins Val Grande © Roberto Maddalena

Nur einen Katzensprung westlich des Lago Maggiore erstreckt sich eine besondere Naturschönheit, der Nationalpark Val Grande. Immer noch abseits der Touristenströme eröffnet der Parco Nazionale della Val Grande dem Besucher auf ca. 15000 ha fast menschenleere Wildnis. Erste Bemühungen, hier einen Park einzurichten, gehen bereits auf die 50er Jahre zurück, und am 23. November 1993 wurde schließlich der Nationalpark gegründet.

Königsadler, Wanderfalken, Gämsen, Füchse, Marder haben hier in echter Wildnis ein Paradies gefunden: Immer schon war diese gebirgige Gegend nur dünn besiedelt. Die wenige Alm- und Waldwirtschaft wurde wegen der schweren Bedingungen Mitte des 20. Jh. fast vollständig aufgegeben. Seither hat sich die Natur ihren angestammten Raum zurückerobert und bietet dem Wanderer ein besonderes Naturerlebnis. Es locken in den niederen Lagen dichte Laubmischwälder mit einem beeindruckenden, teils jahrhundertealtem Kastanienbestand, und etwas höher wild-romantische Fichtenwälder.

alte Alm Scaredi, Val Grande © Roberto Maggioni

Bergquell © Roberto Maggioni

Der Park stellt eine Welt für sich dar. Er ist von einem ausdifferenzierten Wanderwegenetz in diversen Schwierigkeitsgraden durchzogen. Für den ungeübten Touristen wie für den fitteren Wanderfan, hier ist jedem Natur pur garantiert, und man kann die Seele baumeln lassen. Wer möchte, kann sich einem der offiziellen Parkführer anvertrauen. Am Jubiläumstag des Parks werden 19 neue Parkführer mit Fremdsprachenkompetenz lizensiert, auch für Deutsch. Diverse Veranstaltungen und Konferenzen finden sich im diesjährigen Programm. Den wohl größten Aufmerksamkeitsschub hat dem Park zum Jubiläum der Spielfilm „La Terra Buona“ des Regisseurs Emanuele Caruso beschert. Der Film, der ab nächstem Jahr auch in die deutschen Kinos kommt, erzählt von einem naturverbundenen Leben und wurde ausschließlich im Park Val Grande gedreht.

Wer das Naturabenteuer vervollkommnen möchte, dem sei eine Übernachtung mitten in der Abgeschiedenheit empfohlen, sei es in einem der vier Berghütten oder in einem bivacco, einer unbewachten Hütte; hier hat man ein Dach über dem Kopf, bringt seinen Schlafsack und sein Essen mit. Es gibt einen Herd, um auf einem Holzfeuer zu kochen. Außerdem ist das Parkinnere frei von Mobilfunknetzen, abschalten ist also garantiert.

Wanderweg Val Grande © Roberto Maggioni

Auch in geologischer Hinsicht hat der Nationalpark einige Besonderheiten zu bieten. Seine Berge wie der Pedum, Proman, Corni di Nibbio, Cima Sasso und Cima della Laurasca liegen allesamt auf der unter Geologen als „Ivrea-Verbano-Zone“ bekannten kontinentalen Erdkruste. Das Verhältnis der Menschen zum Gestein war hier immer sehr intensiv. Unter anderem befindet sich hier der Steinbruch des Mailänder Doms, die Cave di Candoglia, aus dem bis heute rosa Marmor ausschließlich für den Dom gewonnen wird. Die Cave di Candoglia ist streng gesichert, kann aber von außen besichtigt werden. Seit September 2018 ist der Nationalpark folgerichtig Teil des Sesia Val Grande UNESCO Global Geopark, der sich über 2202 qkm, ganz grob, vom Lago Maggiore bis an den Monte Rosa erstreckt.

Und wie es Italien üblich ist, kommen auch die Gaumenfreuden nicht zu kurz. Seit 2001 organisiert die Parkverwaltung zusammen mit dem Kulturverein „Le Donne del Parco“ alljährlich die Genussroute „I sentieri del gusto“. Die Gastronomiebetriebe der Gemeinden im Park bieten kulinarische Genüsse der hiesigen Bergküche zu einem Fixpreis an. Eine deftige Küche, angereichert durch hochwertige Spezereien, zu denen Schinken, Salami, Ziegenkäse und unbedingt hauchdünn geschnittene Bresaola gehören.

Weitere Informationen sind zu finden unter www.parcovalgrande.it

Sport/Fitness Veranstaltungen/Events

Laufen am Lago Maggiore

Die beliebte Ferienregion am norditalienischen Lago Maggiore glänzt im Herbst gleich mit zwei bedeutenden Sportereignisse, die ein großes Publikum begeistern:  Am romantischen Lago d’Orta findet vom 19. bis zum 21. Oktober der 8. Lago d’Orta Ultra Trail UTLO statt. Und am 4. November startet der 8. Lago Maggiore Marathon LMM

Der Lago Maggiore ist vor allem für seine traumhaften Parks und Gartenanlagen bekannt und für die wundervolle, romantische Landschaft, die das Herz der Besucher höher schlagen lässt. Doch Italien ist mittlerweile eine bedeutende Läufernation und so wird der Herzschlag in diesem Herbst durch einige Laufevents in Schwung gebracht. Laufen am Wasser!

LagoMaggioreMarathon©LMM SportProMotion

Omegna steht vom 19. bis zum 21. Oktober im Mittelpunkt des 8. Lago d’Orta Ultra Trail UTLO. Der Ortasee ist sozusagen die kleine Schwester des Lago Maggiore, der nur einen Steinwurf entfernt liegt. Ein romantischer, überschaubarer und von wilden Bergen umstandener See. Das malerische Städtchen Omegna mit seiner zauberhaften Promenade verwandelt sich während des vorletzten Oktoberwochenendes ins quirlige UTLO-Village. 2000 Teilnehmer aus über 40 Nationen werden erwartet und finden hier alles, was sie brauchen, von der Ausstattung und Infomaterial über Verpflegung, sanitäre Anlagen bis hin zu sportärztlicher Betreuung.

UltraTrail Lago d’Orta © CANO Fotosport

Trail Running ist eine in Europa und USA immer beliebter werdende Sportart, bei der es um das Erleben einer Landschaft auf faszinierenden Anhöhen geht. Und die hat der Ortasee auf jeden Fall zu bieten. Die Läufer werden auf fünf Parcours, über 17 km, 34 km, 58 km, 82 km und stattliche 120 km drei Tage lang von der wilden Bergwelt aus das Panorama bewundern können. Dabei sind extreme Höhenunterschiede von bis zu über 5700 m zu überwinden. Die Anstrengung wird durch das atemberaubende Panorama belohnt, den die Teilnehmer haben, immer den See im Blick. Und wer es gemütlicher angehen lassen und dem geschäftigen Treiben nur zugucken möchte, kann bei einem Rundgang durch das Städtchen kulinarisch auf seine Kosten kommen, denn zahlreiche Restaurants nutzen dieses Herbstevent, um noch einmal richtig gute Menüs mit regionalen Spezialitäten auf die Speisekarte zu setzen.

Wasser bietet auch die Kulisse für den 8. Lago Maggiore Marathon LMM am 4. November, immer entlang an einem der vielleicht schönsten Abschnitte des Sees: an der großen Bucht, auch Golfo Borromeo genannt, von Verbania, durch Baveno nach Stresa, die drei Gastgeberstädte des LMM. Die Laufrichtung wechselt übrigens jährlich. Um 9 Uhr fällt hier der Startschuss für den klassischen Marathon und den Halbmarathon. Gestartet werden an diesem Tag auch Wettbewerbe über 33 km und 10 km, sowie zahlreiche Läufe außerhalb des Wettbewerbs.

LagoMaggioreMarathon©LMM SportProMotion

Nicht zuletzt diese Vielfalt der Laufmöglichkeiten hat mit dazu beigetragen, dass der LMM sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt hat, der nicht nur zahlreiche Sportler und Laufbegeisterte sondern auch interessierte Zuschauer anlockt. Und das ist nicht verwunderlich, denn selten kann man einen Lauf am Wasser mit Blick auf die weltberühmten Borromäischen Inseln genießen.

Der Halbmarathon, der seitens der Veranstalter des LMM offiziell zur Vorbereitung als LMM Warm-Up empfohlen wird, ist übrigens der 23. Mezza Maratona del VCO am 30. September. Der Halbmarathon der Provinz, zu der ein großer Teil des Lago Maggiore gehört, führt ebenfalls am Wasser entlang, diesmal am wunderschönen, kleinen Mergozzo-See. Der See mit seinem einladenden Badestrand ist als Campingparadies bekannt und der Lauf führt am malerischen Ufer entlang und durch das mittelalterliche Kleinod Mergozzo, dass schon wegen der engen Gassen und seiner prächtigen kleinen Kirchen einen Besuch wert ist.

Insgesamt präsentiert sich diese oberitalienische Seenlandschaft in diesem als eine Wasserwelt, die man laufend entdecken kann.

Weitere Informationen sind zu finden unter www.ultratraillo.com und www.lagomaggioremarathon.it

 

Essen/Trinken Veranstaltungen/Events

In den Ossola-Tälern zergeht der Oktober auf der Zunge

Von Kartoffeln bis zu Äpfeln und Honig, in den Ossola-Tälern nordwestlich des Lago Maggiore ist der Oktober der Monat der kulinarischen Volksfeste und lädt zum Feiern und Schlemmen ein

Kühe unterwegs © Marco Benedetto Cerini

Die Ossola-Täler, das ist eine überwältigende Landschaft im äußersten Norden des italienischen Piemont, eingebettet zwischen dem malerischen Lago Maggiore und dem Viertausender Monte Rosa. Dem Bergurlauber wird hier eine besonders abwechslungsreiche Fülle an Naturschönheiten geboten. Das eigentliche Ossola-Tal erstreckt sich zwischen dem bei Italienreisenden beliebten See und der Ortschaft Crevoladossola und ist das zentralste des gesamten Ossola-Gebiets: ähnlich einem Ahornblatt gehen von ihm die übrigen Täler ab. Hier fließt der Fluss Toce, der auf einer Höhe von 1720 m entspringt nach 80 km in den Lago Maggiore mündet.

Hier befindet sich auch der Zugang zum Nationalpark Val Grande. Wer das Wandern liebt, der findet hier ein dramatisch-schönes Gebiet, in dem die Wege angesichts der Gletscher durch jahrhundertealte Alpdörfer führen. Und hier versteht man es zu feiern. Bereits im Sommer beginnen die Volksfeste, die „Sagre“. Und im goldenen Oktober gibt es ganz besonders viele Sagre, bei denen der Gaumenkitzel im Mittelpunkt steht.

Fast schon intim fängt es mit dem Walser Häpfla Fest vom 28. – 30. September in Formazza an, dem Kartoffelfest. In dem kleinen Dorf öffnen die Bewohner, die sich der hier seit dem Mittelalter heimischen Walserkultur verbunden fühlen,  ihre alten Häuser und laden zum Essen ein. Kartoffeln, Gnocchi, Käse und Wild sind die Stars, und die typische Pratahapfla, eine leckere Frittata aus Kartoffeln, Käse und Zwiebeln. Unterstützt werden die Veranstalter vom international tätigen Oikos Institut im Bemühen um den Erhalt lokaler alpiner Biodiversität.

Lago di Morasco, Valle Formazza © Roberto Maggioni

Ein fröhlicher Tag rund um die Polenta lässt sich am 7. Oktober in Cuzzego di Beura erleben. Auf der Sagra della Polenta ist das goldene Maismehl König des Tages. Bei folkloristischer Musik und in gemütlicher Atmosphäre lassen sich neben köstlichen Süßspeisen auch die herzhaften Variationen kosten, bei denen die Polenta zu Eselragout oder Rehbraten gereicht wird.

In Valle Antrona geht es auf der Sagra delle Castagne ebenfalls am 7.10. rund um die Kastanie. Hier lassen klassische Röstkastanien, aber auch gekochte Kastanien oder Kastaniengnocchi mit einem passenden dazu Wein lassen Kulinkarikerherzen höher schlagen. Wer einen Abstecher nach Varzo macht, erlebt dort am 6. und 7. Oktober ein besonderes Schauspiel: den Eselabtrieb, La discesa degli anelli. Traditionsgemäß sind die Esel die letzten, die die Almen im Divedro-Tal räumen, und sie werden mit Gesang und Musik und natürlich mit Polenta empfangen.

Toce Wasserfall, Valle Formazza © Roberto Maggioni

Ganz in Weiß geht es im Örtchen Crodo im Antigorio-Tal am 13. und 14. Oktober rund um Milch und Käse bei der Sagra Bianco Latte. Die Milchwirtschaft ist traditionell wichtig in den Bergen, und die Region ist Heimat des Bettelmatt, eines seit dem 13. Jh. bekannten charakteristischen Rohmilchkäse. Die Sagra bietet sowohl einen Überblick über neue Produktionstechniken der Milchwirtschaft, umfangreiche Verkaufsstände als auch ausgesprochen familienfreundliche Möglichkeiten, die kulinarischen Köstlichkeiten zu genießen: Von umfangreichen Aperitif-Menüs, den im Piemont traditionellen merenda sinoira, bei denen vielfältige Kleinigkeiten gereicht werden, bis hin zur Animation für die Kleinsten, inkl. Zubereitung leichter Süßspeisen ist dies ein idealer Ausflug für die ganze Familie.

Bettelmatt, Crodo BiancoLatte © Marco Benedetto Cerini

So sind die Sagre in den Ossola-Tälern auch in diesem Herbst ein Erlebnis für jeden, der diese wundervolle Landschaft auch kulinarisch genießen möchte.

Weitere Informationen sind zu finden unter www.sagreossola.it

 

Kunst/Kultur Reisen/Tourismus

Gartenbuch-Salon am Lago Maggiore

Vom 1. bis zum 9. September findet in Verbania am Lago Maggiore der 14. Buch- und Gartensalon „Editoria & Giardini“ statt, und das inmitten wunderschöner Gärten

 

Der norditalienische See ist aus einer ganzen Reihe von guten Gründen schon lange ein beliebtes Reiseziel. Eingebettet in eine reizvolle Landschaft, steckt der langgestreckte See voller romantischer Motive, besonders wegen der zahlreichen Gärten, denn die Gartenbaukunst hat hier eine lange Tradition.

So ist nicht erstaunlich, dass ausgerechnet die Gemeinde Verbania am Lago Maggiore seit 2001 den Salon für Gartenbücher, der sich mittlerweile unter dem Namen „Editoria & Giardini“ etabliert hat.

 

Die Idee dahinter ist, am See nicht nur exzellente Bücher und Verlage zum Thema Garten auszustellen, sondern die Gartenbaukunst in ihrer Schönheit voller Farbenpracht und Duft sinnlich erlebbar zu machen. Und das funktioniert kaum besser als in den vielen Gärten selbst, die gerade Verbania zu bieten hat.

Veranstaltungsort ist die Villa Giulia in Verbania-Pallanza. Der Salon ist geöffnet vom 1. bis zum 9. September, montags bis donnerstags von 15 bis 20 Uhr, freitags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

 

Dabei ist allein schon die Villa Giulia einen Besuch wert: Das ursprüngliche, im Jahre 1847 von Bernardino Branca, dem Erfinder des Likörs Fernet, erbaute Gebäude erhielt zusammen mit der Uferbefestigung gegen Ende des 19. Jh. seine heutige Form; außerdem wurden schon damals die beeindruckenden, teils englisch inspirierten Parkanlagen des Anwesens gestaltet.

So bietet die Villa Giulia einen würdigen Rahmen für den mittlerweile alle zwei Jahre veranstalteten Salon, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle, die eine Leidenschaft für Gartenbaukunst haben mit Experten und Professionals auf dem Gebiet zusammenzubringen.

 

Über 3000 Publikationen aus ca. 450 Verlagen werden auf dem Salon in der Villa Giulia präsentiert. Das diesjährige Motto lautet Il giardino dell’acqua, der Wassergarten. Konferenzen, Vorträge und Workshops rund um dieses Thema gibt es mannigfaltig und sie sind stets frei zugänglich. Und das nicht nur in der Villa Giulia sondern auch an anderen Veranstaltungsorten der Region.

Überhaupt ist es das reichhaltige Rahmenprogramm wert, sich an ihm entlang auf eine Entdeckungstour schöner Orte am Lago zu begeben. Führungen finden außer durch den Park der Villa Giulia auch im Garten De Giorgis in Arona statt, und sogar die weltberühmte Villa Taranto, die man bei einem Chorkonzert bewundern kann, und die Villa Rusconi-Clerici sind in die lange Liste der Veranstaltungsorte aufgenommen.

 

Auch die Slow Food-Sektion Lago Maggiore e Verbano lässt sich vom Wasserthema inspirieren und veranstaltet eine Verkostung der in der Provinz vorkommenden Trinkwasser.

Eine Hauptattraktion wird die Installation der Künstlerin Michela Pasquali „Giardino galleggiante e di ispirazione barrocca“, ein schwimmender Barockgarten, sein. Die Künstlerin fand bereits große Anerkennung mit der Installation eines schwimmenden Gartens auf der Chelsea Fringe 2015 im Londoner Regent’s Park. Das Kunstwerk wird am 1. September auf dem Wasser vor der Terrasse der Villa Giulia eingeweiht und wird sicherlich ein lohnender Blickfang der Woche rund um Buch und Garten am Lago Maggiore.

Veranstaltungen/Events

Die Burg Rocca di Angera lockt mit zukunftsweisendem Kunstkonzept an den Lago Maggiore

Mit der Dauerausstellung CONTINUUM setzt die malerische Burg Rocca di Angera seit dieser Sommersaison einen bedeutenden kulturellen Impuls am beliebten Lago Maggiore, der auf die Moderne ausgerichtet ist und das touristische Spektrum der Region erweitert

Rocca di Angera_Ala Scaligera_credits Andrea Rossetti

Die Burg Rocca di Angera thront weithin sichtbar auf einem Felsen am Ostufer des Lago Maggiore, dem touristischen Sehnsuchtsort auf der Alpensüdseite. Wer von Arona aus eines der Fährschiffe nimmt, kann das alte Kastell nicht übersehen.

Rocca di Angera Ala Scaligera Continuum Anish Kapoor_Untitled_Mirror_Untitled_credits Andrea Rossetti

In dieser Burg wird dem Publikum mit der Ausstellung CONTINUUM seit dieser Sommersaison, vom 8. April bis zum 30. September an einem ausgefallenen historischen Ort exzellente moderne Kunst zugänglich gemacht, und in jeder folgenden Saison eben kontinuierlich wieder. Die Künstler in diesem Jahr sind Giovanni Anselmo, Vanessa Beecroft, Daniel Buren, Sheila Hicks, Anish Kapoor, Giulio Paolini, Ettore Spalletti, Künstler verschiedener Generationen, die in ihrer Arbeit unterschiedliche Zugänge zum Kunstbegriff repräsentieren. Damit setzt CONTINUUM am Lago Maggiore einen kulturellen Akzent, der ganz auf die Moderne ausgerichtet ist, und damit der gesamten Urlaubsregion einen zukunftsweisenden Impuls gibt.

Dabei ist der Rocca di Angera ein Anziehungspunkt voller Geschichte. Erstmalig urkundlich erwähnt wurde die Burg bereits im Jahre 1066. Zum Schutz der Handelsrouten war sie strategisch immer wichtig. 1449 gelangte die Festung in den Besitz des Geschlechts der Borromäer, der Familie Borromeo. Da das imposante Bauwerk über dem Ufer gut vom See aus zu sehen ist, ist es seit langem ein beliebtes Fotomotiv für Bootsausflügler.

Kulturell ist die Rocca di Angera ebenfalls seit Jahrzehnten ein Magnet für Touristen. Schon wegen der gut restaurierten Säle, die einen tiefen Einblick in das frühere, ritterliche Leben ermöglichen, ist die Burg ein Ausflugsziel für die gesamte Familie.

Die geschichtsträchtigen Räume beherbergen seit 1988 das Puppen- und Spielzeugmuseum „Museo della bambola e del giocattolo“, das kostbare Exponate aus der Zeit seit dem 18. Jh. zeigt und als eines der bedeutendsten Spielzeugmuseen Europas gilt. Auch der seit 2009 der Öffentlichkeit zugängliche mittelalterliche Garten, der rund um die Kapelle der Burg angelegt wurde, ist besonders sehenswert, denn hier werden nicht nur alte Kräuter- und Gemüsesorten gezogen, sondern die gesamte Anlage orientiert sich an der mittelalterlichen Art, Gärten anzulegen, und spiegelt damit symbolisch die damalige Weltsicht wider.

Rocca di Angera_Ala Scaligera_Continuum_Giulio Paolini_Circo Massimo, All’istante, Vedo (la decifrazione del mio campo visivo)_credits Andrea Rossetti

Mit der Ausstellung CONTINUUM setzt die Familie der Borromäer in der noch immer in ihrem Privatbesitz befindlichen Burg kulturelle Impulse, die in die Zukunft weisen. Dafür wurde ein Seitenflügel, der Ala Scaligera, von 2015 bis 2017 aufwändigen Restaurierungsarbeiten unterzogen und alte Fresken mit Blumenmotiven und Wappentieren wurden konserviert. Dabei wurde im Rahmen der Arbeiten Wert darauf gelegt, das historische Ambiente als Location für Ausstellungen zu präsentieren, die ausschließlich moderner und zeitgenössischer Kunst gewidmet sind.

Kontinuierlich kann man nun jedes Jahr während der Saison im Sommerhalbjahr diese stimmungsvolle Verbindung von neuer Kunst und mittelalterlichem Ambiente mit wechselnden Ausstellungen auf sich wirken lassen. Die Werke der diesjährigen Ausstellung wurden in Zusammenarbeit mit der Galleria Massimo Minini in Brescia ausgewählt. Am 30. September schließt die Ausstellung für die Winterpause ihre Pforten, doch im nächsten Frühjahr heißt es dann wieder CONTINUUM.

www.isoleborromee.it/de

 

Reisen/Tourismus

Narren im Doppelpack: der Lago Maggiore feiert den Karneval gleich zweimal

 Vom 8. bis zum 18. Februar wird rund um den Lago Maggiore die vorösterliche Fastenzeit eingeläutet – ein Spektakel für alle Sinne, auch für den Gaumen

Die Urlaubsregion des Lago Maggiore mit den angrenzenden Ossola-Tälern und dem Lago d‘Orta steht während der tollen Tage Kopf. Umzüge, Musik und Maskentänze bestimmen das Bild, und man wäre nicht in Italien, wenn man nicht auch gut essen würde. Und für den Lago Maggiore gilt: Am Aschermittwoch ist noch längst nicht alles vorbei!

Isola Bella©RobertoMaggioni

In den meisten Orten beginnen die Feierlichkeiten am 8. Februar, dem giovedì grasso, dem Donnerstag vor Fasnacht, mit der Übergabe der Stadtschlüssel an das Königspaar, und enden am Fastnachtsdienstag, dem 13. Februar. In Verbania regieren Re Ciod und Regina Stecchetta, König Nagel und seine magere Königin. Es gibt am 8. Februar einen großen Umzug und am 9. sorgt die Gemeinde dafür, dass aus großen Töpfen auf dem Platz Polenta verteilt wird, wahlweise mit Trippa, herzhaften Kutteln, oder mit Salamini.

In einigen Orten wird der Karneval nach ambrosischem Ritus gefeiert. Er beginnt am Faschingsdienstag, dem martedì grasso, und dauert bis zum 18. Februar. Für Feierbegeisterte und Leckermäuler eine gute Gelegenheit, das Schlemmern in die Länge zu ziehen.

Schuld daran war der Überlieferung nach der Heilige Ambrosius. Dieser war im 4. Jh. Bischof von Mailand und soll, als sich seine Heimreise von einer Pilgerfahrt verzögerte, darum gebeten haben, mit dem Beginn der Fastenzeit auf ihn zu warten, worauf die Gläubigen die Feierlichkeiten einfach verschoben, ein Brauch, der sich in einigen Gegenden bis heute erhalten hat.

So in Cannobio, direkt an der Schweizer Grenze gelegen. Für die Kleinsten werden hier am Faschingsdienstag Kamelle auf einem Kinderumzug geworfen, und die eigentlichen Feierlichkeiten werden hier erst am 18. Februar mit einem stimmungsvollen Fackelumzug beendet.

Isola Pescatori©RobertoMaggioni

In Stresa zieht am 11. Februar König „Re Falcett“ mit seinem Hofstaat durch die Straßen und die typische Polenta wird vom örtlichen Zivilschutz gekocht. Man kennt sich und der Karneval ist ein Gemeinschaftserlebnis.

Und da ist man noch einmal bei der Polenta: In Norditalien eine Speise des Herzens und der Geselligkeit, darf sie auf Volksfesten nicht fehlen. Der nahrhafte gelbe Maisbrei wird dieser Tage meist serviert con salamini, einer Soße aus exzellenten Würsten, Tomaten und Bohnen oder con la trippa, herzhaften, mit Olivenöl verfeinerten Kutteln. Es sind einfache Gerichte mit intensiven Aromen, die ideal zum Winter passen und wahrhafte Delikatessen sind.

Und als beliebte Süßigkeit zwischendurch gibt es Chiacchiere, knusprige Teigfladen mit einem Schuss Grappa, frittiert und mit Puderzucker bestäubt.

Aber auch etwas abseits des Sees, in der reizvollen Bergwelt der Ossola-Täler, wird dieser Tage gefeiert. In Domodossola wird die ganze Stadt in Gelb dekoriert, wenn das Königspaar Togn und Cia am 11. durch die Gassen defiliert.

Golfo Borromeo©RobertoMaggioni

Sehenswert ist unbedingt auch der Umzug am 11. Februar durch das Omegna, am kleineren Lago d’Orta. Hier führen König Nigoglia und Königin Nigoglietta durch das historische Zentrum des Städtchens am malerischen Ortasee.

Ganz anders geht es dagegen in Arona, an der Südspitze des Lago Maggiore, zu. Hier können Wagemutige sich am 11. Februar morgens am 42. Cimento Invernale beteiligen, dem beliebten gemeinschaftlichen Sprung ins eiskalte Wasser des Sees. Viele tragen dabei eine Maske, und jedem schmecken danach ein paar Chiacchiere und vielleicht auch eine große Portion Polenta.

Marketing/Werbung Reisen/Tourismus

Der Lago Maggiore hat erneut eine Repräsentanz-Agentur

Erneut repräsentiert die Agentur Maggioni Tourist Marketing den Lago Maggiore ab 2018 offiziell auf dem deutschsprachigen Markt

Das beliebte Feriengebiet Lago Maggiore liegt in den Alpen im Norden Italiens zwischen den Regionen Piemont und Lombardei. Der große See ist eingebettet in eine kontrastreiche Landschaft, die die wild zerklüfteten Ossola-Täler und den reizvollen Lago d’Orta umfasst und sogar zu den sanften Reisfeldern von Novara reicht. Seine Form ist lang und eher schmal. Mit einer Länge von 64 km lang bis zu 10 km breit schlängelt sich vom schweizerischen Locarno im Norden langstreckt zwischen zahlreichen Natur-und Nationalparks wie dem Val Grande bis zu den lieblichen Hügeln und Weinbergen im Süden.

Auch der Monte Rosa, der berühmte Viertausender, liegt vom Ufern nur ca. 20 km entfernt. Gegensätze und wilde Schönheit der Natur machen den See aus, ebenso reizvolle Bauten. Berühmte Palazzi wie der Borromäische Palast auf der Isola Bella, die Villa Giulia, die Villa Pallavicino, das in die Felsen hineinge­baute Kloster von Santa Caterina del Sasso oder die Schlossruinen der Castelli von Cannero ziehen Besucher magnetisch an. Der Lago Maggiore ist von jeher ein Sinnbild der Romantik.

Schiff © Maggioni Tourist Marketing

Unter vielen anderen sind da Fischerdörfer wie Canobbio und Baveno, auf deren typischen Promenaden man am Wasser flaniert, und da sind die vielfältigen Ortskerne, Domodossola mit seinem historischen Marktplatz, Stresa und Baveno, die den Geist der Belle Epoque atmen; das pulsierende, kleine Arona und die wichtige Provinzhauptstadt Verbania, sind beide, jedes auf seine Art, Hotspots für Kultur und Unterhaltung und ein Bummelparadies.

Altstadt von Domodossola © Maggioni Tourist Marketing

Und schließlich gibt es da noch die allgegenwärtige Blütenpracht von Kamelien und Azaleen, nicht zu­letzt die Barockgärten der Isola Bella, die botanischen Gärten der Villa Taranto und den Park der Isola Madre, Impressionen, die schon immer die Fantasie der Reisenden von nördlich der Alpen beflügelt haben.

Wandern, genießen, entspannen, die 11 Inseln des Sees, darunter die weltberühmten Borromäischen Inseln, mit dem Boot erkunden, diese Möglichkeiten machen den Lago Maggiore zu einer der bedeu­tendsten touristischen Destinationen Italiens auf dem deutschsprachigen Markt.

Palazzo Borromeo auf der Isola Bella© Maggioni Tourist Marketing

Unter der Schirmherrschaft des Hotelverbandes „Federalberghi VCO“ haben sich die Gemeinden des Lago Maggiore zu einer Initiative zusammengeschlossen, um ihre Urlaubsregion gemeinsam auf dem deutschsprachigen Markt zu promoten.

Ab dem 1. Januar 2018 ist die offizielle Repräsentanz-Agentur des Lago Maggiore auf dem deutschspra­chigen Markt erneut die Berliner Agentur Maggioni Tourist Marketing.

Maggioni Tourist Marketing ist seit 12 Jahren auf dem Kommunikations- und Tourismussektor tätig. 2018 wird die Agentur den Lago Maggiore mit Ständen auf den großen Messen ITB Berlin (7. – 11. März), Salon Mondial du Tourisme Paris (15. – 18. März) und WTM London (5. – 7. November) vertreten. Für Tour Operator werden Fam Trips und Workshops veranstaltet. Darüber hinaus wird Maggioni Tourist Marketing im Rahmen der Pressarbeit selbstverständlich auch Pressemitteilungen veröffentlichen und Pressereisen in die Region organisieren.

Als Repräsentanz-Agentur steht Maggioni Tourist Marketing darüber hinaus für weitere Anfragen bezüglich Informationen und Bildmaterial zur Verfügung.