Category Archives: Recht/Gesetz/Anwalt

Familie/Kinder Recht/Gesetz/Anwalt

So vermeiden Sie grundlegende Fehler bei der Scheidung

Wer frisch verliebt ist oder gerade voller Euphorie die eigene Hochzeit plant, wird wohl kaum einen Gedanken an eine Scheidung verschwenden. Leider ist dies in vielen Fällen ein Fehler. Doch so unromantisch es auch klingen mag, so hilfreich kann es im Ernstfall auch sein, sich frühzeitig und gemeinsam Gedanken über das Vorgehen bei einer möglichen Trennung zu machen. Doch welche Fehler sollten Sie bei einer Scheidung vermeiden und wie können Sie für einen reibungslosen Ablauf bei einer Trennung sorgen?

Verabschieden Sie sich nicht komplett von Ihrer Berufstätigkeit

Bei verheirateten Paaren findet man häufig die Konstellation, dass der Partner, der sich hauptsächlich mit der Kindererziehung beschäftigt, seine Berufstätigkeit komplett einstellt. Im Falle einer Scheidung erweist sich dieses Verhalten jedoch oft als Fehler. Besser ist es daher, auch während der Kindererziehung beruflich am Ball zu bleiben, auch wenn Sie nur wenige Stunden die Woche oder von zu Hause aus arbeiten.

Scheuen Sie sich nicht davor, einen Ehevertrag aufzusetzen

Gerade bei Eheleuten, die gemeinsame Kinder haben, ist das Aufsetzen eines notariellen Ehevertrags oder eines Partnerschaftsvertrags sinnvoll. In diesen Vertrag können Sie festhalten, wie Sie nach der Scheidung die Betreuung Ihrer Kinder handhaben möchten. Auch die Vereinbarung eines Unterhalts kann in solch einem Ehevertrag festgehalten werden. Absprachen zum Thema Unterhalt sollten in jedem Fall schriftlich fixiert werden, damit Sie vor Gericht ihre Beweiskraft entfalten.

Informieren Sie sich schon vor der Scheidung über das Einkommen Ihres Partners

Dieser Ratschlag mag zunächst seltsam anmuten, hat aber gute Gründe. Denn so können Sie schon frühzeitig die finanzielle Lage Ihres Partners richtig einschätzen und Vereinbarungen zum Thema Trennungsunterhalt auf den Weg bringen. Es empfiehlt sich, schon frühzeitig nach der Trennung, Lösungen für finanzielle Fragen und die Aufteilung von Haus oder Wohnung zu finden. Machen Sie nicht den Fehler, diese Angelegenheit auf die lange Bank zu schieben.

Scheuen Sie sich nach der Scheidung nicht, Ihre Unterhaltsansprüche durchzusetzen

Machen Sie nach der Trennung nicht den Fehler, die Durchsetzung Ihrer Unterhaltsansprüche ewig hinauszuzögern. Scheuen Sie sich auch nicht davor, ein gerichtliches Eilverfahren zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche zu nutzen.

Verlieren Sie das Thema Altersvorsorge nicht aus den Augen

Ein Fehler, den viele unterhaltspflichtige Ex-Partner begehen, ist, sich nicht um eine zusätzliche Altersvorsorge zu bemühen. Diese zusätzliche Altersvorsorge kann in zulässiger Weise den Unterhaltsanspruch Ihres Ex-Partners mindern. Auch eine möglichst frühzeitige schriftliche Aufforderung an Ihren Ex-Partner dahingehend, sich Arbeit zu suchen kann dabei helfen, die Unterhaltszahlungen auf eine möglichst kurze Zeitspanne zu beschränken.

Suchen Sie schon kurz nach der Trennung einen Anwalt auf

Steht das Thema Scheidung im Raum, sollten Sie nicht den Fehler begehen, den Besuch beim Anwalt zu lange hinauszuzögern. Eine Scheidung kann ohne größere Streitigkeiten abgewickelt werden, wenn beide Ex-Partner sich frühzeitig beraten lassen. Machen Sie nicht den Fehler, Ihre eigenen Rechte zugunsten Ihres Ex-Partners hinten anzustellen, aber versuchen Sie die Scheidung dennoch fair und mit offenen Karten über die Bühne zu bringen.

Fazit: Fehler im Zusammenhang mit einer Scheidung gibt es viele, doch durch einen offenen Umgang mit dem Thema Trennung, auch schon vor der Eheschließung, können viele dieser Fehler vermieden werden.

Giuseppe M. Landucci
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Familienrecht
Hohenstaufenring 72
50674 Köln
E-Mail: info(at)kanzlei-landucci.de
Telefon: 0221 34 66 55 98
Telefax: 0221 34 66 55 99
Web: www.kanzlei-landucci.de

Aktuelle Nachrichten Gesundheit/Medizin Pressemitteilungen Recht/Gesetz/Anwalt

Röntgenfilm-Box zur Entsorgung von Kleinmengen

Schmidtentsorgung vereinfacht kostenfreie Bestellung mithilfe eines neuen Online-Bestellsystems

Bremen, 23. November 2017 – Obgleich jedes Jahr viele human- und veterinärmedizinische Einrichtungen auf die digitale Röntgentechnik umstellen, lagern noch immer unzählige analoge Röntgenbilder in ärztlichen Archiven. Hintergrund: Das Gesetz schreibt eine Aufbewahrungsfrist von mindestens 10 Jahren vor. Die anschließende Entsorgung kostet Ärzte und Mitarbeiter im meist hektischen Praxisalltag wertvolle Zeit – zu Lasten der Patientenversorgung. Deshalb hat die Schmidt + Kampshoff GmbH, zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb aus Bremen, ihren Entsorgungsservice um eine komfortable Kleinmengenlösung erweitert. Gerade Arztpraxen mit häufig nur geringen Mengen an Röntgenfilmen erhalten mit dem sogenannten X-Raycycling-Service eine schnelle, kostenfreie und datenschutzkonforme Entsorgungslösung: Die Röntgenfim-Box, die etwa 20 Kilogramm Röntgenfilme fasst. Dank eines neuen, vereinfachten Bestellsystems über www.x-raycycling.de können Ärzte und Unternehmen die kostenfreie Box nun in wenigen Sekunden bestellen.

„X-Raycycling ist ein Produkt, das aus unserer über 30-jährigen Erfahrung in der zertifizierten Röntgenfilmentsorgung resultiert: Viele Ärzte müssen sich mit der ordnungsgemäßen Entsorgung von kleineren Mengen an Röntgenbildern auseinandersetzen. Durch die immensen Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben fehlt dafür aber schlichtweg die Zeit. Überfüllte Archive und ein erschwerter Zugriff auf Patientendaten sind die Folge. Um dem entgegenzuwirken und wertvolle Rohstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen, haben wir mit X-Raycycling eine deutschlandweit flächendeckende Entsorgungslösung für kleinere Mengen an alten Röntgenfilmen entwickelt“, erläutert Monica Calvo Moreno, Datenschutzbeauftragte und Vertriebsleiterin von Schmidtentsorgung, den neuen Service. „Die Bestellung der Röntgenfilm-Box über unsere neue Website www.x-raycycling.de ist nun so schnell und einfach möglich, dass sie von jeder Praxismitarbeiterin und jedem Praxismitarbeiter mit ein paar Klicks erledigt werden kann“, betont Calvo Moreno weiter.

Nach Angabe der Kontaktdaten sowie der gewünschten Anzahl an Röntgenfilmboxen – es können auch mehrere kostenfrei bestellt werden – liefert Schmidt + Kampshoff die Box innerhalb von zwei bis maximal drei Werktagen an. Anschließend kann sie befüllt und mit mitgelieferten Plomben verschlossen werden. Zum Wunschtermin holt Schmidtentsorgung die volle Box dann zur datenschutzkonformen Entsorgung ab. Die enthaltenen Filme werden in der eigenen Anlage des Unternehmens in Rhede nach DIN SPEC 66399-3 vernichtet. Für größere Mengen an Röntgenbildern, digitale Röntgenfilme und Patientenakten bietet Schmidt + Kampshoff ebenfalls zertifizierte Entsorgungslösungen an. Auch die externe Aktenarchivierung in Hochsicherheitsarchiven gehört seit diesem Jahr zum Portfolio des Entsorgers.

Weiterführende Informationen zur Entsorgung von Röntgenfilmen unter www.x-raycycling.de und www.schmidtentsorgung.de.

Kontakt: Monica Calvo Moreno, Schmidt + Kampshoff GmbH, Georg-Henschel-Str. 1, 28197 Bremen, Telefon: +49 421 835 444 0, Telefax: +49 421 835 444 11, E-Mail: monica.calvo-moreno@schmidtentsorgung.de

Pressekontakt: Katrin Sturm, Agenda 17. Agentur für Public Relations, Dittrichring 17, 04109 Leipzig, Telefon: +49 341 980 90 90, Telefax: +49 341 980 89 17, E-Mail: info@agenda17.de

Recht/Gesetz/Anwalt

Entertainmentlawyermiami.com Reassures Customers That It Will Continue Providing the Best Law Services

Miami, Florida, November 21st, 2017 – Entertainmentlawyermiami.com has said they are continuing to provide their customers with the best law services in Miami. The firm has made a name for itself for being one of the most reliable and reputable firms in the industry and there is no doubt did the reassurance will go a long way towards Ensuring thatthey help as many customers as possible looking for entertainment lawyers Miami .

Finding an entertainment firm is not easy. But the fact that you can find a legal modelingfirm like entertainmentlawyermiami.com that is actually reassuring you that it wants to provide you with quality services. The professionalism that has been made is truly admirable and the firm is expecting that many customers want to be able to see the commitment.

The firm is an expert in the field and only hires a team of lawyers that have extensive experience in entertainment law to represent their customers. The best law services in the industry. The reassurance and the expertise is exhibited by the team of music entertainment lawyers NYCare very important in ensuring that customers are getting reliable law services.

You can contact the law firm at any time to get help from the entertainment law professionals. They are looking to provide you with the services that you are looking for. Miami is one of the top law firms . Visit the website to see the firm’s areas of practice.

Contacts:
21 SE First Avenue Suite
700 Miami, FL 33131
Local: 305-373-7665
Fax: 305-373-7668
Email: info@chaselawyers.com

Familie/Kinder Recht/Gesetz/Anwalt

Trennung & Scheidung: Was Sie über das Sorgerecht wissen sollten

Eine Scheidung der Eltern ist gerade für ein Kind eine schwierige Sache. Daher steht beim Sorgerecht und Umgangsrecht das Kindeswohl an oberster Stelle. Das Kind hat bei einer Scheidung ein Recht darauf, dass sich beide Elternteile um es kümmern und ihr Sorgerecht und Umgangsrecht wahrnehmen. Damit ist sowohl die Mutter wie auch der Vater nicht nur berechtigt mit dem Kind nach der Scheidung umzugehen, sondern sogar gesetzlich verpflichtet.

Was regelt das Sorgerecht?

Eine Scheidung ändert zunächst einmal nichts daran, dass beide Elternteile im Sorgerecht verpflichtet sind, sich um das Kind weiter zu kümmern und zwar nach § 1627 BGB „in eigener Verantwortung und im gegenseitigen Einvernehmen zum Wohl des Kindes“.

Sind sich Mutter und Vater bei der Scheidung einig über das Sorgerecht und Umgangsrecht steht dem auch nichts im Wege. Sind die Eltern nicht verheiratet, hat automatisch die Mutter das alleinige Sorgerecht. Erst wenn die Mutter dem Vater ein Mitsorgerecht einräumt, kann das Sorgerecht auch gemeinsam ausgeübt werden. Der Anspruch auf Umgang mit dem Kind besteht unabhängig vom Sorgerecht.

Das Sorgerecht des Kindes beinhaltet nicht nur die Sorge um das Kind, sondern auch die Sorge um das Vermögen des Kindes und das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Beim Aufenthaltsbestimmungsrecht gilt es darüber zu entscheiden, wo das Kind seinen Lebensmittelpunkt hat.

Gerade in diesem Punkt gibt es bei einer Scheidung, was das Sorgerecht und Umgangsrecht betrifft, immer wieder Streit zwischen den Eltern.

Wo lebt das Kind nach der Scheidung?

Am nachvollziehbarsten ist natürlich, wenn das Kind in seiner gewohnten und vertrauten Umgebung bleiben kann. Eine Scheidung ist für das Kind im Normalfall schon traumatisch genug.

Das Sorgerecht des Elternteils, bei dem das Kind nicht lebt, ist meist eingeschränkt. Der betreuende Elternteil hat sinnvollerweise Entscheidungsfreiheit in üblichen Situationen, wie der Wahl des Arztes oder der Freizeitaktivitäten des Kindes. Nur bei wichtigen Entscheidungen muss der nicht betreuende Elternteil in die Entscheidung eingebunden werden, wie der Wahl der Schule.

Beantragt ein Elternteil das alleinige Sorgerecht muss dies schwere Gründe haben, z.B. wenn das Kindeswohl beim anderen Elternteil gefährdet ist, z.B. durch Gewalt.

Ist das Kind 14 Jahre alt, hat es ein Mitspracherecht über das Sorgerecht und bei welchem Elternteil es nach der Scheidung leben möchte.

Wie sieht es aus mit dem Umgangsrecht?

Das Kind hat ein Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen nach der Scheidung. Deshalb haben die Eltern nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, entsprechende Umgangsrechte für den nicht betreuenden Elternteil abzustimmen. In der Regel wird sich hier auf ein Sorgerecht und Umgangsrecht für jüngere Kinder von einmal in der Woche für ein paar Stunden geeinigt. Für ältere Kinder dann auch mit Übernachtung. Hier empfehlen sich klare Absprachen, um Streit zu vermeiden.

Fazit: Sorgerecht und Umgangsrecht zum Wohle des Kindes

Bei der Regelung vom Sorgerecht und vom Umgangsrecht steht klar das Wohl des Kindes im Mittelpunkt. Für das Kind ist es am besten, wenn es in der schwierigen Situation nach der Scheidung in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann und sich die Eltern betreffend das Sorgerecht und das Umgangsrecht auf klare Regelungen einigen können.

advopart GbR
Agnes Polewka
Paul-Schallück-Str. 10
50939 Köln
Tel.: 0221 165 349 10
Fax.: 0221 165 349 11
E-Mail: info(at)advopart.com
Web: http://www.advopart.com

Börse/Anlage/Banken Finanzen/Wirtschaft Kunst/Kultur Marketing/Werbung Pressemitteilungen Rat und Hilfe Recht/Gesetz/Anwalt Shopping/Handel Versicherung/Vorsorge

Betrugsversuche mit Kleinanzeigen in Österreich

Zurzeit laufen in Österreich Betrugsversuche für eine angebliche Weihnachtsauktion des Auktionshaus OWL.

In österreichischen Tageszeitungen wird zurzeit mit dem Namen AUKTIONSHAUS OWL, oder auch Auktionshaus aus OWL versucht, gutgläubige Menschen zu betrügen.

In diversen Kleinanzeigenteilen der bekannten Zeitungen inseriert ein Betrüger den Kunst-, Antiquitäten-, Schmuck-, und Pelzankauf oder die Annahme der Objekte für eine nicht existente Weihnachtsauktion des’Auktionshaus OWL‘ oder eines Auktionshauses aus OWL ( Ostwestfalen-Lippe). Dieser Betrüger gibt sich als Herr Stein oder N.Stein als Mitarbeiter des real existierenden ‚AUKTIONSHAUS OWL‘ aus Bielefeld in Deutschland aus.

Das ‚Auktionshaus OWL Sauerland & Stürmann GbR‚ aus Bielefeld in Deutschland beschäftigt keinen Mitarbeiter mit dem Namen Stein oder anderes. Beim Auktionshaus OWL sind nur die Familien Sauerland & Stürmann beschäftigt.

Für alle dem realen ‚Auktionshaus OWL‘ übergebenen Gegenstände wird immer eine förmliche Quittung mit voller Geschäftsadresse ausgestellt, dieses wird von dem Betrüger so nicht praktiziert, dieser unterzeichnet eine  Quittung mit dem Namen Stein. Es wird angeraten dergleichen Betrugsversuche sofort bei der zuständigen Polizei-Dienststelle anzuzeigen.

Das ‚Auktionshaus OWL Sauerland und Stürmann GbR‘ versteigert keine Pelze und führt auch keine Weihnachtsauktion durch. Der Betrüger spricht mit eindeutig deutschem Akzent und wird hoffentlich bald dingfest gemacht. Es sind schon Anzeigen wegen Betrugs und Übervorteilung gestellt worden.

Betrugsversuche im Bereich Schmuck, Gold & Edelmetalle sind eine in Deutschland schon seit längerer Zeit funktionierende Masche. Speziell Zeitungsannoncen mit dem Begriff Pelzankauf werden zu fast 100% in betrügerischer Absicht geschaltet, bei Menschen welche daraufhin antworten fällt schon im zweiten Satz die Frage nach vorhandenen Schmuck und Edelmetalle wie Gold, Platin & Silber.

Die Betrüger kommen dann ins Haus, vorhandener Schmuck, Luxusuhren, Edeluhren, Münzen, Gold, Platin & Silber wird entweder zu ganz geringen, nicht marktgerechten Preisen angekauft, oder auch unter Herausgabe von Quittungen einfach mitgenommen um den Ankaufspreis zu überweisen oder später zu bezahlen. Das passiert natürlich nie und die angegebenen Namen, Adressen oder Telefonnummern sind nicht existent.

 

Familie/Kinder Recht/Gesetz/Anwalt

Ehevertrag auch nach der Hochzeit noch möglich

Wenn zwei Menschen gemeinschaftlich den Bund der Ehe eingehen, dann planen sie zum Zeitpunkt der Hochzeit ein gemeinschaftliches Leben. Der kirchliche Spruch „Bis das der Tod Euch scheidet“ hat jedoch in der heutigen Zeit bedauerlicherweise ein wenig von seinem Zauber eingebüßt, da mittlerweile jede dritte Ehe wieder geschieden wird. Ein Ehevertrag vor der Hochzeit kann dieser Gefahr zwar nicht präventiv entgegenwirken, der Ehevertrag kann jedoch das Streitpotential nach der Scheidung enorm mindern.

Vorab sehr genau prüfen

In Bezug auf die Liebe klingt die Weisheit „drum prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch etwas Besseres findet“ zwar plump und fehlgeleitet, allerdings hat diese Weisheit im Hinblick auf den Ehevertrag durchaus Bestand. Wie kaum ein anderer Vertrag erfordert der Ehevertrag sehr viel Aufmerksamkeit, auch wenn er nachträglich noch geschlossen werden kann.

In früheren Zeiten war der Ehevertrag besonders für die finanziell Bessersituierten interessant, um das eigene Vermögen vor den Folgen der Scheidung zu schützen doch mittlerweile hat der Ehevertrag auch die breite Masse der Bevölkerung erreicht. Insbesondere der weibliche Teil der Bevölkerung hat ein berechtigtes Interesse an einem Ehevertrag, da sie durch Kindeserziehung und erwerbslosen Zeiten nach einer Scheidung merklich schlechter gestellt werden als der Ex-Partner. Mit einem Ehevertrag können sowohl Unterhalts- als auch anderweitige Ausgleichsforderungen auch nachträglich im Zuge der Scheidung vereinbart werden, so dass die Scheidung sehr viel schneller und auch erheblich einvernehmlicher durchgeführt werden kann.

Berufliche Träume verwirklichen und schützen

Der Ehevertrag, der auch nachträglich seine volle Rechtswirksamkeit erzielt, kann auch für Startups sehr interessant werden. Der Startup kann mithilfe des Ehevertrages auch nachträglich noch seine gegründete Firma schützen und damit auch seinen beruflichen Lebenstraum weiterhin verwirklichen. Bedingt durch die gesetzliche Regelung der Zugewinngemeinschaft wäre dies ohne einen entsprechenden Ehevertrag schlichtweg nicht möglich, da der Ex-Partner Ansprüche an das Unternehmen geltend machen könnte. Es empfiehlt sich daher, möglichst zeitig einen derartigen Ehevertrag zu schließen oder zumindest zeitnah nachträglich nach der Eheschließung.

Selbstverständlich können auch sämtliche Angelegenheit rund um den Nachwuchs in dem Ehevertrag nachträglich geregelt werden, um einen langwierigen und mitunter schmutzigen Rechtstreit vor dem Familiengericht aus dem Weg zu gehen. Wird ein Ehevertrag zeitig nachträglich vereinbart, so gibt es nach der Scheidung keine Grundlage mehr für Streitigkeiten, da der Ehevertrag auch nachträglich für alle Beteiligten Bestand hat.

Da ein Ehevertrag auch nachträglich noch individuell gestaltet werden kann, empfiehlt es sich, möglichst zeitig gemeinschaftlich einen Fachanwalt für Familienrecht aufzusuchen und den Kontrakt dort aufsetzen zu lassen.

Ein Ehepaar, welches zwecks gemeinschaftlichem Ehevertrag auch nachträglich noch einen gemeinschaftlichen Fachanwalt für Familienrecht aufsucht, erhält die volle Rechtsberatung zu beiden Gunsten. Im Fall einer Ehescheidung kann selbstverständlich ebenfalls ein gemeinschaftlicher Rechtsanwalt aufgesucht werden, doch kann dieser Anwalt in der gängigen Praxis nur einen einzigen Part rechtlich vertreten. Gibt es allerdings einen Ehevertrag, so kann es auch nach der Scheidung keine unliebsamen Überraschungen oder gar Kriege vor Gericht mehr geben so dass beide Parteien ihren neuen Lebensweg beruhigt planen können.

 

Lenhardt & Lenhardt
Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft
Schumannstraße 27
60325 Frankfurt am Main

Tel.: +49 (69) 975 46-290
Fax: +49 (69) 975 46-291
Mail: info@lenhardt-lenhardt.de
Web: www.lenhardt-lenhardt.de

Familie/Kinder Recht/Gesetz/Anwalt

Eine faire Scheidung – so kann sie gelingen

Was romantisch mit einer Hochzeit und Treueversprechen beginnt, hält oft nicht ein Leben lang. Verletzte Gefühle und Enttäuschungen münden nicht selten in einem erbitterten Scheidungskampf. Doch ein solcher Rosenkrieg kostet Zeit, Geld und Nerven. Wie Sie ihn vermeiden können und eine faire Scheidung schaffen können, erfahren Sie hier.

Nicht Rache, sondern Rechte

Kaum eine Ehe endet in einer einvernehmlichen Scheidung, die von beiden Partnern gewollt und mitgetragen wird. Meist ist es ein Partner, der die Ehescheidung will. Die Situation wird dann schnell für beide Seiten unangenehm. Enttäuschung, verletzte Gefühle, Trauer, aber vor allem auch Wut bestimmen das Verhalten der Eheleute. Der Wunsch nach Rache treibt so manchen zu unvernünftigen Handlungen, die in einem Kreislauf aus Verletzungen und Hass enden – dem klassischen Rosenkrieg.

Doch in erster Linie geht es bei einer Ehescheidung um Rechte, nicht um Rache. Wichtig ist, dass sich beide Partner bei einer Scheidung Gedanken über ihre eigenen Wünsche machen. Diese Wünsche sollten während der Scheidung in fairen Vorschlägen diskutiert werden. Auch Kompromisse müssen geschlossen werden, so schwer es auch fallen mag.

Was sie unbedingt vermeiden sollten

Bleiben Sie fair! Unwahre Anschuldigungen machen eine faire Scheidung unmöglich. Die ohnehin schon emotional aufgeladene Situation kann durch falsche Behauptungen und unfaire Tricks nur eskalieren.

Beliebte Tricks, um den Partner während einer Ehescheidung schlecht zu machen, sind das Erfinden von außerehelichen Liebesaffären oder der Versuch, gemeinsames Vermögen auf die Seite zu schaffen. Nicht selten gibt jemand seinen Arbeitsplatz auf, um keinen Unterhalt bezahlen zu müssen. Auch die gemeinsamen Kinder werden oft instrumentalisiert, um den Partner unter Druck zu setzen oder zu verletzen.

Diese unangenehmen Begleiterscheinungen helfen bei einer Ehescheidung überhaupt nicht, sondern führen eher dazu, dass neben einem Anwalt auch noch ein Psychologe oder Mediator die Partner bei der Scheidung begleiten muss.

Das juristische Ende einer Ehe

Rechtlich wird das Ende einer Ehe dadurch festgelegt, dass die Ehepartner seit einem Jahr getrennt (Trennungsjahr) leben und mindestens einer der Eheleute das Zusammenleben “erkennbar ablehnt”. Die Voraussetzung für eine Scheidung ist also, dass die Ehe zerrüttet ist. Sollte ein Ehepartner mit einer Scheidung nicht einverstanden sein, kann die Trennungszeit bis zu drei Jahre dauern. Bei schwerer und dauerhafter Gewalt in der Ehe kann eine Scheidung aber auch bereits nach einer kürzeren Trennungszeit möglich sein.

Der Ehevertrag kann Klarheit schaffen

Vielen Frischvermählten erscheint es sinnlos und geradezu als böses Omen, einen Ehevertrag zu schließen. Beide Partner sind fest entschlossen, ein Leben lang zusammen zu bleiben. Eine Trennung erscheint geradezu unmöglich. Doch ein Ehevertrag kann eine sinnvolle Ergänzung zu einem Eheversprechen sein. Es kann ein Zeichen von Liebe und Vertrauen sein, das man dem Partner von Beginn an zeigt, auch im Falle einer Scheidung fair und gerecht bleiben zu wollen.

Der Ehevertrag muss in Anwesenheit beider Partner vor oder nach der Hochzeit vor einem Notar geschlossen werden. Ein Ehevertrag darf keinen Partner benachteiligen. Sämtliche Fragen, die Konfliktpotenzial bei einer Scheidung bieten, können dort geregelt werden: Unterhalt, Sorgerecht, Versorgungsausgleich, auch die Betreuung der Kinder, uvm.

Eine faire Scheidung kann gelingen. Bewahren Sie einen kühlen Kopf und erinnern sich an die guten Zeiten!

 

Giuseppe M. Landucci
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Familienrecht
Hohenstaufenring 72
50674 Köln
E-Mail: info(at)kanzlei-landucci.de
Telefon: 0221 34 66 55 98
Telefax: 0221 34 66 55 99
Web: www.kanzlei-landucci.de

Familie/Kinder Recht/Gesetz/Anwalt

Trennung & Scheidung: Wie läuft das mit dem Versorgungsausgleich?

Während der Ehe denkt kein Partner an die Scheidung. Doch leider kommt es immer häufiger dazu. Der Versorgungsausgleich geschieht automatisch nach der Scheidung. Er ist nicht immer gerecht und kann zu wirtschaftlichen Schäden für beide Ehepartner führen. Aus diesem Grund sollten Sie das Thema Rente schon vor auftretenden Problemen besprechen. Doch was ist der Versorgungsausgleich und wie läuft er ab?

Was bedeutet Versorgungsausgleich?

Während einer Ehe sammeln beide Partner Anwartschaften für die Rente an. Dies sind die Anteile, aus denen die spätere Rente berechnet wird. In vielen Fällen kommt es vor, dass ein Ehepartner mehr Anteile ansammelt als der Andere. Dies ist vor allem in Ehen der Fall, in denen die Frau die Kindererziehung übernimmt und der Mann Alleinverdiener ist. Die Frau bekommt zwar ebenfalls Anwartschaften auf die Rente, aber geringere. Nach einer Scheidung wäre sie gegenüber dem Ehepartner benachteiligt. Ein Versorgungsausgleich wird nach der Scheidung durchgeführt, um diesen Nachteil in der Rente auszugleichen. Die Anwartschaften werden zusammengezählt und durch zwei geteilt. In der Folge haben beide oft zu wenig Rente zur Verfügung.

Der Zeitpunkt der Berechnung für den Versorgungsausgleich beginnt im Monat der Heirat und endet im Monat der Zustellung des Antrages auf Scheidung.

Müssen alle Vorsorgemaßnahmen nach der Scheidung ausgeglichen werden?

Vorsorgemaßnahmen, die Sie vor der Ehe geschlossen haben, zählen bis zum Beginn der Ehe nicht in die Anwartschaften für die gemeinsame Rente. Es zählen nur die Beiträge, die während der Ehezeit angespart wurden. Bei der Scheidung müssen alle Versorgungen für die Rente angegeben werden. Der Partner bekommt die Liste vor der Scheidung zur Kontrolle, damit keiner vergessen oder unterschlagen wird. Nicht ausgleichsfähig sind hingegen Leistungen, die einer Entschädigung dienen, z. B. eine Unfallrente.

Gibt es die Möglichkeit, den Versorgungsausgleich nach der Scheidung zu beschleunigen?

Um die Rente nach der Scheidung ohne viel Zeitaufwand zu regeln, können Sie den Vorgang beschleunigen.

Die einfachste Methode ist eine einvernehmliche Scheidung. Ein Scheidungsfolgevertrag bzw. eine Scheidungsfolgenvereinbarung kann z. B. regeln, dass ein Partner die gemeinsame Immobilie behält, der Andere im Gegenzug keinen Ausgleich zur Rente zahlen muss. In vielen Fällen kann eine Lösung dieser Art für Sie wirtschaftlich sinnvoller sein. Ein solcher Vertrag muss notariell beglaubigt sein.

Ein Ehevertrag kann die Rente nach der Scheidung ebenfalls regeln. Ein solcher ist z. B. sinnvoll, wenn einer der Ehepartner selbständig ist. In diesem Fall sorgt er selbst für seine Rente und zahlt keine Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung. Der andere Partner müsste seine Rente teilen, wenn der Versorgungsausgleich nicht vertraglich ausgeschlossen wird. Die Versorgungsverhältnisse können bei der Deutschen Rentenversicherung schon im Vorfeld abgefragt werden. Für eine solche Kontenklärung stehen freie Berater oder auch Rechtsanwälte zur Verfügung.

Wann findet ein Versorgungsausgleich statt?

Eine Ehe muss drei Jahre bestanden haben, bevor der Versorgungsausgleich im Rahmen der Scheidung durchgeführt werden kann. Bei einer Ehezeit unter 3 Jahren wird der Versorgungsausgleich bei einer Scheidung nur durchgeführt, wenn einer der Ehegatten die Durchführung beantragt. Im Rahmen der Scheidung findet u.U. der Versorgungsausgleich nicht statt, wenn dieser zu geringen Ausgleichswerten führen würde. Prüfen Sie am besten vor der Scheidung, wie hoch der Versorgungsausgleich bei Ihnen liegen würde.

Giuseppe M. Landucci
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Familienrecht
Hohenstaufenring 72
50674 Köln
E-Mail: info(at)kanzlei-landucci.de
Telefon: 0221 34 66 55 98
Telefax: 0221 34 66 55 99
Web: www.kanzlei-landucci.de

Börse/Anlage/Banken Finanzen/Wirtschaft Recht/Gesetz/Anwalt Versicherung/Vorsorge

Unternehmervollmacht: Neue Beratungsansätze für das Firmenkundengeschäft

Bad König, 17.10.2017 – Es passiert schneller als man denkt: ein schwerer Unfall oder eine Krankheit, die den Patienten lange ans Bett fesselt. Besonders problematisch sind solche Notlagen, wenn sie einen Einzelunternehmer, einen Freiberufler oder den alleinigen geschäftsführenden Gesellschafter einer Firma betreffen. Denn dann ist auch das Unternehmen in Gefahr. In einem solchen Fall hilft die Unternehmervollmacht, die auch den Firmenkundenberatern von Banken und Sparkassen einen guten Anlass für ein Beratungsgespräch liefert.

„Viele Geschäftsinhaber denken, dass sie im Notfall automatisch von ihrem Ehegatten vertreten werden“, erklärt Margit Winkler, Geschäftsführerin des Instituts GenerationenBeratung (IGB). „Das ist aber nicht der Fall. Wurde keine Vollmacht erteilt, muss durch das Gericht ein Betreuer bestellt werden – das dauert und kann dazu führen, dass ein völlig Fremder plötzlich im Unternehmen das Sagen hat.“ Gerade für Handwerker, Ärzte, Apotheker, Unternehmensberater, Taxisfahrer, kurzum für Einzelunternehmer und Freiberufler besteht daher Handlungsbedarf. Sie müssen sich rechtzeitig um eine Unternehmervollmacht kümmern, diese erstellen und sicher verwahren.

Banken und Sparkassen können dieses Thema dafür nutzen, mit ihren Bestandskunden ins Gespräch zu kommen und durch den zusätzlichen Service auch Neukunden auf sich aufmerksam zu machen. Die Institute fungieren dabei nicht alleine als Vertraute und Berater ihrer Firmenkunden, sondern lernen im Rahmen der Beratung ihre Kunden noch besser kennen und können Ansätze für den Abschluss zusätzlicher Vorsorgeprodukte erkennen. Daneben empfehlen sie sich als Partner des Bevollmächtigten und bleiben so auch im Notfall die Hausbank ihrer Firmenkunden.

Mit einer Unternehmervollmacht kann der Inhaber einzelnen Personen sowohl weitere Entscheidungsspielräume einräumen, als auch konkrete Anweisungen erteilen. Die Vollmacht kann zudem so ausgestaltet sein, dass die bevollmächtige Person bei wichtigen Entscheidungen wie der Einstellung leitender Mitarbeiter oder dem Abschluss wesentlicher Verträge, einen Berater konsultieren muss. Außerdem ist es möglich, die Entscheidungskompetenzen auf verschiedene Personen aufzuteilen, die Experten in diesem Bereich sind.

 

Über das Institut GenerationenBeratung:
Das unabhängige und neutrale Institut GenerationenBeratung (IGB) ist Experte zu Themen der rechtlichen und finanziellen Vorsorge für den Pflege- und Todesfall. Für Privatpersonen erstellt das IGB rechtssichere Vollmachten und verwahrt sie, genauso wie die unterschiedlichsten Verfügungen, die im Bedarfsfall benötigt werden. Finanzdienstleister bildet das IGB zu allen Themen der GenerationenBeratung aus, damit diese ihre Kunden noch besser zu allen Themen der Vorsorge beraten zu können. www.institut-generationenberatung.de
Margit Winkler (Jahrgang 1963), Geschäftsführerin des Instituts GenerationenBeratung (IGB), ist Expertin in allen Fragen rund um Vollmachten, Verfügungen, Pflege und Testament. Mit ihrem Buch „Vorsorgen: Keine Frage des Alters!“ hat sie einen Leitfaden für Menschen vorgelegt, die die eigene Zukunft nicht dem Zufall überlassen wollen. Das Buch gilt als Standardwerk für die GenerationenBeratung.

Familie/Kinder Rat und Hilfe Recht/Gesetz/Anwalt

Mit der einvernehmlichen Scheidung sparen Sie Zeit und Geld

Nicht immer hält die große Liebe ein Leben lang. Die dann folgenden Trennungsgeschichten sind oft unangenehm, langwierig und vor allem teuer. In Deutschland herrscht der Anwaltszwang im Scheidungsrecht. Doch es gibt die Möglichkeit zur einvernehmlichen Scheidung. Diese kann ehemaligen Paaren helfen, eine Scheidung unkomplizierter und kostengünstiger zu gestalten, wenn sie einige Punkte beachten.

Ist eine Scheidung ohne Anwalt möglich?

Eine Scheidung ohne Anwalt ist nicht möglich. Der Scheidungsantrag muss immer durch einen Anwalt eingereicht werden. Gemäß § 114 FamFG (Gesetz über das Verfahren in Familiensachen) und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit, zu denen auch die Familiengerichtsbarkeit zählt, besteht ein so genannter Anwaltszwang.

Doch es lassen sich zumindest die Kosten für einen Anwalt einsparen, wenn es gelingt, sich auf eine einvernehmliche Scheidung zu einigen.

Die einvernehmliche Scheidung als Chance

Für eine einvernehmliche Scheidung ist es wichtig, dass die Eheleute sich am besten im Vorfeld schon über einige Punkte verständigt haben:

  • den Zugewinnausgleich (Ausgleich des Vermögens)
  • den Trennungs- bzw. nachehelichen Unterhalt
  • das Sorgerecht oder das Umgangsrecht und der Unterhalt für gemeinsame Kinder
  • den Umgang mit gemeinsamen Eigentum oder der bisherigen Ehewohnung
  • nicht zuletzt muss auch der gesamte Hausrat aufgeteilt werden

Sind diese Punkte geklärt, können die getroffenen Vereinbarungen durch einen Anwalt verbindlich festgehalten werden. Haben die Eheleute auch alle anderen Punkte erfüllt, die in Deutschland für eine Scheidung nötig sind (Stichwort Trennungsjahr), steht einer einvernehmlichen Scheidung nichts mehr im Wege.

Ein gemeinsamer Anwalt?

Um der Anwaltspflicht zu genügen, muss wenigstens einer der Ehepartner im Rahmen einer einvernehmlichen Scheidung einen Anwalt beauftragen. Dieser muss den Scheidungsantrag einreichen und wird mit der Wahrnehmung der rechtlichen Interessen des Mandanten betraut.

Herrscht grundsätzlich Einigkeit zwischen den Ehepartnern und die Bereitschaft zu einer einvernehmlichen Scheidung, kann der andere Ehepartner auf rechtlichen Beistand verzichten. Es ist unzutreffend, von „einem gemeinsamen Anwalt“ zu sprechen, denn dieser wird eindeutig nur von einem Ehepartner beauftragt. Der andere Ehepartner muss dem Scheidungsantrag gemäß § 114 Abs. 4 Nr. 3 FamFG gegenüber dem Gericht nur noch zustimmen.

Die Sache mit den Kosten

Ein Anwalt muss bei einer Scheidung also auf jeden Fall beauftragt werden und seine Vergütung richtet sich nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Doch durch die einvernehmliche Scheidung und die Beauftragung nur eines Anwalts, lassen sich die Kosten deutlich senken. Es besteht auch die Möglichkeit, die Kosten zwischen den Ehepartnern aufzuteilen, so dass die Belastung für den Einzelnen noch geringer wird.

Grundsätzlich gilt: die Gerichtskosten (neben den Anwaltskosten entstehen auch Kosten für das gerichtliche Verfahren) richten sich nach dem Verfahrenswert. Auch hier bietet die einvernehmliche Scheidung eine gute Möglichkeit, durch eine Aufteilung gemeinsamer Besitzgüter den Verfahrenswert und damit die Gerichtskosten geringer zu halten.

Eine Frage der Zeit

Neben den Kosten lässt sich durch eine einvernehmliche Scheidung auch Zeit sparen. Je nachdem, ob ein Versorgungsausgleich durchgeführt werden muss, dauert eine einvernehmliche Scheidung ungefähr drei bis zwölf Monate. Danach ist jeder Ehepartner frei und kann in sein neues Leben starten. Anderenfalls kann sich ein streitiges Scheidungsverfahren auch schon mal über mehrere Jahre erstrecken.

Fazit

Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, ist das immer schmerzhaft. Wenn möglich, sparen Sie also Zeit, Geld und Nerven bei der Durchführung einer einvernehmlichen Scheidung.

 

advopart GbR
Agnes Polewka
Paul-Schallück-Str. 10
50939 Köln

Tel.: 0221 165 349 10
Fax.: 0221 165 349 11
E-Mail: info(at)advopart.com
Web: http://www.advopart.com