Neu: Zero-U Patchen an der Schrankaußenseite bei Siemons VersaPOD Schranksystem
Troisdorf, 17. Dezember 2009. Siemon hat jetzt eine neue, zusätzliche Zero-U Patchmöglichkeit am Ende der Schrankreihe für sein VersaPOD Schranksystem…
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Troisdorf, 17. Dezember 2009. Siemon hat jetzt eine neue, zusätzliche Zero-U Patchmöglichkeit am Ende der Schrankreihe für sein VersaPOD Schranksystem…
WeiterlesenMünchen, 17. Dezember 2009 – Sourcefire, Inc. (Nasdaq: FIRE), ein führendes Unternehmen im Bereich Cybersecurity, gibt bekannt, dass die Produktlinie…
WeiterlesenSilvester: Worauf Mieter beim Feiern achten sollten
VdW Bayern gibt Tipps für die Neujahrsnacht
München (17.12.2009) ? Für rauschende Feste im Mehrparteienhaus gibt es auch an Silvester keinen Freibrief. Nach Hausordnung und Landesimmissionsschutzgesetz gilt ausnahmslos eine Nachtruhe von 22 bis sechs Uhr morgens. Darauf verweist der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern). Für Parties oder Musik gelte dann grundsätzlich gedämpfte Lautstärke.
Das Recht auf eine ordentliche Feier im Jahr, auf das sich viele Mieter gerne berufen, ist nur eine Legende. Ein schönes Silvesterfest mit Freunden ist dennoch möglich, wenn man sich an ein paar Spielregeln hält. „Am besten ist es, die Nachbarn schon vorab über die Feier zu informieren“, empfiehlt Verbandsdirektor Xaver Kroner. Für Wohlwollen im Haus sorge auch die Einladung, beim Fest vorbeizuschauen.
Sorgfaltspflicht beim Feuerwerk
Bei den meisten Feiern gehört ein buntes Feuerwerk zum Pflichtprogramm. Gerne wird damit schon in der Wohnung begonnen. Bei Tischfeuerwerken sind feuerfeste Unterlagen angebracht. Ein ausreichender Abstand sollte zu leicht brennbaren Materialien wie Luftschlangen und dem Weihnachtsbaum eingehalten werden.
Für das Abfeuern von Raketen sind Balkone oder gar Loggien kein geeigneter Ort. Hier ist die Gefahr zu groß, brennbare Außenwände oder Nachbarwohnungen zu treffen. Da ein Fehlstart von Raketen und Krachern nie ausgeschlossen werden kann, muss beim Abbrennen ein Platz gewählt werden, von dem aus fehlgehende Feuerwerkskörper aller Voraussicht nach keinen Schaden anrichten können, urteilte das AG Berlin-Mitte (Az.: 25 C 177/01). Um böse Überraschungen zu vermeiden, ist es ratsam, schon vor dem Feuerwerk brennbare Gegenstände von Balkon oder Terrasse zu entfernen. Auch Dachluken und -fenster sollten geschlossen werden.
Prosit Neujahr
Auch wer am nächsten Morgen noch viel Restalkohol im Blut hat, sollte seinem Vermieter lieber ein gutes neues Jahr wünschen, anstatt ihn zu beschimpfen. Nicht jeder wird vor Gericht so viel Glück haben, wie eine Frau, die ihre Vermieterin am Neujahrsmorgen mit Beleidigungen wie „Schlampe“ und „Miststück“ begrüßt hatte und ihr anschließend Blumentöpfe vor die Tür warf. Das Amtsgericht Köln war nach Zeugenaussagen überzeugt, dass die Beklagte volltrunken und deshalb nicht zurechnungsfähig war und entschied, dass der einmalige Vorfall keine fristlose Kündigung rechtfertige (Az.: 210 C 148/98). Grundsätzlich gilt jedoch: Alkohol schützt vor Strafe nicht.
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Der Abdruck ist frei.
Ansprechpartner für die Medien:
Medienreferent Tobias Straubinger
Verband bayerischer Wohnungsunternehmen e.V. (VdW Bayern)
Stollbergstraße 7, 80539 München
Telefon: (089) 29 00 20-305
Fax: (089) 228 59 40
E-Mail: tobias.straubinger@vdwbayern.de
Internet: www.vdwbayern.de
Ansprechpartner der betreuenden Agentur:
Sabine Baudisch, Team ‚Bauen Wohnen‘
ComMenDo Agentur für UnternehmensKommunikation GmbH
Hofer Straße 1, 81737 München
Telefon: (089) 67 91 72-0
Fax: (089) 67 91 72-79
E-Mail: sabine.baudisch@commendo.de
Internet: www.commendo.de
Im VdW Bayern sind 470 bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen ? darunter 335 Wohnungsgenossenschaften und 88 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 560.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.
POSTBANK STUDIE: BEI BERUFSTÄTIGEN MIT KINDERN WÄCHST DIE ANGST VOR ALTERSARMUT
Die Schere zwischen Haushalten mit und ohne Kinder driftet in Deutschland beim Thema Altersvorsorge auseinander / Finanz- und Wirtschaftskrise erhöht Handlungsdruck
Wie notwendig Maßnahmen zur Verbesserung der finanziellen Vorsorgesituation von Haushalten mit Kindern in Deutschland sind, zeigt eine bundesweit repräsentative Postbank-Studie in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach. Demnach erwartet mit 15 Prozent inzwischen mehr als jeder siebte Berufstätige mit mindestens einem im Haushalt lebenden Kind, „im Alter den Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln finanzieren zu können“. Im Vorjahr gaben das erst 12 Prozent dieser Berufstätigen an. Während Familien mit Kindern deutlich sorgenvoller in die Zukunft sehen, geht die Angst vor Altersarmut bei Berufstätigen ohne Kinder zurück: Glaubten 2008 noch 13 Prozent von ihnen, im Ruhestand nicht genug Geld für den Lebensunterhalt im Alter zu haben, ist der Wert auf jetzt 11 Prozent gesunken.
Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise
Eine Ursache für diese Entwicklung ist offensichtlich die Finanz- und Wirtschaftskrise. So gehen 47 Prozent der Berufstätigen mit Kindern davon aus, dass ihre gesetzliche Rente durch die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise wie etwa Arbeitslosigkeit, Kurzarbeitsregelungen oder Frühverrentung sinkt. Leben keine Kinder im Haushalt, ist diese Befürchtung mit 43 Prozent deutlich geringer. Und: Gegenüber der staatlichen Rente oder Pension sind Berufstätige mit Kindern im Haushalt grundsätzlich skeptischer eingestellt als der Rest der Bevölkerung.
Während unter den Berufstätigen ohne Kinder zumindest 58 Prozent die gesetzliche Rente als besonders sichere Altersvorsorge einstufen, sagen dies nur 47 Prozent der Berufstätigen, die mit Kindern zusammen leben.
Die Postbank-Studie zeigt auch, dass sich 38 Prozent der Berufstätigen mit Nachwuchs angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise fragen, welche private Altersvorsorge „überhaupt noch Sinn macht“. Lebt im Haushalt kein Kind, ist der Anteil der Verunsicherten mit 29 Prozent weit niedriger.
„Solche Zahlen zeigen, dass bei den Bemühungen, die private Altersvorsorge zu verbessern, Familien mit Kindern besonders berücksichtigt werden müssen“, sagt Dr. Michael Meyer, Vorstand Retail bei der Postbank. Die staatlichen Förderangebote müssten teilweise transparenter gestaltet und in der Praxis leichter anwendbar werden. „Komplizierte Regelungen schrecken die ohnehin verunsicherten Familien noch weiter von einem Engagement in eine private Altersvorsorge ab“, so Meyer. Zudem müssten zusätzliche finanzielle Spielräume geschaffen werden. Die von der Bundesregierung aktuell auf den Weg gebrachten Verbesserungen beim Kindergeld und Kinderfreibeträgen seien in diesem Sinne ein begrüßenswerter Anfang.
Pressekontakt:
Ralf Palm
+49 228 920 12109
ralf.palm@postbank.de
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WeiterlesenBASF Plant Science, Genomine, Inc. und POSTECH unterzeichnen Lizenzvereinbarung im Bereich Pflanzenbiotechnologie
2009-12-17 P-09-480
Gemeinsames Ziel ist die Ertragssteigerung von Nutzpflanzen wie Reis und Mais
Vereinbarung ist bereits die zweite Zusammenarbeit der BASF in Südkorea im Bereich Biotechnologie
Limburgerhof und Pohang, Südkorea, 17. Dezember 2009 ? BASF Plant Science, die südkoreanische Beteiligungsgesellschaft Genomine und die südkoreanische Universität POSTECH haben heute eine Lizenzvereinbarung unterzeichnet. Das Ziel der Vereinbarung ist die Entdeckung von Genen, mit denen sich die Erträge bedeutender Nutz- und Futtermittelpflanzen wie Reis und Mais weiter steigern lassen. Dazu zählen Gene, die sowohl unter normalen als auch unter erschwerten Anbaubedingungen wie z.B. Dürre den Ertrag steigern.
„In der modernen, wissensorientierten Gesellschaft sind Öffentlich-Private-Partnerschaften wie diese nicht nur für die direkten Beteiligten, sondern auch für das Land selbst von Vorteil“, weiß Professor Yang Do Choi, Director des südkoreanischen Crop Functional Genomics Center (CFGC) . Südkorea nimmt bereits seit einem Jahrzehnt eine führende Position in der Forschung im Bereich Pflanzenbiotechnologie ein.
„Die BASF sucht gezielt nach Genen, mit denen Landwirte ihre Erträge steigern können“, so Dr. Jürgen Logemann, Vice President Technology Management bei der BASF Plant Science. „Die Arbeit von Genomine und der POSTECH ergänzt unsere eigenen Forschungsaktivitäten optimal. Als führendes Unternehmen für Gen-Discovery und Trait-Entwicklung sind wir bestrebt, unsere Position durch den ständigen Austausch mit hervorragenden Universitäten und Forschungseinrichtungen zu verbessern“, so Logemann weiter. Die erste Vereinbarung der BASF Plant Science in Korea wurde 2007 mit dem südkoreanischen Crop Functional Genomics Center eingegangen und umfasst 40 Institute.
„Diese Vereinbarung dient als Rahmenwerk zur Entwicklung einer Strategie durch die maximale Nutzung von Synergien, die allen drei Parteien zugutekommt. Darüber hinaus sorgt diese Partnerschaft für eine schnellere Vermarktung der von Genomine und der POSTECH entwickelten Technologien“, berichtet Dr. Kyung Mok Park, CEO von Genomine, Inc. „Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit, die für alle Partner von Vorteil ist.“
„Durch die Partnerschaft mit Genomine und der BASF Plant Science profitiert die POSTECH von kommerzieller Dynamik, Innovation und Effizienz“, erklärt Dr. Hong-Gil Nam, Professor an der POSTECH. „Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden die POSTECH-Technologien zur Genfunktionsforschung bei Nutzpflanzen sowie das Know-how der BASF Plant Science für eine Weiterentwicklung und Vermarktung genutzt.“
Die POSTECH bringt ihre Expertise im Bereich Gen-Discovery in die Vereinbarung ein. Weiteres Know-how in diesem Bereich wird von Genomine beigesteuert . Die BASF Plant Science ist für die weitere Analyse und Entwicklung der Gene in kommerziellen Nutzpflanzen wie z.B. Reis und Mais verantwortlich. Durch Kooperationen mit führenden Saatgutunternehmen macht das Unternehmen Landwirten optimierte Nutzpflanzen zugänglich.
Finanzielle Details wurden nicht bekannt gegeben.
Über die POSTECH:
Die POSTECH wurde am 13. Dezember 1986 als erste forschungsorientierte Universität Südkoreas gegründet. Mit ihrem erstklassigen Bildungsumfeld sowie dem innovativen Universitätsbetrieb wurde die POSTECH schnell zur führenden Bildungseinrichtung für Natur- und Ingenieurswissenschaften in Südkorea.
Heute unterstützt die POSTECH führende Anbieter von Zukunftstechnologien durch ein Bildungsumfeld, das mit internationalen Eliteuniversitäten vergleichbar ist und jedes Jahr 300 der besten Absolventen grundständiger Studiengänge hervorbringt. Dank der hochmodernen und erstklassigen Forschungseinrichtungen und der zugehörigen Infrastruktur ist die POSTECH auf einem guten Weg, die weltweit einflussreichste Universität im Bereich der Grundlagenforschung und der industriellen Entwicklung in Südkorea zu werden. Weitere Informationen über die POSTECH finden sie im Internet unter www.postech.ac.kr .
Über Genomine, Inc.:
Genomine ist eine der führenden Beteilgungsgesellschaften im Bereich Biotechnologie in Südkorea. Das Unternehmen ging aus dem Bereich Life Science der POSTECH hervor. Da die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Bildungseinrichtungen für den langfristigen Erfolg im Bereich Biotechnologie unabdingbar ist, spielt Genomine hier als Bindeglied eine entscheidende Rolle. Die Gründungsmitglieder und Forscher von Genomine waren zum Großteil zuvor an der POSTECH beschäftigt. Zahlreiche POSTECH-Professoren waren bereits in beratender Funktion für Genomine tätig. Die hochmodernen Technologien und Einrichtungen der POSTECH sind für die laufenden Projekte von Genomine enorm von Vorteil. Der Name Genomine leitet sich aus den englischen Begriffen „genome“ und „mine“ ab und steht für das Bestreben, aus Genen einen Mehrwert zu schaffen. Genomine verfügt über führende Technologien zur Erkennung nützlicher Pflanzengene durch Verwendung von Techniken zur Genfunktionsforschung und Proteomik. Das Unternehmen verfügt über zahlreiche gentechnisch veränderte Linien variabler Phänotypen, die mit proprietären Technologien entwickelt wurden. So lassen sich einfach nützliche Gene gewinnen und auf zahlreiche Industriebereiche anwenden, darunter die Entwicklung wertvoller transgener Pflanzen und chemische Produkte in der Landwirtschaft. Derzeit konzentriert sich Genomine auf die Entdeckung neuartiger Pflanzengene im Zusammenhang mit Ertragssteigerung, Toleranz gegenüber Umwelteinflüssen und Sterblichkeit. Weitere Informationen über Genomine finden Sie im Internet unter www.genomine.com.
Über BASF Plant Science
BASF ? The Chemical Company ? hat ihre Aktivitäten im Bereich der Pflanzenbiotechnologie im Jahr 1998 in der BASF Plant Science konsolidiert. Heute arbeiten etwa 700 Mitarbeiter daran, Nutzpflanzen für folgende Bereiche zu optimieren: effizientere Landwirtschaft, nachwachsende Rohstoffe und gesündere Ernährung für Mensch und Tier. Zu den Projekten der BPS zählen die Ertragssteigerung in Nutzpflanzen, ein höherer Gehalt von Omega-3-Fettsäuren in Ölpflanzen zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Getreide mit einem höheren Nährstoffgehalt zum Einsatz als Futtermittel und Kartoffeln mit optimiertem Stärkegehalt für die industrielle Anwendung.
Weitere Informationen über die BASF Plant Science finden Sie im Internet unter
www.basf.de/plantscience .
Medienkontakt:
BASF Plant Science
Mette Johansson
Telefon: +49 621-60-28752
Mette.Johansson@basf.com
Genomine, Inc
Dong Hee Lee, PhD
Telefon: +82 54-223-2467
ldh0404@genomine.com
POSTECH
Chang Sun Oh
Telefon: +82 54-279-2412
hook@postech.ac.kr
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WeiterlesenChristina Kubisch Preisträgerin des SR Medienkunstpreises 2009 – Medienkunstpreis wird zum zehnten Mal verliehen
Den Medienkunstpreis des Saarländischen Rundfunks 2009 hat die Jury Christina Kubisch zuerkannt. Der Jury gehören an: Frank Johannsen für den SR-Hörfunk, Rainer Petto für das SR Fernsehen und der Bremer Kunstkritiker Rainer Schossig.
Die 1948 in Bremen geborene Komponistin und Klangkünstlerin trat schon früh mit Projekten im Schnittfeld von Bildender Kunst, Medien und Musik in Erscheinung. In den 70er Jahren waren es vor allem genderkritische Video-Performances, gefolgt seit Beginn der 80er Jahre von raumbezogenen Klanginstallationen mit magnetischer Induktion und anderen meist selbstentwickelten audiovisuellen Mitteln. Seit mehr als 20 Jahren bezieht Christina Kubisch auch Licht und Materialstrukturen in ihre Arbeiten ein, die in ihren oft großformatigen Installationen visuelle und akustische Elemente zu einer neuen Einheit verbinden. Nach Studien- und Lehraufenthalten in Deutschland, der Schweiz und Italien sowie Gastprofessuren unter anderem in den Niederlanden und Frankreich lebt sie seit 1986 in Berlin: Sie ist dort Mitglied der Akademie der Künste. Seit Jahren experimentiert sie erfolgreich mit Klangspaziergängen im öffentlichen Raum, wobei sie das Publikum mit speziellen elektromagnetischen Kopfhörern zu einer bisher unbekannten Art der Wahrnehmung der Alltagswelt einlädt. Christina Kubisch lehrt seit 1994 als Professorin für Plastik und Audiovisuelle Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken. Dort hat sie mittlerweile eine neue, junge Generation von vielseitigen Medienkünstlern und – Künstlerinnen herangebildet.
Den SR Medienkunstpreis 2009 wird Intendant Fritz Raff am Freitag, 29. Januar, an Christina Kubisch übergeben.
Zehn Jahre SR Medienkunst-Preis
Medienkunst? Sie sind sich so nah, und doch so fremd: die Kunst und die Medien. Sie sind einander verwandt, weil beide sich der gleichen elektronischen Mittel bedienen. Aber das Verhältnis zwischen den Journalisten in den elektronischen Medien und den Medienkünstlern ist angespannt. Medienkunst, das waren für die abgebrühten Leute in Hörfunk und Fernsehen lange Zeit diese unprofessionellen Videos mit dem großem Anspruch und der schlechten Technik. Die Künstler ihrerseits grenzten sich von nichts schärfer ab als von den Massenmedien, die ihrer Ansicht nach ästhetischen Missbrauch mit den erhabenen Medien Bild und Ton betrieben.
Bei der saarländischen Landeskunstausstellung fiel zwei Kulturleuten vom Saarländischen Rundfunk etwas auf. Zwischen all den Gemälden und Skulpturen war der quantitative und qualitative Anteil der so genannten Medienkunst beträchtlich. Doch diese Kunstrichtung, der sie sich durch ihren Beruf verbunden fühlten, war arg benachteiligt. Das breite Publikum mochte ohnehin nicht einsehen, dass man Kunst statt mit dem Pinsel oder dem Meißel auch per Mouse click machen konnte. Aber auch bei der professionellen Kritik fehlte die rechte Anerkennung, fehlten die Maßstäbe zur Beurteilung. Und geschäftlich hatten es die Medienkünstler ohnehin schwer – wer gab schon Geld aus für flackernde Werke, die man nicht mit dem Nagel an der Wohnzimmerwand befestigen oder repräsentativ auf dem Parkettboden aufstellen konnte?
Und so schlugen Frank Johannsen, Programmchef von SR 2 KulturRadio, und Rainer Petto, Redakteur des Fernsehmagazins „Kulturspiegel“, dem Intendanten Fritz Raff vor, dass der SR als das führende elektronische Medium in der Region einen Preis stiften sollte, um Medienkunst zu fördern und zu unterstützen. Tatsächlich konnte der SR-Medienkunst-Preis, der inzwischen mit 2.500 Euro dotiert ist, schon im gleichen Jahr 2000 zum ersten Mal vergeben werden, und zwar für ein Klangkunstwerk der Saarbrücker Kunststudentin Natalie Bewernitz.
Der SR Medienkunst-Preis sollte keine Auszeichnung für Teilnehmer der Landeskunstausstellung bleiben, die ohnehin nur alle vier Jahre stattfindet. Die Auslober nahmen sich die Freiheit, Preisträger nach den unterschiedlichsten Gesichtspunkten auszugucken. Immer in der Jury: der Bremer Kulturjournalist Rainer B. Schossig, ein Garant dafür, dass persönliche Beziehungen in die Region keine Rolle spielten. Bewerben konnte man sich nur zwei Mal. Im Jahr 2001, als der Preis unter Absolventen der Hochschule der Bildenden Künste ausgeschrieben wurde, ging er an das Saarbrücker Videokünstlerinnen-Paar Klaudia Stoll und Jacqueline Wachall. Im Jahr darauf wurde auch in Luxemburg und Ostfrankreich ausgeschrieben, Preisträger wurde der aus Luxemburg stammende Gast Bouschet für seine groß angelegten Internet-Projekte. 2006 ging die Auszeichnung noch einmal ins Großherzogtum, an die junge Künstlerin Su-Mei Tse, die mit der Gestaltung des Luxemburger Pavillons auf der Biennale in Venedig auf sich aufmerksam gemacht hatte.
Gefördert wurden nicht nur Künstler, sondern auch Persönlichkeiten, die sich der Verbreitung dieser schwierigen Kunstrichtung verschrieben haben. Anita Beckers ist mit ihrer Frankfurter Galerie die erste Adresse in Deutschland für Medienkunst, aber mit einem Preis war ihre Arbeit noch nie anerkannt worden ? bis sie 2005 den SR-Medienkunst-Preis entgegennehmen konnte. Ähnlich 2003 der Fall des Wissenschaftler Rudolf Frieling, der am Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe als wichtiger Vermittler hinter den Kulissen wirkt.
Eines wurde im Lauf der Jahre immer deutlicher: Der wesentliche Unterschied bei der Verwendung von Bild und Ton in den Massenmedien und in der Medienkunst ist der Umgang mit dem Faktor Zeit. Das Fernsehen hat sich mit schnellen Schnitten und Szenenwechseln auf den ungeduldigen Zuschauer eingestellt. Sieht man von der Gruppe „Die Redner“ mit ihrer Multimedia-Performance „JFK-Show“ (Preisträger 2007) ab , so rechnen die Medienkünstler immer mit einem Betrachter, der sich viel Zeit nimmt. Geradezu programmatisch war das 2008 bei den Videos von Imre Ostmann zu sehen: Ein Beobachter, Rücken zum Publikum, steht vor einer Landschaft, in der nichts passiert, außer dass der Tag kommt und vergeht. Wer sich darauf einließ, erlebte eine ganz andere Art von Spannung, als Krimis sie bieten.
Immer wieder waren Absolventen der Hochschule der Bildenden Künste Saar unter den Preisträgern (außer den Genannten 2004 Gab. Heller). Kein Wunder, gehörten hier doch von der Gründung an die so genannten Neuen Medien mit renommierten Dozenten zum Studienangebot. Und so schließt sich im zehnten Jahrgang der Kreis mit der Preisträgerin Christina Kubisch, die seit vielen Jahren als Professorin an der HBK lehrt und die nun als innovative Medienkünstlerin geehrt wird
Die Preisträgerinnen und Preisträger des SR Medienkunstpreises im Überblick:
2000 (damals noch: SR Kunstpreis Neue Medien) Natalie Bewernitz
2001 Klaudia Stoll und Jacqueline Wachall (Duo Stoll Wachall, für die Video-Klanginstallation „dream stereo“
2002 Gast Bouschet, Video-und Klangkünstler, für sein Projekt „The Trust“
2003 Rudolf Frieling, Wissenschaftler, ZKM Ludwigsburg, für seine Verdienste um die Vermittlung von Medienkunst
2004 Gab Heller für ihre Video-Film-Projektion „Tunnels“
2005 Anita Beckers für ihre Vermittlungs-Tätigkei als Video-Galeristin
2006 Su-Mei Tse für ihre Video-und Klanginstallationen
2007 „Die Redner“ (Claas Willeke, Florian Penner, Oliver Strauch und Bernhard Wittmann) für ihr Programm „JFK-Show“
2008 Imre Ostmann für seine Video-Klang-Installation „Zu Besuch bei Äolus und Terminus“
2009 Christina Kubisch für ihr Gesamtwerk
Links: www.sr-online.de/dersr/112/242344.html ; www.christinakubisch.de ; HBK über http://134.96.77.91/personen.html .
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