?e-mobility Berlin? bringt smarte Lösungen für Elektromobilität

Essen (pressrelations) –

„e-mobility Berlin“ bringt smarte Lösungen für Elektromobilität

RWE und Daimler starten die zweite Phase des gemeinsamen Großprojekts „e-mobility Berlin“ für klimaschonende Elektromobilität

Daimler bringt als erster europäischer Hersteller alltagstaugliche Elektroautos auf den Markt; Erste smart fortwo electric drive an Kunden übergeben
Innovative RWE Strom-Ladeinfrastruktur, für alle Elektrofahrzeuge, geht in Berlin offiziell in Betrieb
Komplettpaket: intelligenter smart electric drive mit Full-Service Vertrag, intel-ligente RWE-Ladebox für zuhause und 18-Monate kostenfreiem Ökostrom

Mit der Übergabe der ersten smart electric drive an Kunden und der offiziellen Inbetriebnahme der RWE-Strom Ladeinfrastruktur wird die nächste Stufe der Elektromobilität eingeleitet: „e-mobility Berlin“ ermöglicht ab heute saubere, intelligente und kundenfreundliche Elektromobilität. Ob an einer öffentlichen Ladestation oder an der RWE-Autostrom-Ladebox für die Garage ist Ökostrom laden und bezahlen ab sofort so einfach wie mit das Telefonieren mit einem Mobiltelefon. Die Basis dafür bildet das intelligente Lademanagement, das einen direkten Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Ladestation ermöglicht.

Im Komplettpaket erhält der Kunde den smart fortwo electric drive mit einem Full-Service Mietmodell und einem intelligentem Lademanagement, eine intelligente und schnelle RWE-Ladebox für zu Hause und kostenfreien Ökostrom für die ersten 18 Monate. Mit „e-mobility Berlin“ wird Elektromobilität für alle Kunden komfortabel, sicher und einfach zu handhaben.
Die ersten smart fortwo electric drive werden heute in Berlin übergeben. Die Fahrzeuge gehen im Rahmen eines Full-Service Mietmodells an ausgewählte Flotten-, Geschäfts- und Privatkunden. In Laufe des Projekts wird die Berliner Flotte durch Mercedes-Benz A-Klassen E-CELL ergänzt. In Summe wird Daimler mehr als 100 Elektrofahrzeuge mit Batterieantrieb der Marken smart und Mercedes-Benz für

„e-mobility Berlin“ zur Verfügung stellen und sich sowohl um den Service als auch die Wartung der Fahrzeuge kümmern. „Unser wegweisendes Mobilitätskonzept bietet eine integrierte Lösung, die uneingeschränkt alltagstaugliche Elektroautomobile und eine darauf abgestimmte Ladeinfrastruktur kombiniert. Der smart fortwo electric drive ist das weltweit erste Elektroauto, das über ein intelligentes Lademanagement verfügt und mit modernster Lithium-Ionen Technologie ausgerüstet ist. Er kombiniert Fahrspaß mit einer emissionsfreien Reichweite von 135 Kilometern ? mehr als genug für den täglichen Einsatz im urbanen Umfeld. Das umweltverträgliche und kundenfreundliche Elektroauto ist ab heute Bestandteil des Berliner Straßenbilds“, so Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars.

RWE stellt die flächendeckende intelligente Strom-Ladeinfrastruktur für „e-mobility Berlin“ mit rund 500 Stromladepunkten bereit und ist außerdem für den Betrieb, die Ökostromlieferung und die zentrale Systemsteuerung der Infrastruktur verantwortlich. „Beim Projekt „e-mobility Berlin“ fließt ausschließlich ?grüner? Strom aus regenerativen Quellen“, so Dr. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG. „Mit unserem Know-how als Stromerzeuger bringen wir den Klimaschutz durch ?ErneuerbareN? in die Individualmobilität“, so Großmann. „Wir bauen ein umfassendes System mit einer intelligenten und komfortablen Ladeinfrastruktur für alltagstaugliches, schnelles Laden zu Hause, den Arbeitsplatz und im öffentlichen Bereich auf. Dabei schafft unsere Technologie schon heute die Grundlage für noch mehr Klimaschutz in der Zukunft, das heißt vor allem die effizientere Nutzung von Erneuerbaren Energien.“
Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, bekräftigt die Unterstützung der Bundesregierung für die Bemühungen der Unternehmen: „Ich baue auf die Innovationskraft der Industrie und unserer Forschungseinrichtungen. Damit Deutschland in der Automobiltechnik auch in Zukunft führend bleibt, brauchen wir eine branchenübergreifende Zusammenarbeit. Nur so können die offenen Fragen bei der Speichertechnologie und der Infrastruktur für die Elektromobilität gelöst werden. Der gemeinsame Flottenversuch von Daimler und RWE ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Die Bundesregierung unterstützt mit einer umfangreichen Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten in den Bereichen Verkehr, Energie und Informations- und Kommunikationstechnik die Entwicklung marktreifer Produkte und stärkt so den Innovationsstandort Deutschland. Ab Anfang 2010 soll die geplante Gemeinsame Geschäftsstelle Elektromobilität der Bundesregierung als zentrale Anlaufstelle für Wirtschaft und Wissenschaft zusammen mit allen Beteiligten die Umsetzung des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität koordinieren“.
Laden und bezahlen: so einfach wie mit einem Mobiltelefon

Strom laden funktioniert damit noch komfortabler als heute Kraftstoff tanken. Voraussetzungen sind die einfache technische Handhabung („Plug Charge“), der automatische Informationsaustausch zwischen Fahrzeug und Ladestation während des Ladevorgangs sowie ein kundenfreundliches und sicheres Abrechnungssystem ? so einfach wie beim Mobiltelefon. Kunden schließen im Rahmen des „e-mobility Berlin“ Projekts einen Autostrom-Vertrag mit der RWE ab. Der persönliche Vertragscode (ID) wird zusammen mit, aus dem Online-Banking bekannten, Signierverfahren einmalig über das Web vom Fahrzeug abgerufen und im Abrechnungssystem beim Vertragspartner RWE hinterlegt. Ist mittels Ladekabel der Kontakt zwischen Fahrzeug und Ladestation hergestellt, ermöglicht die Elektronik an Bord des smart fortwo electric drive und des Ladepunkts, alle relevanten Informationen – wie etwa die Identifikationsdaten des Stromvertrags – mit dem Stromnetz auszutauschen.

Der Ladevorgang wird nur durch die Erkennung der persönlichen ID automatisch freigegeben. So lässt sich beispielsweise die Abrechnung stets komfortabel, einfach und vor allem sicher gestalten. Der Kunde erhält immer nur eine Stromrechnung von RWE, unabhängig davon, wo und von welchem Betreiber von Ladestationen der Kunde den Strom für seinen smart bezieht. Der Vorteil für den Kunden: Er muss sich nicht aktiv um einen Zugang bemühen, etwa durch Anmeldung via PIN oder Kreditkarte. Gleichzeitig ist bei allen Vorgängen der Datenschutz durch die Verschlüsselung und Anonymisierung der Kundendaten gewährleistet. Als weitere Funktion kann der Fahrer den Status des Ladevorgangs und damit die aktuelle Reichweite seines smart fortwo electric drive überall und zu jeder Zeit via Smartphone, beispielsweise einem iPhone, einem Blackberry oder über jeden PC mit Internetzugang überwachen. Auch können smart fortwo electric drive Fahrer ihr Auto einfach vorklimatisieren, solange das Fahrzeug zu Hause oder an der Ladestation noch aufgeladen wird ? diese komfortable Möglichkeit des Vorheizens im Winter und Vorkühlen im Sommer, bietet kein anderes Automobil.
Die Elektronik im Auto bildet zudem die Basis für zukünftige Features des smart
fortwo electric drive und der A-Klasse E-CELL, wie etwa die Möglichkeit, den Ladevorgang aktiv zu steuern. Zum Beispiel, indem sie die maximal verfügbare Ladeleistung während der Standzeit des Fahrzeugs und die entsprechenden Stromkosten beim Versorger abruft. Daraus lässt sich die jeweils wirtschaftlichste Ladestrategie für das Fahrzeug berechnen. Parkt der Elektro-smart für längere Zeit, so kann das Nachladen in Zeiträume mit geringer Netzbelastung und damit meist günstigeren Preisen, beispielsweise in die Nacht, gelegt werden.

Mit ihren diversen Abrechnungs-, Steuerungs- und Kontrollfunktionen garantiert das intelligente Gesamt-System „Fahrzeug und Ladesäule“ eine besonders kundenfreundliche, weil komfortable und sichere Elektromobilität.

Volle Sicherheit und individuelle Kontrollmöglichkeiten via Internet

Maximale Sicherheit für den Nutzer ist auch in physikalischer Hinsicht gewährleistet: Stecker und Kabel registrieren, ob Ladestation und Fahrzeuganschluss in technisch einwandfreiem Zustand sind. Erst dann werden die jeweiligen Anschlüsse verriegelt und der Strom fließt. Eine Gefährdung des Nutzers durch Fehler in der Handhabung ist dadurch praktisch ausgeschlossen. Es gibt keine frei liegenden elektrischen Anschlüsse im System, und die Kabel sind bei Nichtverwendung grundsätzlich spannungsfrei geschaltet. Beim Anschluss an eine Autostrom-Ladestation oder -Ladebox eröffnen sich dem Kunden individuelle Informations-, Kontroll- und Steuermöglichkeiten via Internet, z.B. per Laptop oder über internetfähige Mobiltelefone mit denen der aktuelle Ladestand abgelesen werden kann.

Wegweisende Lösungen für weltweiten Technik-Standard

Darüber hinaus kommen im Fahrzeug und bei der Ladetechnik weitere innovative Technologien zum Einsatz: Gemeinsam mit 20 Automobilherstellern, Zulieferern und Energieversorgern haben RWE und Daimler einen gemeinsamen Ladestecker entwickelt, der europaweit als Standard etabliert werden soll.

Ziel aller Kooperationspartner ist es, einen europa- bzw. weltweit verbindlichen Standard für Ladeschnittstellen von Elektrofahrzeugen zu schaffen. Diese übergreifende Standardisierung ist eine wesentliche Voraussetzung für die Einrichtung einer reibungslos funktionierenden und kundenfreundlichen Stromlade-Infrastruktur und damit auch für die spätere breite Kundenakzeptanz und den flächendeckenden Einsatz von Elektroautos. Für die Standardisierung der Kommunikationsschnittstelle zwischen Fahrzeug und Ladestation haben Daimler und RWE gemeinsam ebenso ein Kommunikationsprotokoll entwickelt, das Dritten ? im Sinne des Open Source Gedankens ? zur Entwicklung eigener Produkte kostenfrei im Internet zur Verfügung steht. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Kommunikationsprotokoll analog des Betriebssystems Unix in der Computerwelt ständig weiterentwickelt wird und die Weiterentwicklung des Kommunikationsprotokolls nicht durch gewerbliche Schutzrechte beeinträchtigt wird.
Daimler ? Treiber innovativer und alltagstauglicher Elektromobilität

Im Rahmen der Initiative „e-mobility Berlin“ bringt Daimler als erster europäischer Hersteller alltagstaugliche Elektroautomobile mit Batterie in nennenswerter Stückzahl auf den Markt. Die in Berlin eingesetzten smart fortwo electric drive gehören zu einer Serie von zunächst 1.000 Einheiten, deren Produktion seit Mitte November im Werk Hambach läuft. Die Fahrzeuge kommen im Laufe des nächsten Jahres in insgesamt acht Ländern auf die Straße: In Europa werden neben Deutschland auch in Italien, Spanien, England, Frankreich und in der Schweiz smart fortwo electric drive unterwegs sein. Im zweiten Halbjahr 2010 beginnt die Markteinführung in den USA und in Kanada. Dr. Zetsche: „Vor gut zehn Jahren hat smart die urbane Mobilität neu erfunden. Mit dem smart fortwo electric drive der zweiten Generation folgt nun der nächste Meilenstein der von Anfang an ?grünen? Karriere des kompakten smart fortwo. 2012 beginnen wir mit der Großserienproduktion, dann steht der Elektro-smart allen Interessenten zur Verfügung.“

Der Elektroantrieb des intelligenten Zweisitzers überzeugt nicht nur in Sachen Alltagstauglichkeit und Umweltverträglichkeit, sondern auch in punkto Fahrspaß. Die zweite Generation überbietet den seit 2007 in London erfolgreich erprobten Vorgänger in jeder Hinsicht, angefangen bei der hohen Reichweite: Mit 16,5 kWh Kapazität ermöglicht die hocheffiziente Lithium-Ionen Batterie 135 Kilometer Fahrstrecke, 30 Prozent mehr als zuvor. Innerhalb von nur drei bis vier Stunden, kann die Batteriekapazität von etwa 30 auf rund 80 Prozent aufgeladen werden, das entspricht einer Reichweite von über 100 Kilometern. Sollte eine öffentlichen Ladestation oder die RWE-Autostrom-Ladebox einmal nicht verfügbar sein, so kann der smart fortwo electric drive jederzeit auch an jeder normalen Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Der smart macht den lokal emissionsfreien Elektroantrieb zur idealen Alternative für die Mobilität in der Stadt. Im Heck arbeitet ein 30 kW starker Elektromotor, der mit 120 Nm Drehmoment, die direkt beim Start zur Verfügung stehen, für gute Beschleunigungswerte sorgt und dank des schaltfreien Elektroantriebs auch hohe Agilität garantiert. Besonderen Wert haben die smart-Entwickler auch auf das Sicherheitskonzept gelegt. Fahrer und Beifahrer sitzen oberhalb des Aufprallbereiches, die Batterie ist ? ebenfalls bestens geschützt ? zwischen Längs- und Querträgern sowie den beiden Achsen untergebracht. So bleibt der nutzbare Innenraum des nur 2,70 Meter kompakten smart vollständig erhalten.

RWE – Schrittmacher in Sachen intelligenter Ladeinfrastruktur

Die RWE baut und betreibt die Ladeinfrastruktur für „e-mobility Berlin“. Im Berliner Stadtgebiet werden derzeit 500 Ladepunkte sukzessiv aufgebaut. Parallel errichtet RWE in allen großen Städten und Metropolregionen Deutschlands öffentlich zugängliche Ladestationen, z.B. im öffentlichen Straßenraum, in APCOA-Parkhäusern, vor allen großen ADAC-Geschäftsstellen. Noch bis Ende 2010 wird der Kunde in allen deutschen Großstädten erste RWE-Autostrom-Ladestationen finden. Darüber hinaus treibt RWE gemeinsam mit Stadtwerke-Partnern auch den flächendeckenden Ausbau von Ladeinfrastruktur voran. Flexibles „Tanken“ dort, wo man ohnehin parkt, ist das Ziel von RWE ? zu Hause, am Arbeitsplatz oder beim Einkaufen. So wird elektrisches Fahren alltagstauglich.
Ladestationen für den öffentlichen Betrieb und die RWE-Autostrom-Ladebox für zu Hause wurden grundlegend neuentwickelt. Großen Wert legte RWE dabei auf Sicherheit, ansprechendes Design und maximalen Bedienkomfort. Auch die zentrale Systemsteuerung ist neu. Sie ermöglicht zukünftig die noch effizientere Nutzung von Strom aus Erneuerbaren Energien sowie den Ausgleich von Bedarfsspitzen im Netz. Ganz nach dem Motto „Mehr Umweltschutz durch Innovation!“ so Jürgen Großmann.

Auch die Ladestationen von RWE liefern schon heute die Technologie für morgen. Sie ermöglichen schnelles Laden und stellen eine gesicherte Ladeleistung von 22 kW an der RWE-Autostrom-Ladebox für die heimische Garage und 44 kW an öffentlichen Stationen bereit. Im Vergleich dazu liefert die normale Haushaltssteckdose nur maximal 3,7 kW.
Strom laden: komfortabel, kostengünstig und transparent

Der smart fortwo electric drive ermöglicht mit seinem Verbrauch von nur 12 kWh pro 100 Kilometer die sparsamste und umweltfreundlichste Art des Autofahrens im urbanen Verkehr – und damit eine vorbildliche Lösung für das lokal emissionsfreie Fahren der Zukunft. In vielen Städten werden zunehmend Umweltzonen eingerichtet und Einfahrbeschränkungen verhängt, von denen lokal emissionsfreie Elektroautos ausgenommen sind. Neben möglichen staatlichen Fördermitteln, zum Beispiel den in verschiedenen europäischen Ländern bereits eingeführten Steuererleichterungen für Käufer von Elektroautos, eröffnet sich damit eine weitere Option zur Senkung der Betriebskosten. Hinzu kommen die im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen niedrigen Energiekosten. Bei „e-mobility Berlin“ ist der RWE-Ökostrom für die ersten 18 Monate kostenlos.

RWE AG
Konzernkommunikation / Presse
Opernplatz 1
45128 Essen
http://www.rwe.com

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Mit VW und Mercedes am besten mobil wohnen

München (pressrelations) –

Mit VW und Mercedes am besten mobil wohnen

Vergleichstest Wohnmobile
ADAC fordert ESP serienmäßig für alle Modelle

Die deutschen Traditionsmarken VW und Mercedes sind die Spitzenreiter beim jüngsten ADAC-Test von Wohnmobilen mit Aufstelldach. Insgesamt sechs Modelle bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht wurden von den Club-Testern unter die Lupe genommen, mit teilweise jedoch nur ausreichenden Ergebnissen.
So erzielen die Modelle Space Camper classic auf der Basis des VW T5 2.0 TDI und Westfalia Marco Polo auf der Basis des Mercedes Viano 2.2 CDI in den Kategorien Fahreigenschaften, Motor/Antrieb und Komfort durchwegs gute Noten. Auch bei der Wohnraumbewertung, die sich unter anderem aus den Unterkategorien Schlafbereich, Möbelqualität und Aufbau zusammensetzt, können beide Camper punkten. In der Summe der Eigenschaften erzielt der VW mit Space Camper-Ausbau die Gesamtnote 2,3, der Mercedes, von Westfalia als Marco Polo ausgebaut, erreicht die Note 2,4.
Abzüge gibt es beim Preis: Der Space Camper classic ist mit 70 000 Euro Anschaffungspreis das teuerste Fahrzeug im Test, und der Motor des Westfalia Marco Polo sorgt zwar für gute Elastizität, aber auch für hohen Verbrauch.
Guten Durchschnitt erreichen die, auf baugleichen Basisfahrzeugen angebotenen Modelle Sioux Tendance (Peugeot Expert Tepee 2.0 HDI) und Westfalia Michelangelo (Fiat Scudo 140 Multijet) mit jeweils 2,6 als Gesamtnote: Der Sioux Tendance überzeugt vor allem mit hohem Standard bei der Kindersicherheit, belegt bei der Wohnraumbewertung jedoch den letzten Platz. Das Basisfahrzeug des Westfalia Michelangelo ist zwar komfortabel, erlangt jedoch in den Bereichen Fahrstabilität, Wendigkeit und Verarbeitung nur durchschnittliche bis ausreichende Noten.
Bei den Schlusslichtern Pössl Daily Van C auf Citroen Jumpy 2.2 HDI (Gesamtnote 2,9) und HymerCar 302 auf Fiat Ducato 120 Multijet (3,0) schlagen Sicherheitsmängel durch: So sind Beifahrerairbag und ESP bei beiden Modellen nur gegen Aufpreis zu haben. Das sollte bei Fahrzeugen, mit denen die ganze Familie lange Reisen tätigt, nicht sein. Der ADAC fordert daher die Hersteller auf, ESP auch in Wohnmobilen serienmäßig anzubieten. Den Kunden rät der Club, beim Kauf verstärkt auf Sicherheitsstandards zu achten. Die ausführlichen Testergebnisse können unter www.adac.denachgelesen werden.

Rückfragen:
Katja Legner
089/7676-6417

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Inhaftierter iranischer Journalist mit Goldener Feder der Freiheit ausgezeichnet

Paris (pressrelations) –

Inhaftierter iranischer Journalist mit Goldener Feder der Freiheit ausgezeichnet

Der iranische Journalist und Politikexperte Ahmad Zeidabadi, der unmittelbar nach der umstrittenen iranischen Präsidentschaftswahl inhaftiert wurde, ist mit der Goldenen Feder der Freiheit 2010 ausgezeichnet worden. Der Pressefreiheitspreis wird jährlich vom Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien (WAN-IFRA) verliehen.

Zeidabadi wurde durch seinen offenen Brief bekannt, den er im Jahr 2000 aus dem Gefängnis schrieb, um gegen die Behandlung der inhaftierten Journalisten durch die Justiz zu protestieren. Der Brief fand trotz der Versuche der Behörden, die Veröffentlichung zu unterbinden, weite Verbreitung.

Aufgrund seiner Arbeit wurde er im August von der iranischen Obrigkeit erneut zu sechs Jahren Haft verurteilt und mit einem lebenslangen Berufsverbot als Journalist belegt.

Das WAN-IFRA-Board erklärte bei der Bekanntgabe seiner Entscheidung: „Alle Journalisten sind sich der Gefahren bewusst, die man eingeht, wenn man das autokratische Regime von Präsident Mahmud Ahmadinedschad herausfordert und die Handlungsweise des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei in Frage stellt. Zeidabadi hat sich wiederholt dazu entschlossen, ihnen die Stirn zu bieten und sich öffentlich für Reformen und Rechtsstaatlichkeit im Iran einzusetzen. Er wurde zu sechs Jahren Haft und weiteren fünf Jahren Verbannung in der iranischen Stadt Gonabad verurteilt und erhielt nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Juni ein lebenslanges Schreibverbot.
Zeidabadi hat sich geweigert, nachzugeben, trotz der entsetzlichen Bedingungen, denen er ausgesetzt ist, und seinem Mut zollen wir höchsten Respekt. Wir hoffen, dass das Urteil gegen Herrn Zeidabadi aufgehoben wird.“

Ahmad Zeidabadi ist nach Akbar Ganji (2006) der zweite iranische Journalist, der in den letzten Jahren mit dem Preis ausgezeichnet wurde.

Zeidabadi, der seit dem Jahr 2000 mehrmals inhaftiert wurde, war einer von Dutzenden von iranischen Journalisten, die in der Folge der umstrittenen Präsidentschaftswahl im Juni 2009 systematisch verhaftet und gefangen gehalten wurden. Er wurde im August zusammen mit mehr als 40 weiteren Journalisten und 100 bedeutenden Anhängern der Reformbewegung des Landes vor Gericht gestellt und angeklagt, mit einer „sanften Revolution“ den Umsturz der klerikalen Theokratie geplant zu haben. Zeidabadi wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Mindestens 26 weitere Journalisten werden nach wie vor festgehalten, einige von ihnen müssen sich auf Haftstrafen zwischen fünf und neun Jahren einstellen.

Eine Woche nach Verhandlungsbeginn trat Zeidabadi aus Protest gegen seine Festnahme in Hungerstreik und kam, nachdem man ihn bewusstlos in seiner Zelle aufgefunden hatte, 17 Tage lang in ein Krankenhaus.

Beiträge von Ahmad Zeidabadi, dem früheren Chefredakteur der Zeitung Azad, sind in der Teheraner Tageszeitung Hamshahari erschienen, beim BBC Persian Service und auf der persisch/englischen Nachrichten-Website Rooz. Er ist Mitglied des iranischen Journalistenverbandes und gewählter Präsident der Iranian Alumni Association, einer der größten Studentenorganisationen im Iran. Darüber hinaus ist er Hochschullehrer für Politologie und hat in zahlreichen akademischen Einrichtungen gelehrt, u.a. im Fachbereich Iranistik am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Teheran.

Bekannt wurde Zeidabadi nach seiner Verhaftung im Jahr 2000 und durch seinen Brief, den er aus dem Gefängnis schrieb und in dem er den Richtern vorwarf, „gegen die Kriterien und Regeln des Korans zu sein und zu verstoßen“.

Im März 2001 wurde er gegen eine Kaution vorläufig freigelassen, um kaum ein Jahr später erneut inhaftiert zu werden. Er wurde daraufhin zu 23 Monaten Gefängnisstrafe verurteilt und für fünf Jahre von der Teilhabe an „allen öffentlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten, einschließlich des Journalismus“ ausgeschlossen. Nach seiner Freilassung 2004 geriet er während der Präsidentschaftswahl 2005 abermals in Konflikt mit der Regierung, als er zahlreiche Artikel veröffentlichte, in denen er zum Boykott der Wahl aufrief.

In einem Interview nach seiner Haft vor rund zehn Jahren beschrieb Zeidabadi die Bedingungen in dem berüchtigten Evin-Gefängnis wie folgt: „Die Verzweiflung, die im Gefängnis ausgelöst wird, ist so immens, dass man meint, es sei das Ende aller Tage. Kriminelle Häftlinge begehen Vergewaltigungen, insbesondere an Neuankömmlingen. Und wenn man mit verbundenen Augen herumgeführt wird, fürchterliche, angstvolle Schreie hört und dann in eine winzige Zelle gesperrt wird, hat man das Gefühl, dass einem die Rückkehr ins normale Leben für immer verwehrt ist.“

Die Goldene Feder der Freiheit wird jährlich von WAN-IFRA verliehen, um den außergewöhnlichen Einsatz in Schrift und Tat eines einzelnen Menschen, einer Gruppe oder Institution für die Pressefreiheit zu würdigen.

Preisträger der seit 1961 jährlich verliehenen Goldenen Feder der Pressefreiheit waren u.a. Jacobo Timerman aus Argentinien (1980), Anthony Heard aus Südafrika (1986), Doan Viet Hoat aus Vietnam (1998), Geoffrey Nyarota aus Zimbabwe (2002) sowie Shi Tao (2007) und Li Changqing (2008) aus China. Der Preisträger 2009 ist Najam Sethi aus Pakistan. Eine vollständige Liste der Preisträger ist abrufbar unter http://www.wan-press.org/article4489.html

WAN-IFRA, mit Sitz in Paris, Frankreich, und Darmstadt, Deutschland, sowie Regionalbüros in Singapur, Indien, Spanien, Frankreich und Schweden, ist der Weltverband der Zeitungen und Nachrichtenmedien und vertritt mehr als 18.000 Publikationen, 15.000 Online-Sites und über 3000 Unternehmen in mehr als 120 Ländern. Die Organisation entstand durch den Zusammenschluss zwischen dem Weltverband der Zeitungen (WAN) und IFRA, der Research- und Serviceorganisation für die Zeitungsindustrie.

Mehr über WAN-IFRA erfahren Sie auf http://www.wan-ifra.orgoder durch WAN-IFRA Magazine unter http://www.wan-ifra.org/magazine

Auskunft erteilt: Larry Kilman, Director of Communications and Public Affairs, WAN-IFRA, 7 rue Geoffroy St Hilaire, 75005 Paris, Frankreich. Tel.:
+33 1 47 42 85 00. Fax: +33 1 47 42 49 48. Mobil: +33 6 10 28 97 36. E-Mail:
larry.kilman@wan-ifra.org

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