An den Feiertagen zum Jahresende gilt: Erhöhtes Risiko für Jugendliche beim Alkoholkonsum ? Erwachsene und Eltern in der Verantwortung

Köln (pressrelations) –

An den Feiertagen zum Jahresende gilt: Erhöhtes Risiko für Jugendliche beim Alkoholkonsum ? Erwachsene und Eltern in der Verantwortung

Die Feiertage zum Jahresende stehen bevor. Sie sind häufig Anlass nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche, Alkohol zu trinken und insbesondere an Silvester ausgelassen zu feiern. Viele Heranwachsende werden dabei mehr trinken als sie vertragen, denn häufig unterschätzen sie die mit Alkohol verbundenen Gefahren. Um ihre Kinder vor den negativen Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zu schützen, tragen Eltern und Erwachsene eine besondere Verantwortung.

„Eltern dürfen sich nicht scheuen, ihren Kindern im Umgang mit Alkohol klare Regeln und Grenzen zu setzen“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Manche Eltern kommen sich vielleicht altmodisch vor, wenn sie ihr 15-jähriges Kind darauf ansprechen, auf der Silvesterparty keinen Alkohol zu trinken. Sie sollten sich aber ihrer Erziehungsaufgabe und ihrer Verantwortung gegenüber ihren Kindern bewusst sein und sie über die gesundheitlichen Gefahren und drohenden Schädigungen durch Alkohol aufklären.“

Nach dem Jugendschutzgesetz ist Alkohol für unter 16-Jährige verboten. Hintergrund ist, dass die Gefahren gesundheitlicher Schäden durch Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen dieser Altersgruppe besonders hoch sind, denn ihre körperliche Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen.

Mit ihren Informationsangeboten unterstützt die BZgA Eltern dabei, eine eindeutige Haltung gegen unverantwortlichen Alkoholkonsum einzunehmen. Der BZgA-Ratgeber „Alkohol ? reden wir drüber!“ informiert über die gesundheitlichen Auswirkungen von Alkohol auf den Körper junger Menschen und gibt Tipps, wie Eltern das Gespräch mit ihren Kindern führen können. „Eltern sollten für die Sorgen und Probleme ihrer Kinder offen sein und regelmäßig das Gespräch mit ihnen suchen. In einer Lebensumwelt, in der Kinder sich sicher und verstanden fühlen, können sie auch Herausforderungen und Konflikte besser meistern. Dann sinkt auch das Risiko, dass sie in schwierigen Situationen zu Alkohol oder anderen Drogen greifen“, erklärt Prof. Dr. Pott weiter.

Zugleich haben Erwachsene eine Vorbildfunktion. Sie sollten Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsvollen und risikoarmen Umgang mit Alkohol vorleben. Dabei wird empfohlen, dass erwachsene Frauen nicht mehr als zwölf Gramm, erwachsene Männer nicht mehr als 24 Gramm reinen Alkohol pro Tag konsumieren. Bei Frauen entspricht das etwa einem kleinen Glas Bier oder einem Glas Sekt, bei Männern circa der doppelten Menge.

Das Informationsangebot der BZgA zum Thema Alkohol:

http://www.kenn-dein-limit.info (für Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren)
http://www.kenn-dein-limit.de (für Erwachsene)
http://www.bist-du-staerker-als-alkohol.de (für Jugendliche unter 16 Jahren)

Der Ratgeber für Eltern „Alkohol ? reden wir drüber!“ sowie weitere Informationsbroschüren zum Thema Alkohol können unter http://www.bzga.de eingesehen und unter folgender Adresse kostenlos bestellt werden: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, e-mail: order@bzga.de

Darüber hinaus steht das BZgA-Infotelefon zur Suchtvorbeugung an sieben Tagen in der Woche unter der Rufnummer 0221-892031 für Fragen zur Verfügung.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
51101 Köln
Tel. 0221-8992280
Fax: 0221-8992201
e-mail: marita.voelker-albert@bzga.de
http://www.bzga.de

Weiterlesen

Verfassungsbeschwerde gegen Versagung von Prozesskostenhilfe bei Ablehnung von SGB II-Leistungen nicht zur Entscheidung angenommen

Karlsruhe (pressrelations) –

Verfassungsbeschwerde gegen Versagung von Prozesskostenhilfe bei Ablehnung von SGB II-Leistungen für Schönheitsreparaturen nicht zur Entscheidung angenommen

Die Beschwerdeführer machen in einem sozialgerichtlichen Klageverfahren die Gewährung von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende zur Renovierung der Küche in ihrer Mietwohnung geltend. Das Sozialgericht lehnte die Bewilligung von Prozesskostenhilfe mit der Begründung ab, die Beschwerdeführer seien nach dem Mietvertrag nicht zur Durchführung der Renovierungsarbeiten verpflichtet, da die entsprechende Klausel im Mietvertrag über die Durchführung von Schönheitsreparaturen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs unwirksam sei. Die Wohnung sei nach dem Vortrag der Beschwerdeführer auch nicht unbewohnbar.

Die gegen die Versagung von Prozesskostenhilfe in der Sache gerichtete Verfassungsbeschwerde hat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts nicht zur Entscheidung angenommen. Sie ist ohne Aussicht auf Erfolg, weil die Beschwerdeführer nicht in ihrem Grundrecht aus Art. 3 Abs. 1 GG iVm Art. 19 Abs. 4 GG und Art. 20 Abs. 3 GG verletzt sind. Das Sozialgericht hat die Anforderungen an die Erfolgsaussichten der beabsichtigten Rechtsverfolgung nicht überspannt und dadurch den Zweck der Prozesskostenhilfe, dem Unbemittelten den weitgehend gleichen Zugang zu Gericht wie den Bemittelten zu ermöglichen, verfehlt. Es hat nicht über eine schwierige, bislang ungeklärte Rechtsfrage im Prozesskostenhilfeverfahren entschieden. Ausgehend von der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und des Bundessozialgerichts durfte das Gericht bereits im Prozesskostenhilfeverfahren feststellen, dass die von den Beschwerdeführern geltend gemachten Kosten nicht nach § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II zu übernehmen sind.

URL: www.bundesverfassungsgericht.de

Weiterlesen

Frischer Fisch aus Thüringen zu Weihnachten und Silvester ?gesund und schmackhaft!

Erfurt (pressrelations) –

Frischer Fisch aus Thüringen zu Weihnachten und Silvester ?gesund und schmackhaft!

Ein montenegrinisches Sprichwort sagt: „Ein Fisch sollte dreimal schwimmen, zuerst im Meer, dann im Olivenöl und zuletzt im Wein.“

Nach alter Tradition werden in Thüringen zu Weihnachten und Silvester gern schmackhaft zubereitete Fische aus heimischen Gewässern gegessen.

Die Thüringer Binnenfischer bieten auch dieses Jahr genügend Süßwasserfische wie Forellen, Bachsaiblinge, Karpfen, Schleie, Hechte, Zander und Welse an, die sie in den Teichen und Zuchtanlagen aufgezogen haben. Neben dem Frischfisch wird auch für Berufs- und Hobbyköche frisch geräucherter Fisch angeboten.

Fisch ist nicht nur lecker, sondern auch gesund, denn er enthält viel hochwertiges, leicht verdauliches Eiweiß, liefert Vitamin A, Kalium, Phosphor, Magnesium, Eisen sowie wertvolle Omega-3-Fettsäuren.

„Iß den Fisch, wenn er noch frisch ist“, heißt ein altes dänisches Sprichwort. Deshalb sollte die Gelegenheit genutzt werden, den Fisch zu den Festtagen direkt beim Fischer ab Hof in der Direktvermarktung zu erwerben. Dies ist die altbewährte Methode, möglichst frischen Fisch zu erhalten. Die Thüringer Binnenfischer garantieren durch ihre Produktions- und Vermarktungsmethoden für die Frische, Qualität und die Einhaltung der strengen Tierschutz- und Verbrauchervorschriften im Sinne der Lebensmittelhygiene. Wie in jedem Jahr haben die Verkaufstellen in den Fischerhöfen wieder Sonderöffnungszeiten vor und während der Festtage.

Der unbestrittene Favorit zu Weihnachten und Silvester ist der Karpfen, inzwischen ein ausschließlich biologisch aufgewachsener Speisefisch. Die Verzehrgewohnheiten sind selbst im kleinen Thüringen regional sehr verschieden. Damit verkörpert zum Beispiel die unterschiedliche Zubereitung von Karpfen ? selbst Karpfen mit Thüringer Klößen sind nicht ungewöhnlich – auch ein Stück Kulturgut und Lebensqualität.

Madlen Domaschke
Stellv. Pressesprecherin / Öffentlichkeitsarbeit
Thüringer Ministerium für Landwirtschaft,
Forsten, Umwelt und Naturschutz
Beethovenstraße 3
99096 Erfurt
Tel. 0361 / 37 99 144
Fax: 0361 / 37 99 939
madlen.domaschke@tmlfun.thueringen.de
www.thueringen.de/tmlfun

Weiterlesen

Bis September 2009 knapp 19% weniger Umschlag in deutschen Seehäfen

Wiesbaden (pressrelations) –

Bis September 2009 knapp 19% weniger Umschlag in deutschen Seehäfen

WIESBADEN – Der Güterumschlag der Seeschifffahrt verringerte sich den ersten drei Quartalen 2009 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 18,7%. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden von Januar bis September 2009 insgesamt 197,7 Millionen Tonnen Güter in deutschen Seehäfen umgeschlagen. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 243,2 Millionen Tonnen gewesen. Den stärksten Rückgang gab es mit – 28,6 Millionen Tonnen beziehungsweise – 19,5% bei dem Empfang aus dem Ausland. Ähnlich schlecht entwickelte sich der Versand ins Ausland: Er nahm um 16,7 Millionen Tonnen oder 18,2% ab. Der innerdeutsche Seeverkehr, der mengenmäßig aber nur von minimaler Bedeutung ist, verringerte sich mit einem Minus von 5,5% verhältnismäßig wenig.

Differenziert nach Gütern zeigten sich in den ersten drei Quartalen 2009 nahezu überall zweistellige negative Entwicklungen. Die größten relativen Rückgänge wurden bei Eisen und Nicht-Eisen-Metalle mit knapp – 40% und bei Erzen und Metallabfällen mit – 37% verzeichnet. Lediglich bei den landwirtschaftlichen Erzeugnissen gab es ein Plus von 2%.

Weiterhin überproportional rückläufig entwickelte sich der Containerverkehr, der in den ersten drei Quartalen 2009 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um über ein Viertel abnahm. Die Zahl der umgeschlagenen TEU (Twenty-foot-Equivalent-Unit, entspricht einem 20-Fuß-Container) betrug 2009 rund 8,9 Millionen. Von Januar bis September 2008 lag sie noch bei fast 12 Millionen. Diese stark negative Entwicklung hielt auch am Ende des dritten Quartals an.

Der Index der Seefrachtraten in der Linienfahrt auf der Basis 2006=100, der die Preisentwicklung der von den deutschen Unternehmen für Importe und Exporte in Anspruch genommenen Seeverkehrsleistungen in der Linienfahrt aufzeigt, lag in den ersten drei Quartalen 2009 im Durchschnitt – berechnet auf Euro-Basis – um 35,6% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Zu den stärksten Ratenabschwächungen kam es in der Amerikafahrt (- 42,6%) und in der Fahrtregion Asien/Australien (- 43,1%). In der Europafahrt (- 13,6%) und in der Afrikafahrt (- 15,8%) waren die Rückgänge geringer, aber die Frachtraten lagen auch hier deutlich niedriger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Da circa 75% der Frachtraten in US-Dollar gemeldet werden, wurde der Preisverfall durch die Wechselkursentwicklung gedämpft: Ohne diesen Wechselkurseffekt wären die Frachtraten noch deutlicher gesunken. Der Wechselkurs des US-Dollars gegenüber dem Euro lag im Durchschnitt der ersten neun Monate des Jahres 2009 um 11,6% über dem Niveau der Monate Januar bis September des Jahres 2008.

Zwei zusätzliche Tabellen bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte zum Seeverkehr gibt:
Peter Grausam,
Telefon: (0611) 75-3695,
E-Mail: seeschifffahrt@destatis.de

Weitere Auskünfte zu Seefrachtraten gibt:
Andreas Martin,
Telefon: (0611) 75-2629,
E-Mail: dienstleistungspreise@destatis.de

Weiterlesen

Ausfuhren der Bundesländer von Januar bis September 2009

Wiesbaden (pressrelations) –

Ausfuhren der Bundesländer von Januar bis September 2009

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die gesamtdeutschen Ausfuhren von Januar bis September 2009 gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten um 21,4% auf 591,4 Milliarden Euro gesunken. Das exportstärkste Bundesland war Nordrhein-Westfalen, doch auch hier machte sich der generelle wirtschaftliche Abschwung deutlich bemerkbar: Der Wert der ausgeführten Waren aus Nordrhein-Westfalen ging im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresmonaten um 22,8% auf 101,6 Milliarden Euro zurück.

Die beiden anderen exportstarken Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern verzeichneten von Januar bis September 2009 ebenfalls starke Exportrückgänge. Gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten sank der Wert der baden-württembergischen Ausfuhren um 20,8% auf 90,8 Milliarden Euro, in Bayern gingen die Ausfuhren um 23,6% auf 90,3 Milliarden Euro zurück.

Mit Einbußen in Höhe von 27,9% war Niedersachsen am stärksten vom generellen Exporteinbruch betroffen; von Januar bis September 2009 führte Niedersachsen Waren im Wert von 42,0 Milliarden Euro aus. In Rheinland-Pfalz gingen die Ausfuhren im Vergleich zu den Vorjahresmonaten um 26,2% auf 25,8 Milliarden Euro und im Saarland um 25,4% auf 8,0 Milliarden Euro zurück.

Insgesamt waren im betrachteten Zeitraum die Stadtstaaten, Berlin, Bremen und Hamburg mit einem Ausfuhrrückgang in Höhe von 7,5% weniger von der Wirtschaftskrise betroffen als die Flächenstaaten mit einem Minus von 22,7%.

Weitere Auskünfte gibt:
Dr. Susanne Meyer,
Telefon: (0611) 75-2072,
E-Mail: info-aussenhandel@destatis.de

Weiterlesen

Importpreise November 2009: – 5,0% gegenüber November 2008

Wiesbaden (pressrelations) –

Importpreise November 2009: – 5,0% gegenüber November 2008

WIESBADEN – Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im November 2009 um 5,0% unter dem Vorjahresstand. Gegenüber Oktober 2009 stieg der Einfuhrpreisindex um 0,4%.

Der Preisrückgang gegenüber November 2008 ist insbesondere auf die gesunkenen Preise für importiertes Erdgas zurückzuführen. Es wurde im November 2009 deutlich billiger eingekauft als im vergleichbaren Vorjahresmonat (- 45,0%). Im Vergleich zum Vormonat fielen die Erdgaspreise um 0,4%.

Das Preisniveau für Steinkohle lag ebenfalls niedriger als ein Jahr zuvor (- 30,1%). Gegenüber Oktober 2009 verbilligten sich die Steinkohleimporte im November 2009 um 2,6%. Dagegen stiegen die Preise für Rohöl im Vorjahresvergleich um 18,2% und für Mineralölerzeugnisse um 9,9%; bezogen auf den Vormonat Oktober 2009 wurde Rohöl um 3,5% und Mineralölerzeugnisse um 3,6% teurer. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im November 2009 um 6,9% unter dem Stand von November 2008 (gegenüber Oktober 2009 unverändert).

Bei den Rohstoffen waren insbesondere Eisenerze billiger als im November 2008 (- 39,7%); im Vergleich zu Oktober 2009 fielen die Preise geringfügig (- 0,2%). Nicht-Eisenerze kosteten 26,2% mehr als im November 2008 und 3,1% mehr als im Oktober 2009. Die Preise von Nicht-Eisen-Metallen und deren Halbzeug waren im November 2009 um 7,2% höher als im Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Oktober 2009 stiegen sie um 2,8%. Rohkupfer war im November 2009 um 48,2% teurer als im November 2008; der Preis lag um 4,6% höher als im Oktober 2009. Das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel war im Vergleich zum Vorjahresmonat um 24,8% teurer, verbilligte sich aber gegenüber Oktober 2009 um 1,8%. Rohaluminium kostete dagegen im Vorjahresvergleich 19,9% und im Vormonatsvergleich 0,3% weniger. Eisen, Stahl und Ferrolegierungen verbilligten sich um 22,5% gegenüber dem Vorjahr (- 2,4% gegenüber Oktober 2009).

Im Nahrungsmittelsektor fielen die Preise für Getreide gegenüber November 2008 um 14,4% (+ 1,0% gegenüber Oktober 2009). Milch und Milcherzeugnisse waren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,9% billiger (+ 1,9% gegenüber dem Vormonat). Ebenfalls preiswerter als vor einem Jahr wurden Schweine- (- 12,1%) und Geflügelfleisch (- 13,8%) importiert.

Der Index der Ausfuhrpreise sank im November 2009 im Vergleich zum November 2008 um 1,7%. Im Oktober 2009 und im September hatte die Jahresänderungsrate – 2,6% beziehungsweise – 3,2% betragen. Bezogen auf den Vormonat Oktober 2009 veränderte sich der Ausfuhrpreisindex leicht nach oben (+ 0,1%).

Detaillierte Informationen zum Index der Einfuhrpreise, Tabelle 61411-0006 und Index der Ausfuhrpreise, Tabelle 61421-0006 können kostenfrei in der GENESIS-Online-Datenbank abgerufen werden. Im Zuge einer Neuberechnung haben sich die Werte für den Index der Einfuhrpreise ab Januar 2009 geändert, im Schnitt liegen sie um 0,2 bis 0,5 Prozent niedriger als die ursprünglich berechneten Werte. Die neuen Werte sind in der GENESIS-Online-Datenbank enthalten.

Eine methodische Kurzbeschreibung und weitere Daten und Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Marion Knauer,
Telefon: (0611) 75-2302,
www.destatis.de/kontakt

Weiterlesen

Erstickungsgefahr von Kleinkindern durch Nüsse

Berlin (pressrelations) –

Erstickungsgefahr von Kleinkindern durch Nüsse

BfR empfiehlt Verbraucherhinweis auf Verpackungen

Dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) liegen Daten vor, nach denen es sich bei von Kleinkindern verschluckten Fremdkörpern oftmals um Nüsse, insbesondere Erdnüsse handelt. Das Risiko, Nüsse oder Nussteile zu verschlucken, die dann in die Atemwege gelangen, ist für Kleinkinder signifikant höher als das Risiko, Kleinteile von Spielzeug zu verschlucken. Nüsse können aufgrund ihrer Form und geringen Größe sowie öligen Oberfläche leichter in die Luftröhre und die tiefen Bereiche der Luftwege gelangen als andere Lebensmittel. „Nicht nur in der Vorweihnachtszeit knabbern kleine Kinder Nüsse oft nebenbei beim Spielen. Es ist somit wichtig, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Großeltern und sonstige Aufsichtspersonen über das Risiko einer Erstickungsgefahr zu informieren“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Auf den Verpackungen von Nüssen sollte ein Verbraucherhinweis wie „Achtung. Nüsse können in die Atemwege von Kindern gelangen“, aufgedruckt werden.

Geraten verschluckte Fremdkörper in die Atemwege, spricht man von Aspirationsunfällen. Diese können zu schweren Gesundheitsschäden oder in seltenen Fällen zum Erstickungstod führen. Im Kindesalter ist das Risiko des ungewollten Verschluckens in die Lunge besonders hoch, da Kinder unter vier Jahren generell gern Gegenstände in den Mund nehmen. Für Spielzeug besteht deswegen eine Kennzeichnungspflicht. Auf den Verpackungen befindet sich der Warnhinweis, dass Kleinteile verschluckt werden können. Für Nüsse besteht eine solche Kennzeichnungspflicht bislang nicht.

Aspirationsunfälle werden in Deutschland nicht systematisch erfasst. Vereinzelt werden sie von Ärzten an die deutschen Giftinformationszentren gemeldet und dort als Fremdkörperaspiration unter „Vergiftung“ miterfasst. Anders als das Verschlucken von Chemikalien müssen Fremdkörperaspirationen nicht beim BfR gemeldet werden, da keine giftigen Bestandteile freigesetzt werden. Aus Sicht des BfR zeigen die neueren Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Pneumonologie das Unfallrisiko sowie das Unfallverhältnis von Nüssen zu anderen Kleinteilen bzw. Spielzeugteilen deutlich auf. Im Zeitraum von 2004 bis 2005 wurden an sechs Kliniken 98 Fremdkörperaspirationen dokumentiert. In mehr als der Hälfte der Fälle (50 Meldungen) hatten Kinder eine ganze Nuss oder Teile davon verschluckt. In 29 dieser Fälle handelte es sich um Erdnüsse. In 16 Fällen wurden andere Nahrungsbestandteile wie z.B. Karottenstückchen verschluckt, und in zehn Fällen waren Spielzeugteile in die Atemwege gelangt. Damit ist das Risiko von Kleinkindern, Nüsse in die Atemwege zu bekommen, signifikant höher als das Risiko, dass Spielzeugteile in die Luftröhre gelangen.

Das BfR empfiehlt, auf Nuss-Verpackungen einen Hinweis zu drucken, etwa „Achtung. Nüsse können in die Atemwege von Kindern gelangen“, um die Verbraucherinnen und Verbraucher über das Risiko zu informieren. Eine Kennzeichnungspflicht sollte geprüft werden. Zudem weist das BfR darauf hin, dass Nüsse, insbesondere Erdnüsse, nicht in die Reichweite von jüngeren Kindern gehören. Sie sollten Nüsse ausschließlich in ruhigen Essenssituationen unter Aufsicht von Erwachsenen verzehren. Sollte dennoch ein Nussteil in die Atemwege gelangen und anhaltender Husten oder Atemprobleme entstehen, ist der Notarzt zu rufen. Auch in der BfR-Broschüre „Risiko Vergiftungsunfälle bei Kindern“, die in der BfR-Pressestelle kostenfrei bestellt werden kann, gibt das BfR Tipps, welche Maßnahmen im Falle des Verschluckens von Fremdkörpern ergriffen werden sollten.

Dokumente
Risiko Erstickungstod bei Kleinkindern durch Nüsse – BfR empfiehlt Verbraucherhinweis auf Verpackungen (Stellungnahme Nr. 050/2009 des BfR vom 10.08.2009) (PDF-Datei, 40.7 KB)
Risiko Vergiftungsunfälle bei Kindern (Informationsbroschüre des BfR vom 10.06.2009) (PDF-Datei, 2137.8 KB)

Bundesinstitut für Risikobewertung
Pressestelle
Thielallee 88-92
14195 Berlin
Tel.: +49-(0)30-18412-4300
Fax: +49-(0)30-18412-4970
E-Mail: pressestelle@bfr.bund.de

Weiterlesen