EEG-Abgaben sparen mit gasbefeuertem Erhitzer

Die BNT Chemical GmbH in Bitterfeld/Wolfen benötigt im Jahr ca. 6 Mio. kWh Elektroenergie, entsprechend hoch sind die Kosten für die EEG-Abgabe. Die günstigere Tarifzone gilt aber erst ab 10 Mio. KWh und war nicht erreichbar. Es hieß also, die Energiekosten zu senken, um Abgaben einzusparen. Wie das gelang, erklärt BNT-Geschäftsführer Dr. Rüdiger Newe.

EEG-Abgaben sparen mit gasbefeuertem Erhitzer

HTT Thermalölerhitzer 400 kW mit APEK mini(Luvo),WT Therminol

EEG-Abgaben sparen mit gasbefeuertem Erhitzer

Die BNT Chemical GmbH in Bitterfeld/Wolfen benötigt im Jahr ca. 6 Mio. kWh Elektroenergie, entsprechend hoch sind die Kosten für die EEG-Abgabe. Die günstigere Tarifzone gilt aber erst ab 10 Mio. KWh und war nicht erreichbar. Es hieß also, die Energiekosten zu senken, um Abgaben einzusparen. Wie das gelang, erklärt BNT-Geschäftsführer Dr. Rüdiger Newe.

Herr Dr. Newe, energieintensive Unternehmen stehen heute vor besonderen Herausforderungen. Wie geht BNT Chemicals mit dieser Situation um?
Dr. Newe: Als Geschäftsführer der BNT Chemical GmbH bin ich natürlich stets bemüht, die Energiekosten in der Firma zu senken, gemeinsam mit den Mitarbeitern energetische Reserven aufzuspüren und mittels der Einführung energieeffizienter Technologien umzusetzen. So konnten wir in der Vergangenheit bereits einige Maßnahmen zur Senkung des Primärenergieverbrauches realisieren. Durch Nutzung der Abwärme der Kompressoren wird das neue Werkstattgebäude beheizt und Warmwasser für die Sozialräume zur Verfügung gestellt. Die Kondensatabwärme aus dem Betriebsdampf und dem Hochdruckdampfnetz wird zur Vorwärmung des Butanols auf ca. 60° bis 70°C eingesetzt, während dieses in die Reaktoren zur Herstellung von Butylchlorid gepumpt wird.

Wie war die Ausgangslage ihrer Prozesse, die zur Entscheidung für HTT-Technologie führte?
Dr. Newe: Für eine Reihe unsere Destillationsprozesse, mit denen wir unsere Organozinnchloride auf die geforderte Reinheit bringen, benötigen wir eine Prozesstemperatur von 200 bis 220° C. Der im ChemiePark zur Verfügung stehende Hochdruckdampf reichte dafür nicht aus. So hatten wir uns bei der Errichtung unserer Anlage vor 12 Jahren entschieden, zur Beheizung der genannten Destillationen Elektroenergie einzusetzen. Doch mit der Einführung der EEG – Abgabe und deren drastischer Steigerung in den letzten Jahren waren wir mit einer Kostenexplosion konfrontiert, da zusätzlich die Nachfrage nach den Produkten zugenommen hatte.
Auf der Suche nach einer alternativen Heizungsmöglichkeit wurden wir bei der HTT- ener gy GmbH über das Vertriebsbüro in Leipzig/Zwenkau fündig.

Welche Lösung konnte Ihnen HTT anbieten?
Dr. Newe: Im Ergebnis der Beratung und Variantenvergleiche wurde die Variante mit der Aufstellung eines gasbefeuerten Thermoöl – Erhitzers des Typs „wtö 400“ im Container außerhalb des Produktionsgebäudes favorisiert und umgesetzt. Die vorhandenen Elektroerhitzer stehen jedoch weiterhin redundant zur Verfügung, für den Fall einer notwendigen Instandhaltung an dem Gaserhitzer.

Welches Einsparpotenzial konnten Sie so realisieren?
Dr. Newe: Mit dem Einsatz des gasbefeuerten Erhitzers „wtö 400“ rechnen wir in diesem Jahr basierend auf der aktuellen EEG – Abgabe mit einer Kosteneinsparung für die EEG-Abgabe an Prozessenergie von 34 TEuro.

Sind weitere Projekte geplant?
Dr. Newe: Da wir immer nach vorne schauen in Sachen Energieeffizienz, stehen bereits weitere Projekte kurz vor der Realisierung. So ist es geplant, die Abgaswärme des HTT-Erhitzers mittels einer Wärmeüberträgeranlage vom Typ „ER -A/WWBG 6“ der HTT-Tochtergesellschaft HTA von ca. 35 KW zu nutzen. Diese Wärme soll dann zur Beheizung von Laborräumen, Produktionsgebäuden, Waschwässerfür die Produktion und eines Tanks für 50% – ige Natronlauge genutzt werden. Mit dieser Maßnahme können wir bei einer Nutzungsdauer der Anlage von ca. 8.000 Stunden im Jahr und einer thermischen Leistung von ca. 35 kW ca. 15 TEuro im Jahr einsparen. Außerdem prüfen wird derzeit, inwieweit weitere Abwärmeströme von Kompressoren für die Aktivkohletrocknung genutzt werden können. Bei erfolgreicher Umsetzung sind auch hier ca. 15 bis 20 TEuro Einsparungpotential pro Jahr an Entsorgungskosten möglich.

All diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der BNT Chemicals gegenüber Wettbewerbern aus den USA, China und Europa weiter zu erhöhen.

Seit 1967 steht der Name HTT energy GmbH mit Sitz im ostwestfälischen Herford für Prozesswärmegewinnung mittels Thermalöl-Technologie. Mit seinen Anlagen liefert HTT immer die gradgenaue Temperatur für jede Art von Produktionsprozess: von -120° C bis + 450° C und von 3 bis 30.000 kW – sicher, konstant, effizient und umweltschonend. Bis heute sind weit mehr als 11.000 Anlagen ausgeliefert: Thermalölkessel, Elektroerhitzer und Temperiergeräte, Heiz-Kühl-Tiefkühlanlagen, Abhitzesysteme, Dampferzeuger – von der kleinen Laboranlage bis zur hochkomplexen Reaktortemperierung. Alle wesentlichen Komponenten des thermischen Apparatebaus gehören zum HTT-Lieferprogramm. HTT-Kunden vertrauen auf die langjährige Erfahrung, die konsequent eigen Herstellung, das vielfältige Dienstleistungsspektrum und die Fachkompetenz der interdisziplinären Entwicklungs-Teams

Kontakt:
HTT Energy GmbH
Thorsten Stahlberg
Füllenbruchstrasse 183
32051 Herford
052213850
sales@htt.de
http://www.htt.de

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